| Historie SV Reudern |
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1914 - der Erste Weltkrieg: Im ersten Jahr des Bestehens stand nie etwas von einem nahenden Krieg in den Vereinsunterlagen. Um so verwunderlicher, dass bei der Monatsversammlung am 5. September 1914 in der Sonne der Punkt Neuwahlen auf der Tagesordnung stand. Der Grund: Die gesamte Vorstandschaft musste in den Krieg. Als neuer Vorsitzender wurde August Kieser gewählt und auch die anderen Funktionärsposten wurden neu besetzt: Ludwig Opferkuch (Kassier), Albert Besemer (Zeugwart), Hermann Schneider (Schriftführer) und Rudolf Schmied (Beisitzer). Alle Gewählten galten als Stellvertreter in ihren Ämter, bis die "alten" Funktionäre wieder vom Feld daheim sein würden. Nur drei Wochen später wurde Hermann Besemer zum Kassier bestimmt - für den vermutlich ebenfalls einberufenen Ludwig Opferkuch. Doch der Krieg kennt kein Erbarmen und August Kieser musste bei den Monatsversammlungen immer wieder den Tod von Mitgliedern bekannt geben. Eine traurige Pflicht. Auch der Vorsitzende Gottlob Besemer war unter den Gefallenen.1915 - wieder Neuwahlen: 1919 - Neuanfang: 1920 - Faustball und wieder ein Vereinsdiener: 1922 - Gründung einer Sängerriege: 1923 - Fahnenweihe: 1925 - Sängerfusion, Musikkapelle und erste Fußballgedanken: 1926 - neuer Vorsitzender: 1927 - Gedanken an einen Hallenbau: 1929 - Turnhallenbau: 1930 - Reuderner kicken auswärts: 1932 - Gründung der Fußballabteilung: Bei der Versammlung am 3. Juli 1932 im "Hotel Linde" wurde erstmals der Wunsch geäußert, einen eigenen Sportplatz mit den Maßen 120 x 85 Meter zu bekommen. Der Vorstand hatte ein offenes Ohr dafür und es wurde beschlossen, eine Eingabe an die Gemeinde zu richten. Die Verhandlungen zogen sich allerdings ziemlich in die Länge. Streitpunkt waren offene Versicherungsfragen, die Gemeinde wollte sich dem Verein gegenüber gegen Schadensansprüche absichern. Bei der Sitzung am 27. Dezember 1932 wurde der Vertrag über den Sportplatzbau mit der Gemeinde endgültig abgesegnet und beschlossen, im Gemeindewald Stangen zum Einschranken des Platzes und zum Bau einer Hütte zu kaufen. An diesem Tag gab Hermann Haußmann erstmals einen Bericht zum Fußballgeschehen im Klub ab, was mit größter Ruhe und Aufmerksamkeit entgegengenommen wurde. 1933 - Sportplatzbau: Eine Anekdote am Rande: In der Monatsversammlung am 7. Oktober 1933 im Löwen fragte Hermann Löffler an, wie es mit der Aufnahme von auswärtigen Spielern in den Turnerbund stünde. Der Vorstand gab ihm zur Antwort, dass eine Verfügung vom Reichssportkommissar herausgekommen sei, wonach es unter bestimmten Voraussetzungen möglich sei, dass Spieler aufgenommen werden können. Das sollte bei der nächsten Versammlung geschehen, denn das müsse "einen feierlichen Charakter darstellen". In diesem Zusammenhang kam man auf eine Anzeige zu sprechen, die ein paar Tage vor dem Waldfest, mit dem man die Vereinskasse aufbessern wollte, beim Oberamt eingelaufen war: Dass nämlich beim Turnverein in Reudern in der Fußballabteilung 8 fremde Spieler mitwirken. Hätte dies den Tatsachen entsprochen, wäre der Verein von der Auflösung wohl nicht verschont geblieben. Nachdem man den Übeltäter, ein Vereinsmitglied, ausfindig gemacht hatte, wurde er kurzerhand während der Versammlung von zu Hause geholt und aus dem Verein hinausgeworfen. Da der Vorsitzende Eugen Kurz nun schon in Fahrt war, richtete er mahnende Worte an die Versammlung und erwähnte, "dass derjenige, welcher es in Zukunft wagt, eine Stinkerei in den Verein zu tragen, unfehlbar rausfliegt".
1937 - Namensänderung: 1938 - 25-jähriges Vereinsjubiläum: 1939 - Kegelabteilung: 1940 bis 1943 - Päckchen an die Front: 1944 bis 1947 - Folgen des Zweiten Weltkrieges, Wiedergründung: 1948 - Aufnahme des Spielbetriebs, Jugendabteilung: Die Hauptversammlung wurde am 7. März 1948 abgehalten. Bei der Versammlung am 6. November 1948 sprach der SVR-Vorsitzende Richard Mayer davon, dass für die Fußballabteilung ein Trainer aus Esslingen engagiert werden solle. Für die neugegründete Jugendfußballabteilung wurde ein Betreuer gesucht. Gustav Henzler übernahm dieses Amt bis zur nächsten Generalversammlung. Aus Vereinsprotokollen ist zu entnehmen, dass schon vorher bereits wieder gespielt wurde, allerdings mit mäßigem Erfolg. Am Ende der Saison 1947/48 sprang wohl ein Platz in der zweiten Tabellenhälfte heraus und auch mit Beginn der Runde 1948/49 änderte sich daran trotz verjüngter Elf und dem oben erwähnten Trainer vom ATV Esslingen nicht viel. Erst, als die Mannschaft Mitte Dezember wieder umgestellt und "der alte Mittelläufer" (der Name ist nicht bekannt) wieder aufgestellt worden ist, ging es bergauf und die Mannschaft eilte von Sieg zu Sieg. Bei der Hauptversammlung am 18. Februar 1949 gab Richard Mayer einen Rückblick auf die zum Teil gelösten, aber auch auf die nach wie vor ungelösten Probleme. Unter schwierigsten Verhältnissen und Baustoffknappheit vor der Währungsreform hatte man einen Umkleideraum-Neubau am Sportplatz erstellt. Die Neuwahlen ergaben keine Veränderungen. Unter anderem wurde Richard Mayer als Erster Vorsitzender wiedergewählt, Hermann Stephan wurde als Spielleiter bestätigt. Er stellte auch den Antrag, der auch angenommen wurde, dass Sportler unter 25 Jahren, die, obwohl sie es könnten, nicht aktiv am sportlichen Geschehen mitwirkten, mit dem doppelten Mitgliedsbeitrag auf die Erfüllung ihrer Pflichten gegenüber dem Verein aufmerksam gemacht werden sollen. Fehlte ein Mitglied des Spielerausschusses oder ein Spieler bei einer ordentlich angesetzten Spielerversammlung, wurden auch sie mit 2 beziehungsweise 1 DM zur Kasse gebeten. Eberhard Stephan übernahm das Amt des Jugendleiters, trat aber bereits am 21. Mai 1949 wieder zurück. Zu seinem Nachfolger wurde Gottlieb Besemer bestellt. 1949/50: Die Hauptversammlung tagte am 23. Juni 1950 in der Linde. Das Training der A-Jugend hatte Hermann Stephan übernommen, als Trainer für die erste und zweite Mannschaft wurde bei der Versammlung am 21. Mai 1949 Gottlieb Bauer vorgeschlagen. Freitagabends und, wenn's geht, Sonntagvormittags, wurde Training angesetzt. Vorgeschlagen wurde auch, dass jeder Fußballspieler auch Leichtathletik betreiben soll. Am 1. September 1949 tagte die SVR-Familie erneut. 67 Mitglieder waren erschienen. In der Halbzeitpause des Fußballspiels gegen Oberboihingen sollte ein 1500-Meter-Lauf durchgeführt werden. Im Rahmen eines Sportfestes, das bereits um 7.30 Uhr beginnen sollte. Beschlossen wurde, dass die Spieler in einem neuen Trikot antreten sollten. Einen breiten Raum nahm die Diskussion ein, wer den Dress bezahlen soll. Jeder Spieler solle sein Trikot selbst bezahlen, hieß es, doch dagegen wehrten sich die Kicker, so dass schlussendlich der Verein die Kosten von 71 DM übernahm. Der Vorsitzende hatte gleich einen blau-weißen Sport mitgebracht, der natürlich auch ausgewählt wurde. Möglicherweise war dies die Geburtsstunde der Fußballerfarben blau und weiß in Reudern. Am 28. Oktober 1949 fand die nächste Versammlung im Löwen statt. Das Sportfest war offensichtlich ein voller Erfolg. Beim Antrag, in den Genuss von Totomittel zu kommen, biss man auf Granit, weil man bei sportlichen Veranstaltungen im Kreis Nürtingen nicht mitgemacht hatte. Unter Punkt "Verschiedenes" wurden Hermann Binder und Helmut Kieser als Berichterstatter für die Tageszeitung bestimmt, "weil die Fußballmannschaft in letzter Zeit in den Spielberichten stark benachteiligt wurde", wie es hieß. Zum Schluss wurde die Mannschaft fürs Verbandsspiel gegen Frickenhausen aufgestellt und anschließend gab es Freibier. Die Mannschaftsaufstellung: Hermann Bauer (Tor), Albert Mayer (rechter Verteidiger), Emil Haug (linker Verteidiger), Gustav Kurz (rechter Läufer), Erwin Haußmann (Mittelläufer), Albert Bauer (linker Läufer), Josef Horwath (Rechtsaußen), Erwin Patz (Halbrechts), Gottlieb Besemer (Mittelstürmer), Franz Unzeitig (Halblinks), Toni Weigner (Linksaußen).
Am 10. März 1951, bei der Hauptversammlung im "Löwen", betrug der Mitgliederstand inklusive Schüler 143. Die Wahlen - insgesamt mussten 23 Positionen besetzt werden - gingen allesamt einstimmig über die Bühne. Der Erste Vorsitzende Richard Mayer wurde ebenso bestätigt wie sein Stellvertreter Georg Löffler, Schriftführer Hermann Kurz und Kassier Eugen Mayer. Hermann Stephan war Spielleiter, Eberhard Stephan wurde wieder zum Jugendleiter gewählt. Am 11. August 1951 begann um 21 Uhr in der Sonne eine Versammlung, in der die Existenz der aktiven Fußballer zur Disposition gestellt wurde. Weil sich die Mannschaft in den letzten Aufstiegsspielen bis auf die Knochen blamiert hatte, wurde darüber debattiert, ob man zur neuen Spielzeit überhaupt ein Team melden soll. Otto Mayer warnte jedoch, dass man den Verein dann gleich auflösen könne. Der Kassier stöhnte, kein Fahrgeld mehr bezahlen zu können und forderte wieder mehr Idealismus. Eine Mannschaft wurde vorbehaltlich gemeldet und eine außerordentliche Spielerversammlung anberaumt, um zu klären, wer unter diesen Umständen noch bereit war zu spielen. Der komplette Trikotsatz wurde aber eingezogen. 1951/52 - Turbulenzen an allen Fronten: B-Klasse Nürtingen Die Hauptversammlung des Jahres 1952 fand am 16. Februar im "Löwen" statt. Weil einige Funktionäre ihre Ämter nicht mehr ausüben konnten oder besser gesagt, nicht mehr wollten, mussten außerplanmäßige Wahlen abgehalten werden. Unter anderem wollte auch der Vorsitzende Richard Mayer sein Amt zur Verfügung stellen, weil es nach einem Familien- oder Kameradschaftsabend kurz vor Jahresende (ohne turnerische Übungen) Misstöne gegeben hatte. Nach angeregten Diskussionen wurde er aber einstimmig wiedergewählt, das Vertrauensverhältnis war wieder hergestellt. Es war jedoch auch sonst nicht alles zum Besten bestellt. Georg Löffler, der Zweite Vorsitzende, klagte, dass der Verein ohne Fußballer ein Fiasko erleben würde. Bei den Turnern gab es nämlich ziemliche Zerwürfnisse. Die Turnwarte würden die Jugend nicht mehr weiter ausbilden, sagte er. Während die Nachwuchssportler behaupteten, dass nie ein Turnwart vor Ort sei, sagten die Turnwarte, dass nie Turner da seien. Bei den Jugendlichen fehle einfach der Idealismus, hieß es, was sich auch bei der neu gegründeten B-Jugendmannschaft zeigte. Alois Forstner hatte nach wenigen Spielen nur noch sieben Mann zur Verfügung und musste das Team wieder abmelden. Bei den Aktiven kriselte es freilich auch, denn Spielleiter Hermann Stephan liebäugelte ebenfalls mit Rücktritt, weil ihm die Unterstützung fehlte. Er deutete es als Desinteresse, dass niemand bei den Spielerversammlungen sei und auch niemand zu Auswärtsspielen mitfahre. Nach längerem Bitten ließ er sich für ein weiteres Jahr breitschlagen, allerdings unter der Bedingung, dass er die Mannschaft abmelden kann, wenn nicht genügend Spieler da sind. Als dies ausgestanden war, kündigten die hart kritisierten Turnwarte Heinrich Haußmann und Gustav Frey ihren Rücktritt an. Nach vielen Versuchen stellte sich Haußmann schließlich wieder als Erster Turnwart zur Verfügung, zum Zweiten Turnwart wurde Fritz Kurz bestimmt. Auch mit einem Vereinsausschlussantrag hatte sich die Versammlung noch zu befassen. Dass damals noch andere Wertmaßstäbe angelegt werden mussten, lässt sich am besten daraus ablesen, dass im Protokoll die Anschaffung einer Kokosmatte und eines Balles erwähnt wurden. 