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Berichte AH
Aktivitäten der Alten Garde PDF Drucken

AH-Versammlung am Freitag, 3. Februar 2012

Alles im Lot auf dem Boot

Nach nur einer Stunde war alles besprochen

Bestens vorbereitet war die Jahreshauptversammlung der Alten Herren des SVR im Vereinsheim. Nur eine Stunde dauerte die mit Brezeln und Landjägern garnierte Tagung, dann konnte zum gemütlichen Teil übergegangen werden.
AH-Leiter Heinz Naves und Kassier Jürgen Fuchs, der auch für die sportliche Seite verantwortlich zeichnet, ließen das zurück liegende Jahr noch einmal Revue passieren und gewährten zugleich Einblicke in die Planungen des Jahres 2012. Der Trainingsbetrieb verlief in den letzten zwölf Monaten überaus gut, bei Wind und Wetter sind die SVR-AHler draußen, zum Teil mit mehr als 20 Mann. Bloß an fünf Abenden (trainiert wird nach wie vor mittwochs um 19.30 Uhr) konnte nicht trainiert werden.
Obwohl das eigene Hallenturnier wegen einer Doppelbelegung der Neckarsporthalle ganz kurzfristig auf den 6. Januar vorverlegt werden musste, war man mit dem Ablauf zufrieden. Allerdings ging anstatt der ursprünglich gemeldeten zwölf Mannschaften nur noch sechs Teams an den Start, inklusive einer SVR-Truppe, die dann auch als guter Gastgeber fungierte und Sechster wurde. Turniersieger wurde Vorwärts Pille aus Neckarhausen. Auch im Jubiläumsjahr 2013 soll wieder ein Hallenturnier stattfinden, obendrein denken die Verantwortlichen daran, schon in diesem Sommer ein Feldturnier zu organisieren und das im Jubiläumsjahr zu wiederholen. Weiter im Programm bleiben die Nachtwanderung, die bereits einen Tag später bei klirrender Kälte unter der Regie von Wolfgang Hiller und Herbert Nagel über die Bühne ging, die Herrenwanderung (Hiller/Nagel) und die Bergwanderung (Peter Bayer). Ferner soll nach einjähriger Pause wieder ein Ausflug stattfinden. Auch eine zusätzliche Ausfahrt mit eventuellem Stadionbesuch wird wieder ins Auge gefasst.
Dass bei den fast 50 Personen umfassenden Senioren alles im Lot ist, zeigten auch die Neuwahlen. Günter Zepf (Stellvertretender AH-Leiter), Jürgen Fuchs und Frank Schiller (sportlicher Bereich) und Daniel Stephan (Wirtschafter) wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt.
Abteilungsleiter Martin Weiler und der Stellvertretende SVR-Vorsitzende Henrik Guth bedankten sich für die hervorragende Arbeit des Gremiums, vergaßen aber nicht, auf das arbeitsintensive Jahr 2013 hinzuweisen, wenn der SVR runde 100 Jahre alt und jede helfende Hand gebraucht wird. Schließlich findet dann auch der Sennerpokal in Reudern statt.

 


 