1952/53 - 40-jähriges Jubiläum, Springender Hirsch als Vereinslogo: C-Klasse Nürtingen Am 31. Januar 1953 fand die Generalversammlung in der Sonne statt. Es sollte das Jahr mit den größten Aktivitäten seit der Wiedergründung nach dem Krieg werden. 136 Mitglieder zählte der SVR (ohne Schüler). Umfangreiche Neuwahlen mussten abgewickelt werden. Richard Mayer wurde im Amt bestätigt, Hermann Stephan als sein Stellvertreter gewählt, da sich ders eitherige Amtsinhaber Georg Löffler voll und ganz der Betreuung der Halle und Geräte widmen wollte. Hermann Kurz (Schriftführer) und Eugen Mayer (Kassier) waren zwei weitere von insgesamt 29 zu wählenden Personen. Außerdem wurde ein Festausschuss gewählt, dem Bürgermeister Veyl als Ehrenvorsitzender vorstand und zu dem 17 weitere Posten mehr oder weniger zählten. Erstaunliche Parallelen zu heute tauchen immer wieder auf. Rudi Haußmann forderte beispielsweise, dass bei Spielerversammlungen über das letzte Match diskutiert werden und die Aufstellung für die nächste Begegnung bekanntgegeben werden soll, "und nicht wie seither nur ein Gaigelabend gemacht wird". Zudem forderte er die Zuschauer auf, "nicht immer auf den Platz hinein zu schreien, da dadurch nur die Mannschaft durcheinander gebracht wird". Das Vereinszeichen wurde bei dieser Versammlung auch festgelegt. Man entschied sich für einen springenden Hirsch. Der SVR feierte vom 20. bis 23. Juni 1953 sein 40-jähriges Bestehen mit einem großen Festbankett, Kinderfest, Festzug, Zelt, Fußballspiel und Leichtathletik-Wettkämpfen. Die Stadtkapelle Nürtingen spielte zur Unterhaltung auf. Mit dem Wetter hatte man auch Glück. 1953/54: C-Klasse Nürtingen, Gruppe 2 Bei der Versammlung am 15. August 1953 im Gasthaus "zur Sonne" legte Spielleiter Hermann Bauer sein Amt nieder. Erwin Schmohl wurde zu seinem Nachfolger bestimmt, nahm aber nur unter der Bedingung an, dass wöchentlich einmal trainiert werde. Einen großen Erfolg feierte Heinz Besemer beim Deutschen Turnfest in Hamburg. Er wurde nämlich mit einem Siegerkranz dekoriert. Verärgert reagierten die Mitglieder allerdings, weil Rudi Haußmann und Michael Janisch nicht starten durften. Obwohl Kreisturnwart Hinneberg aus Unterlenningen zugesichert hatte, dass er sich für die beiden verkämpfen würde, tat er dies nicht, sondern verschaffte einem Trio aus seinem eigenen Verein Startkarten. Die Unterlenninger waren nicht gemeldet worden, wohl aber die zwei Reuderner. Dazu muss freilich gesagt werden, dass Haußmann und Janisch nicht ganz unschuldig an dieser Entwicklung waren, denn sie waren kurz vorher dem TSV Oberboihingen beigetreten und daher vom SVR wieder abgemeldet worden. Als sie sich wieder umbesannen, war es für eine neue Startkarte zu spät. Bei einer Versammlung am 31. Oktober 1953 im Gasthaus "zum Löwen" wurden Überlegungen laut, oder wieder aufgegriffen, "den Sportplatz in den nächsten Jahren hinauf an den Wald bei der Turnhalle zu verlegen". Bei der Gemeinde sollte ein entsprechender Antrag eingereicht werden. Dies wurde allgemein als "ideale Lösung" angesehen. Kurt Lehmann sen., hoch geachteter Reuderner Schulleiter, erklärte, dass der Sportplatz "schon vor 15 Jahren dorthin gekommen wäre, wenn der Krieg nicht dazwischen gekommen wäre", und er rief dazu auf, bei den anstehenden Gemeinderatswahlen die Kandidaten zu wählen, die Verfechter einer Verlegung wären. Eugen Kotz nannte in Erwartung eines Platzbaus das Beispiel Großbettlingen, wo jedes Mitglied mit anpacken oder aber entsprechend zahlen musste. Am 6. Februar 1954 tagte die Hauptversammlung im "Löwen". Richard Mayer wurde als Vorsitzender bestätigt, ebenso wie Kassier Eugen Mayer und Schriftführer Hermann Kurz sen. Erwin Schmohl wurde in einer Kampfabstimmung unter drei Kandidaten mit nur 17 Stimmen zum Spielleiter gewählt. Josef Proißl wurde zum Jugendleiter ernannt. 1954/55: C-Klasse Nürtingen (wieder bloß eine Gruppe) Die Hauptversammlung des Jahres 1955 ging am 29. Januar im "Löwen" über die Bühne. Neuwahlen waren keine angesetzt. 1955/56: C-Klasse Nürtingen, Gruppe 2 Bei der Generalversammlung am 18. Februar 1956 im Gasthaus "Löwen" betrug der Mitgliederstand 150. Vorsitzender Richard Mayer freute sich, dass die aktiven Kicker mit einem Ball und einer Urkunde ausgezeichnet worden waren, weil sie drei Jahre in Folge straffrei geblieben waren. Wieder einmal hatten unbedachte Äußerungen dazu geführt, dass der Vorsitzende nicht mehr zur Wahl antreten wollte. Nach längeren Debatten wurde geheim gewählt und Mayer wurde mit 30 Stimmen wiedergewählt. Hermann Stephan, der Zweite Vorsitzende, brachte es auf 9 Stimmen. Er wurde dafür mit 30 Stimmen erneut zum Stellvertretenden SVR-Boss gewählt. Kassier Eugen Mayer und Schriftführer Hermann Kurz sen. wurden einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Josef Proißl blieb Gesamtjugendleiter, Ernst Hiller wurde zum wohl ersten offiziellen Fußballjugendleiter gewählt. Die Position des Spielleiters der Aktiven übernahm Gustav Henzler. Trainer der ersten Mannschaft war Gottlieb Bauer, aber nur als Coach, nicht mehr als Spielertrainer. Doch das war nicht lange aufrecht zu halten, denn er war nach wie vor ein Leistungsträger und er musste wieder mit eingreifen.
Es war ein Jahr wie aus dem Bilderbuch, denn just zum 25-jährigen Jubiläum, das vom 1. bis 3. Juni 1957 gefeiert wurde, schaffte der SVR unter Trainer Gottlieb Bauer den Aufstieg - und die "Hirsche" wurden obendrein noch C-Klasse-Pokalsieger des Kreises Nürtingen. Im Endspiel am 16. Dezember 1956 in Oberensingen wurde der favorisierte TSV Grötzingen, Pokalsieger der Gruppe 1, mit 2:1 besiegt. Auch die nächste Runde auf Bezirksebene gegen den TV Birenbach, den C-Klasse-Pokalsieger des Kreises Göppingen, überstand der SVR durch einen 2:1-Sieg im Wiederholungsspiel am 28. April 1957 und erhielt zum fünften Mal in fünf Jahren den Fairnesspreis (das erste Spiel am 14. April endete in Birenbach 3:3 nach Verlängerung). Im Bezirkspokalfinale der C-Klasse, das am 1. Mai 1957 in Oberensingen stattfand, zog die Bauer-Truppe gegen den TSV Berkheim, C-Klasse-Pokalsieger des Kreises Esslingen, mit 0:3 den Kürzeren. 29 Jahre später sollte es erneut zu diesem Aufeinandertreffen kommen. Übrigens: Den Meisterwimpel überbrachte der heutige Bezirksvorsitzende Karl Wieland. Am 9. Februar 1957 rauchten im Löwen wieder die Köpfe bei der Hauptversammlung. Spielleiter Gustav Henzler ärgerte sich maßlos über die Trainingsfaulheit mancher Spieler, nur zwei, drei Akteure der Ersten waren bisweilen beim Übungsabend. Umso erstaunlicher, dass der sportliche Erfolg da war. Beim 25-jährigen Fußballjubiläum, das mit einem Festabend, einem Kinderfest und einem Turnier mit acht Mannschaften gefeiert wurde, bestritt die erste SVR-Garnitur ein Spiel gegen den Nachbarn TSV Oberboihingen, den Gegner also, gegen den man auch sein allererstes Spiel bestritten hatte. Der FC Frickenhausen gewann das Jubiläumsturnier durch ein 4:2 im Endspiel über den TSV Weilheim. 1957/58 - Abstieg: B-Klasse Nürtingen Die Zeit des Bilanzziehens war wieder am 1. März 1958 gekommen. Im Löwen waren 49 Mitglieder erschienen und sie wählten Richard Mayer erneut an die SVR-Spitze. Auch Hermann Stephan, Eugen Mayer und Hermann Kurz sen. wurden in ihren Ämtern bestätigt, ebenso wie Gesamtjugendleiter Josef Proißl und Spielleiter Gustav Henzler. In den Spielausschuss gewählt wurden Hermann Bauer, Wilhelm Hybl und Ernst Haußmann. Alfons Müller übernahm den Part des Fußballjugendleiters von Ernst Hiller. Die Gedanken, den Sportplatz an die Halle zu verlegen, wurden endgültig ad acta gelegt. Offenbar ließen dies die Besitzverhältnisse nicht zu. Beschlossen wurde aber, den Platz einzufrieden. Der Abstieg war wohl allen Beteiligten an die Nerven gegangen, Unzufriedenheit machte sich breit. Trainer Gottlieb Bauer legte bei einer außerordentlichen Ausschusssitzung am 18. Juli 1958 im Löwen, an der auch die aktiven Kicker dabei waren, sein Amt nach langen Diskussionen nieder. 1958/59: C-Klasse Nürtingen Da das Thema Sportplatzverlegung vom Tisch war, man daher aber im Aspach mehr Platz für Umkleiden benötigte, musste Geld beschafft werden. Ein Bausparvertrag war aber noch nicht zuteilungsreif und so hoffte man, mit dem Verkauf der Halle entsprechende Mittel zu bekommen. Einige Baumaßnahmen waren angedacht: Neben der Platzumrandung sollten zwei bis drei Umkleiden und Flutlichtmasten her. So jedenfalls schilderte Vorsitzender Mayer bei der Generalversammlung am 21. März 1959 im Löwen die Absichten des Vereins, ein neues Zuhause für die Sportler zu bauen. 1959/60 - Sportplatzumrandung fertiggestellt: C-Klasse Esslingen Im Pokal sorgte der SVR für Furore, war nach Siegen in Grafenberg (11:1), gegen Beuren (6:1), gegen die TSG Zell (7:0) und beim TV Erkenbrechtsweiler (5:2) letzter Vertreter der C-Klasse Esslingen und unter den letzten Dreien im Bezirk. Gegen den TSV Neckartailfingen war dann aber Endstation: Nach dem 0:0 am 20. März 1960 auf dem Aileswasen gewannen die Neckartailfinger das Wiederholungsspiel am 27. März 1960 in Reudern mit 7:4. Bei der Ausschussitzung am 11. November 1959 in der Linde wurde darauf gedrängt, dass die Sportplatzeinzäunung möglichst bald abgeschlossen werden soll. Differenzen zwischen Spielleiter Gustav Henzler und Jugendleiter Alfons Müller bezüglich der Aufstellung der Ersten konnten ebenfalls bereinigt werden. Vorsitzender Mayer drohte sogar mit einem Vereinsausschlussverfahren, falls dieses Thema nochmals hochkoche. Die Sportplatzumrandung war Ende Januar 1960 zu gut wie fertig, nur der Anstrich fehlte noch. Die Aktiven wurden im Winter 59/60 wieder einmal ermahnt, im Training in der Halle vorsichtiger zu sein. Es waren einfach zu viele Scheiben in die Brüche gegangen. Neuwahlen bestimmten die Hauptversammlung am 5. März 1960 und natürlich warf auch der Vereinsheimbau immer längere Schatten voraus. Die komplette Vorstandschaft wurde im Amt bestätigt und auch alle Posten konnten trotz Diskussionen besetzt werden. 187 Mitglieder stark war der Verein und die Stadtwerke kündigten an, binnen eines Vierteljahres das Sportgelände mit Strom zu versorgen. Die Jugendarbeit ruhte Anfang der 1960er-Jahre, deshalb wollte Jugendleiter Alfons Müller sein Amt niederlegen. Er wurde aber gedrängt, so lange weiterzumachen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Vorsitzender Richard Mayer pochte darauf, dass die Nachwuchsarbeit wieder in die Gänge kommt. Auch Aktiven-Spielleiter Gustav Henzler hatte nach den zurückliegenden Streitereien die Nase voll, nach langem Hin und Her erklärte er sich allerdings bereit, noch einmal weiterzumachen. 1960/61 - Sportheimbau: C-Klasse Esslingen Viel wichtiger als der sportliche Erfolg war in dieser Saison freilich der Bau des vereinseigenen Sportheims, das überwiegend in Eigenleistung erstellt wurde. Endlich hatten die SVR-Fußballer eine eigene Bleibe, in der sie sich umziehen und duschen und nach dem Spiel auch gemeinsam feiern konnten. Man musste nicht mehr hinauf in den Ort, um sich im Gasthaus Löwen umzukleiden und bei Wind und Wetter mit kaltem Wasser im Trog zu waschen. Der Erlös der 1960 verkauften Turnhalle (20.400 DM bei der zweiten Versteigerung) bildete den finanziellen Grundstock für den Bau. Am 19. Juli 1960 wartete Richard Mayer bei einer Ausschusssitzung mit der erfreulichen Nachricht auf, dass die Baugenehmigung für das Sportheim bereits vorliege und man nun schnellstens das Projekt in Angriff nehmen müsse. Eugen Mayer erklärte sich bereit, die Bauaufsicht zu übernehmen, später kamen noch Hermann Stephan und Wilhelm Pfeiffer hinzu. Die Bauleitung hatte Karl Weiler inne. Bevor es aber richtig losgehen konnte (der erste Spatenstich erfolgte am 26. November 1960), wurde am 24. September 1960 zu einer Mitgliederversammlung in den Löwen eingeladen (eine Woche zuvor waren bloß 20 Mitglieder erschienen, weil die Einladung offenbar zu kurzfristig publik gemacht worden war). Die Versammlung wurde darauf eingeschworen, kräftig mit anzupacken. Nachdem ein Bauunternehmer zu einem Ausschusstermin am 22. November 1960 in der Linde nicht erschienen war, machten die SVR-Verantwortlichen Nägel mit Köpfen und beraumten sofort einen Arbeitsdienst an. Im Januar 1961 wurde die Wasserzufuhr zum Sportgelände in Angriff genommen. Die Helfer packten kräftig zu und am 30. März 1961 konnte bereits Richtfest gefeiert werden. Anschließend wurde im Löwen feucht-fröhlich gefeiert. Sportkreisvorsitzender Dr. Mayer hatte eine Spende von 100 DM mitgebracht. Den Richtspruch sprach der Zweite Vorsitzende Hermann Stephan. Überdies sind am alten Platz zwei Flutlichtmasten aufgestellt worden. Ein Blick auf die damaligen Preise lohnt allemal. der Ausschuss legte die Preise für das Kinderfest fest, das am 23. und 24. Juli 1960 stattfand: 1 Flasche Bier -,80 DM, 1 Rote -,80 DM, 1 Sinalco -,40 DM und ein Viertele Wein 1,20 DM. Die Mitgliedsbeiträge beliefen sich seit dem 1. Januar 1960 auf 25 Pfennige (Schüler bis 14 Jahre), 50 Pfennige (Jugendliche von 14 bis 18 Jahren) und 1,- DM für über 18-Jährige. Die Beiträge wurden seinerzeit noch monatlich erhoben. Vermutlich auf Grund des Sportheimbaus fand die Generlaversammlung 1961 sehr spät, nämlich erst am 3. Juni, im Löwen statt. Der Verein zählte nur noch 144 Mitglieder, aber davon waren 50 erschienen (auf heutige Verhältnisse hochgerechnet müssten rund 330 Mitglieder zu den Hauptversammlungen erscheinen). Die Jugendarbeit lag immer noch im Argen, so dass die Versammlung beschloss, unbedingt wieder einen Jugendspielbetrieb aufzunehmen. Alfons Müller blieb bis auf Weiteres Jugendleiter, Manfred Bauer übernahm die Übungsabende mit der Jugend. Wilhelm Hybl, Mitglied des Spielausschusses, fragte im Juli 1961 an, ob er an das Sportheim anbauen dürfe, um eine Art Hausverwalter zu sein. Der SVR-Ausschuss hatte nichts dagegen und ermunterte ihn. Doch dazu ist es nie gekommen. 1961/62 - Fertigstellung des Sportheims: C-Klasse Esslingen Auch im Pokal lief es wieder recht gut. Der SVR gewann in Bempflingen (10:1), gegen Grafenberg (5:2) und beim TSV Wiesensteig (5:3) und scheiterte erst im C-Klasse-Halbfinale an "Angstgegner" TSV Sielmingen (2:7), der später den Pott holte. Die Nachwuchsarbeit wurde wieder angeschoben, im Herbst konnte eine A-Jugend gemeldet werden, die sich allerdings aus vielen B-Jugendlichen rekrutierte und daher saftige Schlappen kassierte. Aber ein Anfang war wieder gemacht. Die Hauptversammlung des Jahres 1962, die am 31. März im Löwen stattfand, versprach turbulent zu werden, denn Spielleiter Gustav Henzler, der beruflich oft im Ausland weilte, wollte nicht mehr und Trainer Ernst Szabo, der inzwischen auch die Jugend trainierte, wollte bei den Aktiven nur noch weitermachen, wenn die erste Mannschaft auch komplett mitmachte. Genügend Diskussionsstoff also für die Mammutwahlen, denn 31 Posten mussten besetzt werden. Doch alles ging glatt. Gewählt wurden Richard Mayer (Erster Vorsitzender), Hermann Stephan (Zweiter Vorsitzender), Eugen Mayer (Kassier), Hermann Kurz sen. (Schriftführer), Paul Thumm (Unterkassier), die Beisitzer Ernst Besemer, Albert Opferkuch, Ernst Hiller und Julius Reichert, in den erweiterten Ausschuss Gottlieb Bauer, Helmut Unzeitig und Gustav Brandl, die Kassenrevisoren Wilhelm Pfeiffer und Kurt Lehmann, Josef Proißl (Gesamtjugendleiter), Helmut Unzeitig (der Gustav Henzler als Spielleiter beerbte, sechs Personen standen zur Wahl), Robert Thumm (der Heinz Besemer als Turnwart ablöste), Günther Besemer (Schülerturnwart), Fritz Born (Erster Sportwart), Josef Proißl (Zweiter Sportwart), Julius Reichert (Geräte- und Hallenwart), Erwin Schweizer (Vereinsdiener), Manfred Bauer (Ballwart), Erwin Schmohl (Fahnenträger) sowie der Spielausschuss mit Trainer Ernst Szabo (Vorsitzender), Spielleiter Helmut Unzeitig, Spielführer Eugen Schwaiger, Hermann Kurz, Alois Forstner und Ernst Hiller. Josef Proißl übernahm zusätzlich noch das Amt des Fußballjugendleiters. Bloß als Schiedsrichter wollte sich keiner bereitstellen. Diese Mannschaft holte 1962 in heimischen
Das Vereinsheim, das über 50.000 DM gekostet hatte, wurde am 28. Juli 1962 im voll besetzten Festzelt mit zahlreichen Ehrengästen offiziell eingeweiht und umrahmt vom Gesangverein Liederkranz Reudern und dem Musikverein Lindorf (nachträglich musste noch eine Ölheizung im Wert von rund 9.000 Mark eingebaut werden). Beim Festakt blickte Bürgermeister Karl Braun bereits in die Zukunft und sprach vom Neubau einer Gemeindehalle, bei dem auch der Sportverein wieder gefordert sei. Der Ausschuss beschloss, dass das Sportheim dienstags beim Jugendtraining, mittwochs beim Training der Aktiven, sonntags bei den Heimspielen und samstags ab 19 Uhr geöffnet ist. Alsbald wurde jedoch deutlich, dass das Thema Sportheimbewirtschaftung zu einem Dauerbrenner werden sollte. Aus Anlass der Einweihung durfte der SVR erstmals auch den Sennerpokal für C-Klasse-Mannschaften ausrichten. Und das, obwohl man in der Esslinger Gruppe spielte. Gespielt wurde in zwei Fünfer-Gruppen an zwei Wochenenden (28. und 29. Juli sowie 4. und 5. August 1962). Offenbar beflügelt von den neuen eigenen Wänden marschierten die "Hirsche" durch das Turnier und gewannen es bis heute zum einzigen Male. Der TV Tischardt (9:1), TSV Neuenhaus (3:0), TSV Grötzingen (6:0) und TSV Wolfschlugen (5:1) hatten in den Gruppenspielen keine Chance. Im Endspiel schlug der SVR Titelverteidiger TSV Altenriet mit 4:0 und krönte mit dem Turniersieg nicht nur die Einweihungsfeierlichkeiten, sondern auch seine erste Sennerpokalteilnahme überhaupt. Nicht immer ging es ruhig und harmonisch zu beim SVR. Auch am 9. September 1962 kochten die Emotionen hoch, als sich Ernst Hiller und Helmut Unzeitig bei einer Ausschusssitzung in die Wolle bekamen. Die Diskussion um die Situation im Reuderner Fußball endete mit einem Eklat, denn Hiller verließ die Sitzung und erschien auch drei Tage später nicht, als Vorsitzender Mayer alles wieder ausräumen wollte. Am 13. Oktober 1962 fand im neuen Sportheim erstmals eine Mitgliederversammlung statt. 33 Personen erschienen. Die erste Generalversammlung des SV Reudern im eigenen Vereinsheim fand am 23. März 1963 statt. Trainer Szabo mahnte einmal mehr eine bessere Trainingsbeteiligung an und er richtete den dringenden Appell an die Spieler. Mit Ruppigkeiten und großer Klappe sei nichts zu gewinnen und man müsse sich als Verantwortlicher nur schämen. Vom 15. bis 17. Juni 1963 feierte der SVR seinen 50. Geburtstag mit einem großen Festabend, Kinderfest, Festzug, Frühgottesdienst und Fußballturnier (Sielmingen bezwang im Finale Raidwangen mit 3:2). Die Jubiläumsfeierlichkeiten wurden ein voller Erfolg. Bereits am Mittwoch, 12. Juni, fand ein schlichter Ehrungsabend für sechs Vereinsgründer (August Kieser, Gottlob Besemer, Karl Biedermann, Gustav Thumm, Christian Besemer und Karl Stephan) und sechs weitere altgediente Mitglieder (Georg Löffler, Karl Müller, Heinrich Haußmann, Ernst Besemer, Paul Thumm, Otto Kromer) durch den Turngauvorsitzenden Kant statt. Für das Jubiläumsspiel wurde der FV 09 Nürtingen verpflichtet, der mit 7:1 gewann und in der folgenden Saison den Aufstieg in die Erste Amateurlige Nordwürttemberg schaffte. 