Ein traumhafter Tag

Sieben AH-ler kraxelten auf den Tegelberg
Aufi muaß i, i muaß, i muaß - Wolfgang Ambros hat in seinem Alpen-Epos den Watzmann besungen. Auf den wollten die Alten Herren des SVR zwar nicht bei ihrer traditionallen Bergwanderung am Samstag, 10. September, aber dem Ruf und der Anziehungskraft des Gebirges waren auch sie erlegen. Wieder einmal, wie jedes Jahr im Spätsommer, und so machte sich frühmorgens um 6 Uhr eine siebenköpfige Schar auf den Weg, um den Tegelberg bei Füssen zu erklimmen. Eine dichte Nebelsuppe begleitete die siebenköpfige Gruppe um ihren "Kapitän" Peter Bayer, der die Route abgecheckt hatte, bis weit hinter Ulm. Dann lichteten sich die Schleier und ein traumhafter, sonnendurchfluteter Hochsommertag mit Temperaturen über 30 Grad zog herauf. Bald schon war am Horizont die Silhouette der Allgäuer Berge klar zu erkennen. Mit jedem Kilometer, den man dem Ziel näher kam, wurde die Vorfreude größer - endlich mal wieder hoch hinaus. Nach dem letzten Halt in Schwangau am Fuße der Ammergauer Alpen, wo noch geschwind ein Vesper in die Rucksäcke wanderte, hatte man den Ausgangspunkt an der Tagelberg-Talstation erreicht. Raus aus dem Auto, rein in die Stiefel und ab ging's vom rund 800 Meter hoch gelegenen Parkplatz, rauf auf den markanten, unmittelbar steil aus dem Voralpenland aufragenden Berg im südlichen Ostallgäu. Fast 1100 Höhenmeter lagen vor den "Hirschen" und der Schweiß begann schon bald in Strömen zu rinnen. Über den Schutzengelweg ging's durch eine lange Waldpassage und die Sonne entfaltete längst ihre ganze Kraft, als man die 1330 Meter hoch gelegene Rohrkopfhütte erreichte. Natürlich wurde hier Rast gemacht und ein erster grandioser Blick hinunter auf die Schlösser Hohenschwangau und Neuschwanstein entschädigte für die Mühen des Aufstiegs. Aber noch war man nicht am Ziel, fast 400 Höhenmeter waren es noch bis zum Tegelberghaus, das man trotz einer weiteren Vesperpause alsbald erreichte.
Diese Wirtschaft war einst das königlich-bayrische Jagdhaus von Maximilian II. Heute endet dort auf 1720 Meter Höhe auch die Tegelbergbahn, die erst vor wenigen Wochen durch einen Gleitschirm-Unfall negativ in die Schlagzeilen geraten war. Stündlich befördern die Gondeln bis zu 470 Personen auf den Berg, dadurch ist der Tegelberg ein beliebtes Ziel für Bergwanderer, Gleitschirmflieger und Drachenflieger. Ein phantastischer Blick eröffnete sich hinunter ins Tal mit Forggensee und Hopfensee und den vielen anderen Gewässern, und über den mächtigen Bergrücken selbst. Der besteht aus vielen Zacken und Zinnen, die eigene Namen tragen. Zum Beispiel der Brandnerschrofen, die höchste Erhebung des Tegelbergs, 1881 Meter hoch. Der Berg rief noch einmal, und die Reuderner "gehorchten". Rechts vorbei am Startplatz für die Drachen- und Gleitschirmpiloten ging es durch die Latschen weiter, vorbei auch an einem Berggottesdienst. Eine halbe Stunde etwa dauerte der Aufstieg bis zum Gipfelkreuz. Die letzte, mit Drahtseilen gesicherte Strecke führte über nackten Fels. Dann war's geschafft, kurz vor 12 Uhr standen die Reuderner nach dreieinhalb Stunden ganz oben auf dem Gipfel und genossen den phänomenalen Ausblick. Einfach traumhaft. Die Bergdohlen führten ihre Flugkünste vor in der Hoffnung, ein paar Brosamen vom mitgebrachten Rucksackvesper abzubekommen.
Zurück am Tegelberghaus wurde erst einmal der Durst gelöscht und nach einer kleinen Stärkung machte man sich an den Abstieg. Rund zwei Stunden ging es steil hinunter Richtung Schloss Neuschwanstein und man war erleichtert, als man endlich die Marienbrücke erreichte. Auf der tummelten sich unzählige Touristen aus aller Welt, jeder wollte ein Foto machen. Runter in die Pöllatschlucht und zurück zur Talstation der Tegelbergbahn, dann war man wieder am Auto. Noch einmal zischte es in den Kehlen, ehe sich das Septett auf die störungsfreie Heimreise machte und einen unsagbar schönen Tag mit einem kernigen Essen im Landgasthof Linde ausklingen ließ. Trotz der Strapazen freuen sich alle schon auf die Bergwanderung im nächsten Jahr.


 

Halbfinale fahrlässig verspielt

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