1963/64 - D-Jugend erster Hallen-Kreismeister, Gründung Frauenturnen: C-Klasse Nürtingen, Gruppe 2 Die D-Jugendfußballer des SVR schrieben derweil Geschichte, denn sie gewannen bei der Premiere der Hallen-Kreismeisterschaften den Titel. In der Schreibere in Nürtingen wurden die "Hirsche" nach Siegen gegen den VfL Kirchheim (2:0), den FC Frickenhausen (5:0) und die TSV Oberensingen (2:0) sowie einem 0:0 gegen den TSV Wolfschlugen Gruppensieger und trafen im Finale auf den FV 09 Nürtingen. Die Nullneuner galten zwar als klarer Favorit, hatten beim 0:3 jedoch keine Chance. Seit Ende Juni 1963 waren die aktiven Fußballer ohne Trainer. Es waren die Folgen eines Tiefs, aus dem die Mannschaft seit dem Gewinn des Sennerpokals auf eigenem Platz nicht mehr herausgekommen war. Am 3. und 4. August 1963 aber musste der Titel beim Sennerpokal der C-Klasse verteidigt werden. In Raidwangen überraschte das Team angenehm, wurde nach den Partien gegen Germania Schlaitdorf (2:2), die SpVgg Hochwang (4:1) und den TSV Beuren (4:0) Gruppensieger und stand erneut im Endspiel, das allerdings gegen Gastgeber TSV Raidwangen knapp mit 0:1 verloren wurde. Im Bezirkspokal unterlag die Mannschaft bereits in der ersten Runde beim TSV Wäldenbronn mit 4:6. Der A-Jugendliche Werner Forstner wurde in die Bezirksauswahl berufen. Ab dem 13. August 1963 konnten sich beim SVR auch die Frauen (außer in der Leichtathletik) sportlich betätigen, denn das Frauenturnen wurde ins Leben gerufen. Renate Dieterle und Emma Haußmann leiteten die Gruppe. Da es immer wieder zu Problemen beim Transport der C- und D-Jugendkicker zu den Auswärtsspielen kam, wurde festgelegt, mit dem Kleinbus der Firma Besemer (Wachtmeister) zu fahren oder eben mit privaten Pkw. Pro Kilometer gab es eine Entschädigung von 20 Pfennigen. Für die Saison 62/63 kamen so 314,- DM zusammen. Im Sportheim tagte am 25. April 1964 wieder die Hauptversammlung. Vorsitzender Richard Mayer kündigte an, bei der Gemeinde darauf zu drängen, dass in Reudern bald eine Halle gebaut werde. Spielleiter Helmut Unzeitig wetterte, dass es ohne Trainer bei den Aktiven nicht weitergehen könne und forderte einen Coach. Ernst Szabo lehnte es allerdings weiterhin ab, die Aktiven zu trainieren. Die Neuwahlen (es mussten wieder über 20 Positionen besetzt werden) ergaben an der Spitze des Vereins keinerlei Veränderungen, bei den Fußballern dagegen sehr wohl: Ernst Hiller übernahm nämlich von Helmut Unzeitig den Posten des Spielleiters. Am 30. Mai 1964 tagten im SVR-Vereinsheim die Jugendleiter des Kreises Nürtingen. 1964/65: C-Klasse, Staffel 2 Beim Sennerpokal der C-Klasse am 20. und 21. Juni 1964 in Linsenhofen erreichte der SVR nach Siegen gegen den Gastgeber (2:0), den TSV Neuenhaus (1:0) und Titelverteidiger TSV Raidwangen (2:1) wieder das Finale, unterlag dann aber dem TSV Beuren mit 0:2. Der 28. Juni 1964 war ein schwarzer Tag für den SVR, denn in einem Freundschaftsspiel gegen den TSV Oberboihingen verletzte sich Torhüter Karl Morawetz so schwer, dass er nicht mehr spielen konnte. Im Bezirkspokal erreichte man durch einen 5:3-Erfolg gegen den TSV Neuenhaus zwar die zweite Runde, doch dort war beim TSV Ohmden Endstation (1:4). Bei einer Ausschusssitzung am 12. Juli 1964 wurde der Kauf eines Streuwagens beschlossen. Bis dahin mussten die Spieler ständig in den Ort zu den Zimmereien fahren, um Sägemehl oder Späne zu holen und dann von Hand streuen. Weil der Sportplatz vom Training ziemlich mitgenommen war, wurde ferner angeregt, einen Trainingsplatz zu schaffen (Spielleiter Ernst Hiller). Im Februar 1965 wagte Hiller auch einen Vorstoß, ob ans Vereinsheim nicht ein Gymnastikraum angebaut werden könne. Weil aber im Etat der Gemeinde bereits die geplante Halle beinhaltet war, wurde dies verworfen. Zurückzuschauen und vorauszublicken hieß es für den 145 Mitglieder zählenden Verein am 13. Februar 1965 im Sportheim. Hitzig ging es dabei zu, als über den Standort der Halle debattiert wurde. Während Bürgermeister Karl Braun dafür plädierte, dass die Halle zur Schule gehöre, forderte eine Gruppe um Otto Mayer, dass die Halle am Sportgelände gebaut werden soll. Wie wir heute wissen, steht die Halle an der Schule. Am 2. Juli 1965 fand die Abschlussbesprechung der Vereine der C-Klasse, Gruppe 2, im SVR-Vereinsheim statt. Dies war gleichzeitig auch die Vorrundenbesprechung der Saison 65/66. Diesem Team gelang in der Spielzeit 1965/1966
Eine lustige Episode am Rande: Gerhard Reichert hatte gewettet, im Falle der Meisterschaft des SVR ein 30-Liter-Bierfass von Oberboihingen nach Reudern zu rollen. Er löste die Wette ein und wurde dabei von zahlreichen Zuschauern begleitet und am Ortsrand sogar vom Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr mit Musik abgeholt. Beim Sennerpokal am 12. und 13. Juni 1965 in Altdorf stürmte der SVR erneut ins Endspiel. Der SV 07 Aich (6:3), Gastgeber TSV Altdorf (5:4) und die SPV 05 Nürtingen (4:3) wurden in den Gruppenspielen bezwungen, im Finale zog die Schwaiger-Truppe aber gegen den TSV Altenriet bei miserablem Wetter mit 1:4 den Kürzeren. In der ersten Runde des Bezirkspokals kam es in Altenriet zu einer Neuauflage dieser Begegnung, allerdings gelang die Revanche nicht, der SVR verlor abermals mit 1:4 und war draußen. Die Generalversammlung des Jahres 1966 wurde auf den 15. Januar gelegt und fand im Sportheim statt. Der SVR hatte von der A- bis zur D-Jugend alle Nachwuchsklassen bestückt. Jugendleiter Josef Proißl, der über zehn Jahre lang für die SVR-Jugend im Einsatz war, präsentierte dies mit Stolz, zumal die A-Jugend einige Turniersiege gefeiert hatte und die C-Jugend Kreismeister geworden war, doch er machte seine Ankündigung wahr und gab sein Amt an diesem Abend ab. Zu seinem Nachfolger wählte die Versammlung Helmut Euchner. Richard Mayer wurde ebenso wie die anderen Funktionäre an der Vereinsspitze, Kassier Eugen Mayer und Schriftführer Hermann Kurz sen., einstimmig wiedergewählt. Bloß auf den Zweiten Vorsitzenden Hermann Stephan entfiel eine Enthaltung (bei 60 Anwesenden). Den Spielausschuss bildeten Trainer Fritz Schwaiger, der auch stellvertretender Spielleiter war, Heinz Besemer und Hermann Remppis. Ernst Hiller wurde als Spielleiter bestätigt, allerdings knüpfte er seine Wiederwahl an Bedingungen. Etwa an die, dass jede Mannschaft einen Betreuer und einen Spielführer haben muss, die dann auch für das Streuen des Platzes, für Spielabsagen etc. verantwortlich sind. Immer wieder war es zu Reibereien gekommen, weil die zweite Mannschaft nicht immer streuen wollte. Die Schwierigkeiten bei der Wahl des Spielleiters waren noch nicht vom Tisch, es brodelte weiter und kam bei der nächsten Ausschusssitzung am 17. Mai 1966 mit einer gewaltigen Eruption an die Oberfläche. Plötzlich ging es drunter und drüber. Sportheimwirtschafter Albert Opferkuch erklärte, dass das Sportheim Anfang August geschlossen bleibe, weil er und Helmut Mayer nicht da seien. Ernst Hiller ging auf die Barrikaden und schimpfte, dass das nicht möglich sei, weil die Saison am 14. August beginne und noch ein Testspiel gemacht werden müsse. Alle Schlichtungsversuche scheiterten und Hiller, der sich über ständige Nackenschläge beklagte, erklärte seinen sofortigen Rücktritt und verließ demonstrativ die Sitzung. Der Rest des Ausschusses war wie vor den Kopf gestoßen, setzte aber für den nächsten Tag eine weitere Sitzung mit den Spielern der ersten und zweiten Mannschaft an. Dabei konfrontierte Vorsitzender Mayer die Kicker mit den nackten Tatsachen. Alle Spieler erklärten sich jedoch bereit, auch weiterhin für den SVR zu spielen und nach ausgiebigem Gedankenaustausch erklärten sich Fritz Schwaiger und Hermann Kurz sen. bereit, das Amt des Spielleiters bis zur nächsten Generalversammlung kommissarisch auszuüben. Die Angelegenheit war damit aber noch nicht vom Tisch, sondern verfolgte den Verein noch über Monate hinweg. Am 18. Juni 1966 weilte Jugendleiter Helmut Euchner bei einer Jugendtagung in Kornwestheim und erhielt dort eine Plakette für vorbildliche Nachwuchsarbeit. 1966/67 - Gründung einer AH, Frühjahrswaldläufe: B-Klasse, Staffel 2 Im Bezirkspokal ereilte den SVR das schnelle Aus, denn in der ersten Runde unterlag man beim TV Bezgenriet mit 1:4. Beim Sennerpokal wirkte keine SVR-Mannschaft mit. Die Hauptversammlung tagte am 11. Februar 1967 im Sportheim. Ernst Hiller schilderte noch einmal die Gründe seiner Amtsniederlegung als Spielleiter, Vorsitzender Richard Mayer unterband jedoch die aufkommende Diskussion mit dem Hinweis, das Ganze nicht wieder breit treten zu wollen. Die Weichen für ein ruhigeres Jahr wurden freilich gestellt, denn Fritz Schwaiger wurde für ein Jahr zum Spielleiter gewählt. Da auch Helmut Euchner nach nur einem Jahr sein Amt als Jugendleiter wieder zur Verfügung stellte, musste ein Nachfolger gefunden werden. Mit Walter Schnepf wurde ein Mann einstimmig in diese Funktion gewählt, der in den kommenden Jahren unheimlich rührig war, zahlreiche Veranstaltungen mit der Jugend durchzog und viele Erfolge mit dem SVR-Nachwuchs feierte. Am 5. März 1967 fanden in Reudern erstmals Frühjahrswaldläufe statt. Alfred Hiller, ausgebildeter Übungsleiter und zuständig für Nachwuchsarbeit bei den Leichtathleten, und Sportwart Dieter Müller hatten die Veranstaltung in den Aspach geholt. Im Frühjahr dieses Jahres feierte ein Trio des SVR einen großen Triumph, denn Walter Stephan, Albert Bauer und Josef Fuchs wurden in der Altersklasse III Württembergischer Mannschaftsmeister im Waldlauf. Diesen Erfolg wiederholten die drei am 7. April 1968 in Köngen und ließen weitere große Rennen, auch bei Deutschen Meisterschaften, folgen. 1967 fanden sich ehemalige aktive SVR-Kicker zusammen und gründeten offiziell eine Altherrenmannschaft. Schon in den Jahren zuvor hatten aber immer wieder AH-Teams des SVR bei Festlichkeiten oder anderen Anlässen Freundschaftsspiele bestritten. Die Alten Herren waren in den folgenden Jahren überaus aktiv, bestritten regelmäßig weit über 20 Begegnungen pro Jahr. 1967/68 - Abstieg: B-Klasse, Staffel 2 Beim Sennerpokal der B-Klasse im Sommer 1967 in Aich verbaute sich der SVR durch eine 0:1-Niederlage gegen Ausrichter SV 07 schon alle Möglichkeiten auf den Turniersieg. Gegen den TV Unterboihingen gelang zwar ein 4:3-Erfolg, doch die Aicher trennten sich vom TVU mit 2:2 und standen im Finale. Der 19. Januar 1968 brachte wieder Veränderungen für die Fußballer mit sich, denn bei der Hauptversammlung im Vereinsheim standen einmal mehr wichtige Wahlen an. Während Richard Mayer (Erster Vorsitzender), Hermann Stephan (Zweiter Vorsitzender), Eugen Mayer (Kassier), Paul Thumm (Unterkassier), Hermann Kurz sen. (Schriftführer), Walter Schnepf (Jugendleiter Fußball) und die Beisitzer Julius Reichert, Albert Opferkuch, Gustav Brandl, Helmut Unzeitig, Eugen Schwaiger und Manfred Besemer ruckzuck gewählt wurden, zog sich die Wahl des Spielleiters in die Länge. Fritz Schwaiger wollte nicht mehr, doch dann wurde Helmut Kalmbach bei drei Enthaltungen gewählt. Heinz Besemer, Fritz Schwaiger, Willi Wenzelburger und Trainer Zimmermann bildeten den Spielausschuss, Rolf Kunz und Willi Hybl fungierten als Betreuer der ersten Mannschaft und auch Gustav Henzler stieg wieder mit ins Boot. Er kümmerte sich um die Zweite. Bürgermeister Karl Braun machte der Versammlung wenig Hoffnung, dass die herbeigesehnte Halle schnell gebaut werde. Die Finanzlage lasse einen Zuschussantrag vor 1970 nicht zu, sagte er. Immerhin kündigte SVR-Boss Mayer an, dass ein Trainingsplatz angelegt werden würde. Der Mitgliederbestand betrug nur noch 108 (Zahlende) und acht Frauen. 1968/69: C-Klasse, Staffel 1 Mit der Verpflichtung eines neuen Trainers tat man sich schwer, knüpfte aber nach der Runde 67/68 Kontakte zu Heinz Schumacher, der zuvor den TSV Beuren betreut hatte und später Vorsitzender des Sportgerichts Neckar-Fils wurde. Im Ausschuss wurde am 14. Juli 1968 auch deshalb heftig diskutiert, weil der potenzielle Trainer andere Gehaltsvorstellungen hatte als sein Vorgänger Zimmermann, er wollte nämlich das Doppelte - 100 Mark monatlich. Schließlich kam man überein, dass sich am 24. Juli Trainer, Spieler und Ausschuss treffen - zu einem Probetraining. Schumacher willigte ein, einige Wochen ohne Honorar zu arbeiten und wieder zu gehen, falls es nicht klappen sollte. Er blieb zwar, richtig aus der Krise führen konnte er die Mannschaft aber auch nicht, wie die karge Bilanz zeigt. Beim Sennerpokal am 22. und 23. Juni 1968 in Unterboihingen bekam es der zu diesem Zeitpunkt trainerlose SVR mit Gastgeber TVU und dem TSV Beuren zu tun. Die Unterboihinger, grade in die B-Klasse aufgestiegen, gewannen mit 2:1, gegen Beuren sprang ein 1:1 heraus, was allerdings das Aus bedeutete. Im Pokal war ebenfalls in Runde eins Endstation. Gegen den B-Klasse-Verein TSV Wernau führten die "Hirsche" unter der Regie von Heinz Schumacher zwar bei Halbzeit mit 4:1, am Ende hatten aber die Gäste mit 5:4 die Nase vorn. Bei der Hauptversammlung am 1. Februar 1969 im Sportheim waren 54 Mitglieder zugegen. Bürgermeister Karl Braun gab bekannt, dass der laut Kostenvoranschlag 750.000 Mark teure Hallenbau, für den der SVR 500 Mark gespendet hatte, bis 1972 auf Eis liegen würde. Wegen einer gewünschten Erweiterung der Sportanlagen sprach der Schultes von möglichen Schwierigkeiten, da die geplante Trassenführung der B 297 eventuell das Sportgelände berühren werde. Walter Horwath hatte zuvor den Antrag gestellt, das Sportheim zu verlängern. Damals war wohl eine Umgehung Reuderns mit aller Ernsthaftigkeit ins Auge gefasst worden. Bei den Leichtathleten schied Alfred Hiller aus beruflichen Gründen aus, für ihn wurde Ferdinand Eckert gewählt. Ihm zur Seite standen Dieter Mülller und Robert Thumm. Bernhard Heidenreich war für die ins Auge gefasste Kunstkraftsportgruppe verantwortlich. Sigrid Heidenreich übernahm das Frauenturnen. So jedenfalls ist es dem Protokoll vom 13. Juli 1969 zu entnehmen. Am 1. März 1969 fand im Reuderner Sportheim eine Jugendleitertagung des Kreises Nürtingen statt. Ein Mannschaftsausflug, von dem die damaligen Akteure und Beteiligten heute noch schwärmen, führte vom 13. bis 18. Mai 1969 nach Bellaria in der Nähe von Rimini an der italienischen Adria. Das Hotel lag direkt am Meer. Ein Freundschaftsspiel beim italienischen Viertligisten FC Bellaria wurde klar verloren. "Weil nicht alle Spieler mitfahren konnten und einige Jugendliche eingesetzt werden mussten", wie es offiziell heißt. Doch diese Version löst allenthalben Schmunzeln aus bei denen, die dabei waren. Der SVR soll ganz groß als deutsche Spitzenmannschaft angekündigt worden sein, doch spätestens bei Halbzeit war das Stadion, das zuvor bei einem Frauenspiel noch voll besetzt war, so gut wie leer. Es war dennoch ein einmaliges Erlebnis. 1969/70 - erstmals Kreispokal-Waldläufe: C-Klasse, Staffel 1 Beim Sennerpokal 1969 (am 5. und 6. Juli wurde in Linsenhofen gespielt) belegte der SVR Platz drei unter fünf Mannschaften. Gegen den TV Erkenbrechtsweiler wurde 3:1 gewonnen, gegen den TSV Neuenhaus und den TSV Linsenhofen gab es je eine 0:2-Niederlage und vom TSV Wolfschlugen trennte man sich 2:2. Im Pokalwettbewerb kam der SVR über die erste Runde einmal mehr nicht hinaus, unterlag dem klassenhöheren TSV Oberboihingen mit 1:3. Bei einer außerordentlichen Sitzung mit allen örtlichen Vereinen und dem Gemeinderat am 18. November 1969 im Sportheim, bei der es ausschließlich um die geplante Halle ging, war die Katze aus dem Sack: Eine Mehrzweckhalle mit Standort an der Schule war geplant. Eines von zwei benötigten Grundstücken war von der Gemeinde bereits angeschafft worden, das andere sollte noch während des schon laufenden Baulandumlegungsverfahrens gekauft werden. Die Planungen und genauen Ausmaße wurden im Detail vorgestellt und Vorschläge über die zu erbringenden Eigenleistungen aller Vereine diskutiert. Rund 7.000 Arbeitsstunden wurden hochgerechnet. Allen war klar, dass der Bau der Halle Dringlichkeitsstufe eins besitzt, entsprechend wollte auch jeder zum raschen Gelingen beitragen. Am 12. Dezember 1969 tagten die Spielleiter der Nürtinger B- und C-Klasse-Vereine zusammen mit Staffelleiter Ernst Hiller im Aspach. Am Samstag, 17. Januar 1970, fand im Sportheim die Hauptversammlung statt. Wichtiger Tagesordnungspunkt war die Wahl des Ersten Vorsitzenden. Richard Mayer wurde wieder das Vertrauen ausgesprochen, sein Stellvertreter Hermann Stephan kandidierte dagegen nicht mehr (er wurde zum Beisitzer gewählt) und wurde von Kurt Lehmann jun. abgelöst. Eugen Mayer (Kassier), Hermann Kurz (Schriftführer), die Beisitzer Albert Opferkuch, Hermann Bauer, Helmut Unzeitig, Eugen Schwaiger und Manfred Besemer, Jugendturnwart Ferdinand Eckert, Schülerturnwart Dieter Müller, Bernhard Heidenreich (Abteilungsleiter Schwerathletik), Alfred Hiller (stieg wieder als technischer Leiter Leichtathletik ein) und Walter Schnepf (Fußballjugendleiter) wurden ebenfalls gewählt. Spielleiter Helmut Kalmbach stellte sein Amt dagegen zur Verfügung, an seine Stelle wählte die Versammlung nach den üblichen längeren Debatten Heinz Ollech. Letzterer wollte sein Amt aber nur antreten, wenn die AH-Spieler künftig wieder bei den Aktiven aushelfen und ihm den Neuaufbau der Mannschaft damit erleichtern. "Die AH darf kein Verein im Verein sein", sagte er. Im Spielausschuss saßen Heinz Besemer, Willi Wenzelburger und Trainer Fritz Schwaiger. Mannschaftsbetreuer war Rolf "Fuzzi" Kurz. Der Bau der Gemeindehalle warf schon seit langem seine Schatten voraus. Besonders der Musikverein war in dieser Richtung aktiv und brachte den Stein ins Rollen. Klar war, dass das Vorhaben nur mit sehr viel Eigenleistung realisiert werden konnte. Richard Mayer übergab Bürgermeister Karl Braun eine weitere Spende von 500 Mark für das Vorhaben, eine spontane Tellersammlung erbrachte noch einmal etwas mehr als 200 Mark. Am gleichen Abend noch konnten sich die SVR-Mitglieder für Arbeitsdienste eintragen lassen. Am 11. April 1970 machte sich eine Delegation mit Reuderner Vereinsvorsitzenden, der auch einige SVR-Ausschussmitglieder angehörten, auf, um Mehrzweckhallen in Unterlenningen, Strümpfelbach, Hegnach und Waldenburg zu besichtigen. Das Jahr 1970 markierte den Auftakt von Waldlauf-Veranstaltungen in Reudern. Am 1. März 1970 war der SVR erstmals Gastgeber. Über etliche Jahre hinweg traf sich die Läuferelite des Kreises, des Bezirkes und sogar darüberhinaus immer im März im Aspach. Unter anderem war auch Willy Maier vom TSV Genkingen, Olympia-Teilnehmer von München und Deutscher Meister, gerne zu Gast in Reudern. Der SVR stellte selbst immer wieder starke Läufer, die munter vorne mitmischten. Unvergessen sind beispielsweise die bereits erwähnten Altersklasse-Läufer Josef Fuchs, Albert Bauer und Walter Stephan, die als Mannschaft nicht nur auf Bezirks-, sondern auch auf Verbands- und sogar auf Bundesebene mit starken Leistungen für Aufsehen sorgten. 1970/71: C-Klasse, Staffel 1 Im Bezirkspokal ereilte den SVR dasselbe Schicksal wie in den Jahren zuvor: Das 0:4 gegen den TV Unterlenningen bedeutete das Aus in Runde eins. Am Sennerpokal nahm man nicht teil. Das SVR-Vereinsheim war am 11. Dezember 1970 erneut Tagungsort der Vereinsvertreter der Nürtinger B- und C-Klasse. Unter der Führung von Staffelleiter Ernst Hiller ging es dabei vor allem um die Pokalspiele und den Sennerpokal des folgenden Jahres. Bei der Hauptversammlung am 16. Januar 1971 zeichnete Fritz Schwaiger, der Trainer der Aktiven, ein tristes Bild, verlieh aber gleichzeitig seiner Hoffnung Ausdruck, dass mit dem Nachrücken der Jugend Besserung in Sicht sei. Immer wieder mussten AH-Spieler aushelfen. Der Nachwuchs gab in der Tat zu Hoffnungen Anlass, denn Jugendleiter Walter Schnepf rief noch einmal voller Stolz die drei Staffelmeisterschaften der letzten Spielzeit in Erinnerung. Wichtige Weichenstellungen waren die Anpassung der Beitragsfreiheit (auch für Ehrenmitglieder erst ab dem Rentenalter) und eine Beitragserhöhung. Was aber nach wie vor unter den Nägeln brannte: Es fehlten Schiedsrichter, was den Verein viel Geld kostete. Das hat sich bis heute nicht geändert. 1971/72 - Wechsel an der Vereinsspitze: C-Klasse, Staffel 2 In der ersten Runde des Bezirkspokals erwartete der SVR den SC Altbach. Es war ein Debakel, am Ende stand es 7:0 für den Gast. Die D-Jugend des SVR feierte einen großen Triumph: Der Außenseiter wurde nämlich im Januar 1972 in der Nürtinger Neckarsporthalle zum zweiten Mal nach 1964 Hallen-Kreismeister. Als bester Gruppenzweiter kam man lediglich ins Halbfinale, um erneut auf die TSV Oberensingen zu treffen, der man im Spiel um den Gruppensieg mit 1:2 unterlegen war. Auch jetzt lag der SVR wieder mit 0:1 zurück, drehte die Partei aber noch und gewann mit 3:1. Im Endspiel bot man dem großen Favoriten TSV Neckartailfingen die Stirn und nach dem 2:2 hatte man im Siebenmeterschießen die besseren Nerven und siegte sensationell mit 4:3. Im Juli 1971 bestritt der SVR ein Benefizspiel zugunsten seines Jugendspielers Walter Horwath, dem es kurz vor Weihnachten im Chemie-Unterricht an der Hauptschule in Oberboihingen beim Herstellen von Knallerbsen bei einer Explosion die Hand zerfetzt hatte. Gegner war der Lokalrivale TSV Oberboihingen, der vor einer großen Kulisse mit 9:0 gewann. Auch im Jahr 1971 fehlte der SVR beim Sennerpokal, doch im Dezember war das Vereinsheim erneut Tagungsort der Vereine für die Festlegung der Austragungsorte. Reudern erhielt zusammen mit Aich den Zuschlag für 1972. Es musste an zwei Orten gespielt werden, weil gleich 12 Vereine mitmachen wollten. Am 16. November 1971 gab es eine tiefe Zäsur beim SVR: Richard Mayer, der den Verein nach dem Krieg entscheidend prägte und wichtige Vorhaben wie den Sportheimbau vorantrieb, stellte sich bei der (wohl vorgezogenen 1972er-) Hauptversammlung nach fast 25 Jahren nicht mehr zur Wahl. Er hinterließ ein wohl bestelltes Feld, und, wie es in der Nürtinger Zeitung nachzulesen ist, "einen Verein mit grundsoliden Finanzen und einem reichhaltigen Sportbetrieb mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit, der lediglich durch das Fehlen einer Halle beeinträchtigt wird". Für die grundsoliden Finanzen zeichnete der scheidende Kassier Eugen Mayer verantwortlich. Zum neuen Vorsitzenden wählte die Versammlung Kurt Lehmann junior. Ernst Hiller, der wieder als Zweiter Vorsitzender die SVR-Funktionärsbühne betrat, und der neue Kassier Hermann Kurz sen., der seitherige Schriftführer, bildeten mit ihm zusammen die Spitze des Vereins. Weiterhin wurden gewählt: Werner Kotz (Schriftführer), die Beisitzer Albert Opferkuch, Manfred Oßwald, Helmut Unzeitig, Eugen Schwaiger, Erwin Schweizer und Hermann Bauer, die Unterkassiere Paul Thumm und Herbert Opferkuch, Kassenrevisor Kurt Lehmann senior und Fußballjugendleiter Walter Schnepf. Das Amt des Spielleiters der Aktiven hatte noch Heinz Ollech inne, er kündigte aber seinen Rückzug zum Saisonende an. Ballwart war Gert Besemer, bei den Leichtathleten bekleidete Alfred Hiller die Position des technischen Leiters, Dieter Müller war Jugend- und Schülerwart und Sigrid Heidenreich Frauenturnwartin. Richard Mayer wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Jugendleiter Walter Schnepf berichtete von vier Nachwuchsmannschaften, Spielleiter Heinz Ollech sprach von einer Krise der aktiven Fußballer und stöhnte, weil immer wieder Seniorenspieler einspringen mussten. Mit der Verpflichtung von Trainer Matthias Handl zeichnete sich aber eine deutliche Besserung ab. Man wollte raus aus dem Tabellenkeller und auch etwas dafür tun. Dafür sprach schon der Umstand, dass sich die Reuderner Kicker erstmals entschlossen, zweimal in der Woche zu trainieren. 1972/73 - Sennerpokal in Reudern: C-Klasse, Staffel 2 Der SVR beteiligte sich am Bezirkspokal und flog in der ersten Runde offenbar auch raus. Das Ergebnis ist allerdings nicht aktenkundig. In der ersten Runde gastierte man beim SSV Hausen. Der SVR kam anlässlich des 40-Jährigen Bestehens seiner Fußballabteilung zum zweiten Mal in den Genuss, ein Sennerpokalturnier ausrichten zu dürfen. Am 17. Juni 1972 konnte man sich allerdings nicht für das Endspiel gegen den Sieger des Aicher Turniers qualifizieren. Schon im ersten Match gegen den späteren Finalisten TSV Linsenhofen büßte man bei der 3:5-Niederlage alle Chancen ein. Gegen den TV Tischardt gewann die SVR-Elf zwar mit 2:0, aber nach der 1:3-Niederlage gegen die SG Erkenbrechtsweiler/Hochwang blieb nur der dritte Platz unter vier Teams. Am 26. Januar 1973 traf sich die SVR-Familie wieder zur Hauptversammlung im Vereinsheim. Kurt Lehmann wurde im Amt des Vorsitzenden bestätigt, ebenso wie Ernst Hiller als sein Stellvertreter und Hermann Kurz als Kassier. 1972 war der Trainingsplatz unter tatkräftiger Mithilfe der Gemeinde angelegt worden, die Fertigstellung der Flutlichtanlage verzögerte sich allerdings wegen der langen Lieferzeiten der Lampen, so dass es nicht mehr wie geplant vor dem Winter reichte. Im Frühjahr wurde die Anlage aber in Betrieb genommen. Die Kosten lagen bei 7000 Mark. In Sachen Hallenbau hatte sich noch nichts Entscheidendes getan, die Verantwortlichen erwarteten jedoch eine baldige Klärung und hofften darauf, dass das Projekt noch vor der näher rückenden Eingemeindung nach Nürtingen verwirklicht werden könne. Die Oberfinanzdirektion hatte das Konzept der Halle inzwischen für gut und bezuschussungsfähig befunden. Das 60-jährige Vereinsjubiläum wurde vom 29. Juni bis 1. Juli 1973 gefeiert und am 31. Mai, dem Himmelfahrtstag, fand im Aspach der Gauwandertag statt. Die Erste Mannschaft war nach wie vor das Sorgenkind. Ein kompetenter Spielleiter wurde händeringend gesucht, doch dieses Problem konnte nicht abschließend gelöst werden. Schon ein Jahr später sollte es allerdings viel besser aussehen, denn zur neuen Saison stieg Herbert Opferkuch ein. Zwei tragische Unglücke sorgten 1972 und 1973 für lähmendes Entsetzen im SVR, nicht nur bei den Fußballern: Helmut Euchner starb bei einem Arbeitsunfall vor der eigenen Haustür mit nur 38 Jahren und Erich Sterr, 24 Jahre jung und Spieler der ersten Mannschaft, kam auf dem Heimweg von einem Punktspiel bei einem Verkehrsunfall im Tiefenbachtal ums Leben. 1973/74 - Vereinsbus, Gründung Abteilung Ski: C-Klasse, Staffel 2 Der SVR beteiligte sich in dieser Saison offenbar nicht am Bezirkspokal, zumindest ist nirgendwo ein Resultat nachlesbar. Beim Sennerpokal am 23. und 24. Juni 1973 in Neckartenzlingen riss der SVR keine Bäume aus. Das Auftaktmatch gegen den späteren Turniersieger TSV Wolfschlugen wurde mit 2:5 verloren, das Resultat des Spiels gegen den TSV Grafenberg ist nicht überliefert, aber der SVR wurde Gruppenletzter. Erstmals trafen sich am 23. September 1973 auf dem Sportgelände Mannschaften von Reuderner Vereinen, Firmen und Stammtischen, um den Sieger im sportlichen Wettstreit zu ermitteln. Die Leichtathleten gewannen dieses offiziell erste Fußball-Ortsturnier, das kurzfristig ins Leben gerufen worden und auf großes Interesse gestoßen war. Es wurde über Jahre hinweg zu einer feste Größe im Veranstaltungskalender des Ortes, mitunter waren es richtig tolle Feste. Die Hauptversammlung des Jahres 1974 fand am 26. Januar statt. Der Bau der Halle war in vollem Gange und die Fertigstellung zeichnete sich für den Herbst ab. Allerdings machten sich auch Sorgen breit, ob sich die Verwaltung nach der sich abzeichnenden Eingemeindung genauso für die Vereine engagieren würde wie die seitherige. Jugendleiter Walter Schnepf ließ die Saison der fünf Jugendteams Revue passieren, machte aber auch deutlich, dass er die Arbeit im seitherigen Rahmen ohne zusätzliche Unterstützung nicht mehr weiterführen könne. Aktiven-Spielleiter Herbert Opferkuch war derweil zufrieden mit der Entwicklung der Mannschaft, die unter Trainer Matthias Handl wieder Selbstvertrauen getankt hatte. Genehmigt wurde von der Versammlung die Anschaffung eines Vereinsbusses, um die jugendlichen Sportler befördern zu können. Wie andernorts auch, fanden sich leider auch in Reudern immer weniger Menschen bereit, sich in den Dienst der Jugend zu stellen, und sei es nur als Fahrer zu Auswärtsspielen. Bei den Neuwahlen gab es kaum Veränderungen: Kurt Lehmann ging in seine dritte Amtszeit als Vorsitzender, Ernst Hiller wurde wieder zu seinem Stellvertreter gewählt und Hermann Kurz als Kassier bestätigt. Werner Kotz (Schriftführer), Manfred Oßwald, Fritz Schwaiger, Alfred Hiller, Stephan Eifried, Albert Bauer, Emil Schmohl (Beisitzer), Walter Schnepf (Fußballjugendleiter), Herbert Opferkuch (Spielleiter), Fritz Schwaiger (AH), Günter Besemer (Leichtathletik), Ingeborg Oßwald (Frauen), Ernst Besemer, Eberhard Stephan (Kassenprüfer) und der Wirtschaftsausschuss mit Fritz Schweizer, Ernst Hiller und Josef Fuchs wurden ebenfalls gewählt. Im Jahr 1974 wurde im September die Abteilung Ski gegründet (Günther Besemer übernahm bis zur nächsten Generalversammlung die Funktion des Abteilungsleiters) und im Mai die Sparte Jedermannsport in der Leichtathletikabteilung verankert. 1974/75 - Sportheimerweiterung: C-Klasse, Staffel 2 Im Bezirkspokal übersprang der SVR daheim die erste Hürde gegen den FV Plochingen, wobei der 3:2-Siegtreffer mit dem Schlusspfiff fiel. Die Freude währte freilich nicht lange, denn an der zweiten Hürde blieben die "Hirsche" hängen, unterlagen dem TSV Gruibingen in heimischer Umgebung mit 2:3. Ein Meilenstein in der Vereinsgeschichte war die Sportheimerweiterung. Es wurde ein Jugendraum angebaut. Der Baubeschluss wurde am 25. Januar 1975 bei der Generalversammlung gefasst und Anfang Juni mit der Baumaßnahme begonnen. Ebenso, dass die Vereinsführung jeweils zur Hälfte versetzt zu wählen ist, um eine gewisse Kontinuität zu gewährleisten. Besonders erfreulich: Die Einweihung der Gemeindehalle stand unmittelbar bevor (am 1. Februar 1975). Weil der Reuderner Pokal-Crosslauf aus terminlichen Gründen gecancelt werden musste, erhielt der SVR den Zuschlag, am 9. März 1975 die Bezirks-Waldlaufmeisterschaften auszurichten. Der Nachwuchsbereich der Kicker boomte, Jugendleiter Walter Schnepf und seine Mannschaft an Trainern und Betreuern konnte den Massenandrang, den sicherlich auch die Weltmeisterschaft ausgelöst hatte, kaum bewältigen. Derweil wurde ein Problem immer größer: Der Mangel an Schiedsrichtern. Es stand zu befürchten, dass der Spielbetrieb in seinem bisherigen Umfang nicht mehr aufrechtzuerhalten war. Mit dem Bezug der Halle entschloss sich die SVR-Vorstandschaft auch, nach Jahren wieder eine Jahresfeier ins Programm zu heben. Sie wurde ein voller Erfolg. Immer wieder sorgten vor allem die Fußballer für absolute Höhepunkte im Programm. Reudern war 1974 nach Nürtingen eingemeindet worden, dennoch unternahm man weiterhin Anstrengungen, Grund und Boden zu erwerben, um einen zweiten Rasenplatz bauen zu können. Das komplette Sportgelände (außer Parkplatz und Festplatz) ist 1974 in Erbpacht übernommen worden. Die Hauptversammlung ging am 25. Januar 1975 im Vereinsheim über die Bühne. Wichtige Satzungsänderungen bezüglich der Gemeinnützigkeit und versetzter Wahlen wurden dabei beschlossen. 240 Mitglieder stark war der Sportverein, davon 70 Jugendliche. Acht Mannschaften beteiligten sich am Spielbetrieb. Die Fußballfunktionäre Herbert Opferkuch (Spielleiter), Walter Schnepf (Jugendleiter) und AH-Leiter Fritz Schwaiger übten ihre Ämter weiter aus. 1975/76: C-Klasse, Staffel 3 Die A- und C-Jugend wurden Vizemeister. Beachtlich: Die C-Jugend spielte in der Leistungsstaffel (31:9 Punkte, 76:30 Tore), verlor aber das entscheidende Match gegen den späteren Meister TSV Wendlingen mit 1:4. Die Lauterstädter waren um einen Zähler besser. Die C-Jugend trainierten damals Helmut Unzeitig und Emil Schmohl. Insgesamt hatte der SVR fünf Nachwuchsmannschaften im Rennen. Mit einem klaren 4:0-Erfolg über den TSV Harthausen startete der SVR in den Bezirkspokal. Beim Tabellenführer der C-Klasse, Gruppe 1, TSG Esslingen, musste man sich in der zweiten Runde allerdings knapp mit 0:1 geschlagen geben. Bei der Hauptversammlung am 17. Januar 1976 im Gymnastikraum der Gemeindehalle wurden Kurt Lehmann als Erster und Ernst Hiller als Zweiter Vorsitzender in ihren Ämtern bestätigt, ebenso wie Kassier Hermann Kurz sen. Jörg Döpper, der heutige CDU-Landtagsabgeordnete, wurde zum ersten Sozialreferenten des SVR gewählt. Hermann Kurz löste Herbert Opferkuch als Spielleiter ab, Walter Schnepf wurde zum Gesamtjugendleiter gewählt und Otto Schraitle wurde AH-Leiter. Walter Horwath übernahm von Werner Kotz, der die Skiabteilung leitete, die Position des Schriftführers. Dank der neuen Halle konnte der Verein sein Sportangebot erweitern und dadurch einen deutlichen Mitgliederzuwachs verzeichnen. Der SVR zählte Ende 1975 fast 400 Mitglieder. Der Trainingsplatz war inzwischen für die Jugend und die Reserve zugelassen worden, das Tiefbauamt der Stadt musste allerdings noch letzte Hand anlegen. Solange musste entweder in der Halle oder auf dem Hauptspielfeld trainiert werden. Wegen einer allgemeinen Finanzmisere gingen die Verhandlungen über den Grunderwerb für einen neuen Rasenplatz sehr schleppend voran. Eine Kunstkraftsportabteilung wurde gegründet, die von Bernhard Heidenreich geführt wurde. Der ebenfalls neu gegründeten Tischtennisabteilung stand Werner Sensbach vor. 1976/77 - Aus im Pokal-Halbfinale: C-Klasse, Staffel 3 Während es in der Punkterunde wieder einmal nicht so lief, sorgte der SVR im Pokal für Aufsehen. Erst im Halbfinale scheiterte man am TV Jebenhausen (0:4), nachdem man im Viertelfinale den C-Klasse-Spitzenreiter TSV Harthausen auf dessen Geläuf eliminiert (3:2), in der dritten Runde den TSV Grötzingen hinauskomplimentiert (3:1), in Runde zwei gegen den TGV Roßwälden mit 3:1 gewonnen hatte und zum Auftakt beim SV 07 Aich mit 3:1 siegreich geblieben war. 1974 und 1975 wurde der Sennerpokal nicht ausgespielt, aber 1976 feierte das Turnier der Nürtinger Zeitung wieder fröhlich Urständ. Die C-Klasse spielte am 12. und 13. Juni in Linsenhofen. Der SVR war mit dabei und bezang zunächst den TV Tischardt mit 3:2 und setzte sich tags darauf auch gegen den TSV Harthausen knapp mit 1:0 durch. Man lag also auf Endspielkurs, doch im entscheidenden Spiel musste man dem TSV Neckartenzlingen beim 1:2 den Vortritt lassen. Der TSVN gewann später auch das Finale gegen den TSV Raidwangen im Elfmeterschießen. Am 22. Januar 1977 fand die Generalversammlung des SVR erstmals im angebauten Jugendraum statt (einige Kleinigkeiten mussten aber noch erledigt werden). Auf Grund der versetzten Wahlen musste Kurt Lehmann wieder gewählt werden. Zum Schriftführer bestimmte die Versammlung Eberhard Stephan. Dieter Frank übernahm das Amt des ersten provisorischen Abteilungsleiters, Walter Schnepf war Jugendleiter, Hermann Kurz jun. Spielleiter und Otto Schraitle AH-Boss. Der Verein war auf 410 Mitglieder angewachsen. Der Versuch, das erweiterte Vereinsheim auch an Silvester zu öffnen, wurde als gescheitert betrachtet. Trotz Musik kamen nur 25 Personen. Lehmann kündigte an, dieses Risiko nicht mehr einzugehen. Weil die Zuschussgelder vom WLSB nicht wie ursprünglich versprochen geflossen waren, hieß die oberste Devise, den Gürtel enger zu schnallen, um von den Schulden, die der Anbau verursachte, herunterzukommen. Ski-Abteilungsleiter Werner Kotz stellte den Antrag auf Selbständigkeit der Abteilungen, was zu heftigen Diskussionen führte. Festgestellt wurde, dass die Abteilungen das Recht haben, selbständig zu arbeiten, dass eine eigene Kassenführung und Verwaltung aber noch nicht möglich sei. Um den Antrag realisieren zu können, sollte der nächsten Hauptversammlung eine entsprechende Satzung, die von Vorstandschaft und Abteilungsleitern ausgearbeitet werden sollte, vorgelegt werden. 1977/78 - Selbständigkeit der Abteilungen: C-Klasse, Staffel 3 Im Bezirkspokal erreichte der SVR die dritte Runde. In der ersten Runde bezwang man die SSF Kappishäusern glatt mit 3:0, dann gewann die Mannschaft von Hermann Kurz beim TSV Eschenbach mit 7:4 nach Elfmeterschießen. Der TV Neidlingen erwies sich dann als eine Nummer zu groß und der SVR schied mit einer 1:3-Niederlage aus. 1977 wurden beim Sennerpokal erstmals alle Teilnehmer in einen Topf geschmissen, die Veranstaltung sollte attraktiver und interessanter gemacht werden. Jetzt wurde im K.-o.-System an fünf Spieltagen gekickt. Der SVR musste am 9. Juni zum TB Neckarhausen, verlor im Beutwang mit 2:4 und war draußen. Der SVR zog sich beim Zweitamateurligisten und späteren Endspielteilnehmer allerdings sehr respektabel aus der Affäre. Im Laufe des Jahres 1977 stand das Thema Sportplatzbau und die Selbständigkeit der Abteilungen immer wieder auf der Tagesordnung der Ausschussitzungen und man stellte den Antrag bei der Stadt Nürtingen, das neue Spielfeld möglichst bis zum 50-jährigen Jubiläum der Fußballabteilung anno 1982 einzuweihen. Die Leichtathleten setzten sich für eine 400-Meter-Grasbahn ein, doch Oberbürgermeister Gonser war dagegen. Um den alten Platz, der etwas hätte verlegt werden müssen, sollte daher eine 400-Meter-Bahn angelegt und dazu das Gerätehaus abgerissen und an anderer Stelle mit einem integrierten Kiosk neu aufgebaut werden. Bis heute hat sich bezüglich der Laufbahn nichts getan. Neben Leichtathletik und Ski hatten auch die Fußballer einen Ausschuss unter der Leitung von Dieter Frank gebildet, der die Geschäfte eigenständig zu führen in der Lage war. Auf 17. Januar 1978 wurde eine Abteilungskonferenz aller Fußballer einberufen, um das Thema Selbständigkeit zu erörtern und die erforderlichen Organe zu bestimmen. Die Hauptversammlung des Jahres 1978 fand am 11. Februar statt. Wichtige Weichenstellungen wurden getätigt. Der zuvor recht große Hauptausschuss wurde kräftig reduziert auf die beiden Vorsitzenden, den Kassier, den Schriftführer, die Abteilungsleiter und den Gesamtjugendleiter. Auch die Zahl der Beisitzer, die dem erweiterten Ausschus angehörten, wurde von sechs auf drei beschnitten. Für den Zweiten Vorsitzenden Ernst Hiller, der sich große Verdienste erworben hatte und aus Altersgründen ausschied, konnte Heinz Besemer gewonnen werden. Hermann Kurz sen. (Kassier), Eberhard Stephan (Schriftführer), Sigrid Heidenreich (Frauenturnen), Dieter Frank (Fußball), Gerhard Roos (Leichtathletik, er löste Günter Besemer ab), Werner Kotz (Ski), Walter Schnepf (Gesamtjugendleiter), Jörg Döpper (Sozialreferent) und die Beisitzer Hermann Kurz jun., Dieter Müller und Emil Schmohl bildeten mit der Doppelspitze die Vereinsführung. Genauso wichtig war jedoch, dass der Antrag der Skiabteilung auf Selbständigkeit der Abteilungen abgesegnet wurde. Dieter Frank wurde zum ersten Fußballabteilungsleiter gewählt, Walter Schnepf war auch Fußballjugendleiter, Hermann Kurz Spielleiter und Helmut Unzeitig übernahm von Otto Schraitle wieder die AH. Schon damals, nur drei Jahre nach der Einweihung der Halle, wurden immer wieder Klagen laut über fehlende Trainingskapazitäten. Weil man nicht alle Jugendmannschaften unterbringen konnte erwog man in der Kernstadt eine Halle zu bekommen. In der Ausschusssitzung am 20. März 1978 schockte Kurt Lehmann seine Mitstreiter mit der Information, dass von den ursprünglich vorgesehenen Mitteln von 450 000 DM für den Sportplatzbau nurmehr 100 000 übrig geblieben seien und man beschloss, über die Gemeinderatsfraktionen mehr zu erreichen und Druck zu machen. Immerhin war die Stadt bereit, im Laufe des Jahres 1978 die Flutlichtanlage um vier Masten zu erweitern. Vorkommnisse in der Fußballabteilung beschäftigten den über 20-köpfigen Ausschuss ebenfalls, das Verhalten von Dieter Frank, der erster Fußballabteilungsleiter nach der Selbständigkeit war, hatte Anlass zur Kritik gegeben. Zwischen ihm und den Aktiven gab es schwerwiegende Differenzen. Jugendleiter Walter Schnepf bemängelte fehlende Unterstützung innerhalb der Abteilung und sah die Jugendarbeit in Frage gestellt. Es fehlten, wie immer wieder und bis heute auch, Trainer und Betreuer. 1978/79 - Spielklassen- und Spielsystemreform im Bereich des WFV, A-Jugend steigt in die Leistungsstaffel auf: Kreisliga B, Staffel 2 Letztmals wurde der Bezirkspokal zunächst nach Spielklassen ausgespielt, aber alle Lose der jeweiligen Klasse lagen in einem Topf. Der SVR hatte in der ersten Runde ein Freilos, in der zweiten Runde war dann schon Endstation. Obwohl man bei arktischen Temperaturen und vor höchstens fünf Zuschauern beim TPSG Frisch Auf Göppingen bis kurz vor Schluss führte und die klar bessere Elf war, kassierte man noch das 1:1 und verlor im Elfmeterschießen mit 3:5. Das Jahr 1979 begann für die Fußballabteilung mit Turbulenzen. Abteilungsleiter Dieter Frank, der bei der ersten Abteilungsversammlung 1978 gewählt worden war, trat zurück und Ende 1978 sogar aus dem Verein aus. Bei einer Abteilungsversammlung, die am 24. Januar 1979 stattgefunden haben soll (so steht es in den Protokollen, die Vereinsführung soll aber nicht darüber informiert gewesen sein), wurde kein Nachfolger gefunden. Also übernahm der stellvertretende Abteilungsleiter und Jugendleiter Walter Schnepf das Amt kommissarisch. Allerdings stellte der Hauptausschuss fest, dass die Abteilungsversammlung nicht ordnungsgemäß einberufen worden war - die AH hatte keine Einladung erhalten. Bevor am 10. Februar 1979 die Hauptversammlung im Sportheim stattfand gab es demnach schon genügend Diskussionsstoff, zumal ein neuer Abteilungsleiter noch immer nicht gefunden war. Obwohl der Erste Vorsitzende Kurt Lehmann, der einstimmig wiedergewählt wurde, berichtete, dass sich die Selbständigkeit der Abteilungen bewährt habe, entbrannten teils emotionsgeladene Diskussionen, an deren Ende Gesamtjugendleiter Walter Schnepf mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurücktrat. In seinem Amt bestätigt wurde Schriftführer Eberhard Stephan, für den nach Neuffen umgezogenen Jörg Döpper wurde Ernst Hiller zum Sozialreferenten gewählt. Angekündigt wurde auch, dass mit dem Bau des neuen Platzes vermutlich noch 1979 begonnen werde und dass die Flutlichtanlage endlich installiert wird. Bei der nächsten Zusammenkunft des Ausschusses am 12. März war aber schon von 1980 als Baubeginn des Platzes die Rede und die Installation des Flutlichtes ging auch nicht reibungslos vonstatten. Bei den Fußballern ging es weiter drunter und drüber. Bei der Abteilungsversammlung am 31. Mai 1979 wurden massive Vorwürfe gegen Walter Schnepf erhoben, der daraufhin das Amt des kommissarischen Abteilungsleiters niederlegte. Bei einer außerordentlichen Spielerversammlung am 7. Juni, bei der auch Kurt Lehmann anwesend war, wurden die Vorwürfe bedauert und endlich Nägel mit Köpfen gemacht. Walter Schnepf (Abteilungsleiter), Michael Kroschke (Jugendleiter), Wolfram Stephan (Kassier), Herbert Opferkuch (Schriftführer) und Manfred Oßwald (Spielleiter) bildeten nun die neue Abteilungsführung. Helmut Unzeitig war weiterhin für die AH zuständig. 1979/80 - Baubeginn neuer Platz, Erweiterung der Flutlichtanlage, Bezirkspokal: Alle Lose in einem Topf: Kreisliga B, Staffel 2 Im Bezirkspokal flog der SVR unglücklich aus dem Wettbewerb. Beim TSV Ottenbach unterlag man mit 5:7 nach Elfmeterschießen. Erstmals waren alle Lose unabhängig von der Spielklasse in einem Topf. Am 1. März 1980 wartete Vorsitzender Kurt Lehmann bei der Generalversammlung im Vereinsheim mit der Nachricht auf, dass noch im März mit dem Bau des neuen Platzes begonnen werde. Die veranschlagten Kosten beliefen sich mittlerweile auf 1,22 Millionen Mark. Der 10. Crosslauf 14 Tage zuvor war wieder ein voller Erfolg. Große Sorgen, die den Verein über viele Jahre hinweg begleiteten, machte aber einmal mehr die Bewirtschaftung des Vereinsheimes, weil immer weniger Mitglieder bereit waren, Sonntags Dienst zu schieben. Auf die Einnahmen war man allerdings nach wie vor angewiesen. Der marode Vereinsbus wurde verkauft und ein neues Fahrzeug angeschafft. Die Neuwahlen erbrachten keine nennenswerten Veränderungen für die Fußballer, denn Walter Schnepf, der sich über die Tabellenführung der zweiten Mannschaft freute, wurde als Abteilungsleiter bestätigt. Er war bereits bei der Abteilungsversammlung gewählt worden, genauso wie seine Funktionärsmannschaft mit Michael Kroschke, Manfred Oßwald, Helmut Unzeitig und Hermann Kurz jun., der stellvertretender Abteilungsleiter war. Bernhard Heidenreich wurde für den nicht mehr kandidierenden Heinz Besemer zum Zweiten Vorsitzenden gewählt, Kassier Hermann Kurz sen., Schriftführer Gerhard Roos (für den aus gesundheitlichen Gründen ausscheidenden Eberhard Stephan), Gesamtjugendleiter Roland Hiller sowie Alfred Hiller (Leichtathletik) und Werner Kotz (Ski) wurden ebenfalls für zwei Jahre gewählt. Man höre und staune: Das Vereinsheim verfügte noch über keinen Telefonanschluss, der sollte im ersten Quartal 1980 erfolgen. Ein wichtiges Vorhaben wurde ebenfalls angeschoben, denn Ernst Hiller beantragte, die Umkleideräume zu erweitern und eine neue WC-Anlage zu errichten. Wieder waren die Mitglieder in Form von Eigenleistungen gefordert. Bis es soweit war und alles genehmigt war, zogen allerdings noch etliche Monate ins Land. Der Rote Punkt wurde erst im Februar 1982 erteilt. Die Erweiterung der Flutlichtanlage am alten Platz wurde im Mai und Juni endlich abgeschlossen. 1980/81 - Erste Vatertagshocketse: Kreisliga B, Staffel 2 5:2 gegen den TSV Harthausen in Runde eins des Bezirkspokals, dann war wieder Endstation: Ebenfalls zu Hause unterlag der SVR dem späteren Kreisliga-A-Meister und Bezirksliga-Aufsteiger SF Dettingen mit 1:3. Das K.-o.-System beim Sennerpokal war nicht der erhoffte Brüller, denn es gab zu viele Terminschwierigkeiten. Die Folge: Das Turnier fand zwei weitere Jahre nicht statt, 1980 ging es allerdings wieder rund - mit einer neuerlichen Modusänderung. Jetzt wurde wieder in Gruppen gespielt, jedoch nicht nach Spielklassen getrennt, wie dies bis 1973 der Fall war. Gespielt wurde vom 12. bis 15. Juni 1980 in Oberboihingen. Der SVR traf auf den FC Frickenhausen (1:1), die SGEH (5:3) und den TSV Raidwangen (2:2), war aber schlechtester Gruppenzweiter und erreichte deshalb nicht das Halbfinale. Bei der Abteilungshauptversammlung am 16. Februar 1981 wurde Walter Schnepf wieder zum Abteilungsleiter gewählt. Auf den anderen Positionen gab es allerdings bis auf Spielleiter Manfred Oßwald Umbesetzungen. Hermann Krappel löste Michael Kroschke als Jugendleiter ab und Roland Hiller übernahm den Job des AH-Chefs von Helmut Unzeitig. Doch das dicke Ende sollte erst noch im Juni folgen, denn Schnepf trat zurück und machte eine außerordentliche Abteilungsversammlung erforderlich. Die fand am 8. Juni 1981 statt und spülte den seitherigen zweiten Mann Hermann Kurz junior nach ganz oben. Bei der Jahreshauptversammlung am 7. März 1981 im Gymnastikraum der Gemeindehalle erläuterte Kurt Lehmann anhand der Pläne die vorgesehenen Erweiterungsmaßnahmen des Sportheims. Es wurde auch gleich der Baubeschluss gefasst in der Hoffnung, dass der Anbau rechtzeitig zum Jubiläum der Fußballer fertiggestellt ist. Erstmals seit 1975 wurden wieder die Beiträge erhöht. SVR-Vorsitzender Kurt Lehmann wurde ebenso wiedergewählt wie Schriftführer Gerhard Roos und Gesamtjugendleiter Roland Hiller. Weit wichtiger als die sportliche Entwicklung war freilich eine andere Weichenstellung bei den "Hirschen": Der neue Abteilungsleiter Hermann Kurz war der Ideengeber und seine Crew schloss sich an und hob die Vatertagshocketse aus der Taufe. Damit wollten die Aktiven Fußballer eine zusätzliche Einnahmequelle erschließen, um die laufenden Kosten zu finanzieren. Der Gesamtausschuss segnete den Fußballer-Antrag bei seiner Sitzung am 18. Mai im Gasthaus "Linde" ab. Aus kleinen Anfängen ist mittlerweile eine riesige Veranstaltung geworden, ohne die die gesamte Abteilung gar nicht überlebensfähig wäre. Zum Glück hat Petrus zumeist ein Einsehen und die Reuderner können mit ihren Gästen bei allerlei kullinarischen Genüssen und volkstümlicher Musik mit den "Aspach Buam" richtig schön feiern. 1981/82 - 50-jähriges Abteilungsjubiläum, dritter Aufstieg, Sportheimerweiterung und Sportplatzeinweihung: Kreisliga B, Staffel 2 Der TB Gingen war in der ersten Bezirkspokalrunde kein Stolperstein, der SVR gewann mit 2:1. Auch in Runde zwei erwischte man ein Heimlos gegen den Nachbarn TSV Ötlingen und schied mit einer 1:3-Niederlage aus. 1981 wurde der Sennerpokal vom 19. bis 21. Juni in Neuenhaus ausgetragen, der SVR war allerdings nicht dabei. Am 6. März 1982 zog der SVR wieder im Sportheim Bilanz. Der neue Platz war fast komplett fertiggestellt, im April wurde die Spielfreigabe erteilt. Die Planungen für den Anbau waren abgeschlossen, aber die Baugenehmigung wurde erst 14 Tage vor der Hauptversammlung erteilt, anstatt wie erhofft schon im Herbst 1981. Eine weitere Baumaßnahme war ebenfalls schon in der Genehmigungsphase: Die Erweiterung des Gerätehäuschens. Der Mitgliederstand hatte sich auf rund 450 erhöht. Das Einweihungsspiel für den neuen Platz im Rahmen des 50-jährigen Bestehens der Fußballabteilung, das vom 29. Mai bis 6. Juni gefeiert wurde, bestritt der SVR am Pfingstsonntag, 30. Mai, um 17 Uhr gegen den Oberligisten SV Göppingen, der damals von "Buffy" Ettmayer trainiert wurde. Man unterlag "nur" mit 1:6. Der schwergewichtige Österreicher, einst beim Bundesligisten VfB Stuttgart Publikumsliebling, zauberte und begeisterte die Zuschauer mit tollen Kabinettstückchen. Die Ecken beispielsweise schoss er hin und wieder mit der Hacke, doch der Ball zischte wie an der Schnur gezogen vor das SVR-Tor. Die Reuderner führten bei hochsommerlichen Temperaturen vor 400 Zuschauern übrigens mit 1:0: Jürgen Fuchs verwandelte in der 21. Spielminute einen Freistoß gegen den damaligen WFV-Auswahltorhüter Manfred Wiesner. Im SVR-Kasten stand Peter Teubel vom FV 09 Nürtingen, den die SVR-Verantwortlichen kurzerhand loseisten, weil sich die SVR-Keeper Markus Wiesenberg und Heinz Groß verletzt hatten. Teubel, selbst ehemaligen WFV-Auswahlkeeper, hielt grandios und avancierte zum besten Mann auf dem Platz. Am 30. Juni 1982 zog die Abteilung Fußball Bilanz und bestätigte Hermann Kurz junior als führenden Kopf im Amt. Uli Henzler übernahm von Manfred Oßwald die Position des Spielleiters, während Hermann Krappel als Jugendleiter und Roland Hiller als AH-Leiter bestätigt wurden. Auch in Sachen Finanzen gab es einen Wechsel: Martin Preinesberger übernahm von Wolfram Stephan das Amt des Kassiers. Diese Mannschaft schaffte nach 14-jähriger Abstinenz die Rückkehr in die Kreisliga A Schon der Pokalauftritt ließ nichts Gutes erahnen, denn der SVR blamierte sich in der ersten Runde beim TB Holzheim bis auf die Knochen und verlor mit 0:3. Beim Sennerpokal 1982 (11. bis 13. Juni in Unterboihingen) mischte der SVR wieder mit, punktete aber nur gegen den TSV Grötzingen (1:1), während gegen den TV Unterboihingen und Titelverteidiger FC Frickenhausen, der erneut siegte, jeweils mit 0:3 unterlag. Am Mittwoch, 21. Juli 1982, bestritt eine kombinierte Mannschaft des TSV Oberboihingen und des SV Reudern ein Benefizspiel zugunsten des Fachwerk-Baudenkmals "Hohentwiel" in Oberboihingen. Zu Gast war Zweitligist SV Stuttgarter Kickers, der damals von Jürgen Sundermann trainiert wurde. Rund 500 Zuschauer sahen den 11:1-Sieg der Profis vom Fernsehturm. Im Team der Kickers stand auch Guido Buchwald, der Weltmeister von 1990. Vom SVR wirkten mit: Torhüter Markus Wiesenberg, Hermann Kurz, Modesto Russo, Uwe Bauer und Jürgen Fuchs. So spät wie noch nie, nämlich erst am 26. März 1983, fand die Hauptversammlung des SVR im Vereinsheim statt. Rekordbesuch wurde dabei verzeichnet: Fast 100 Mitglieder folgten den Berichten. Man war froh, dass das arbeitsintensive Jahr 1982 gemeistert worden war und sehnte sich nach einer Verschnaufpause, wie es der SVR-Vorsitzende Kurt Lehmann ausdrückte. Die Baumaßnahme war aber noch nicht ganz abgeschlossen und der Verein lief Gefahr, im Falle von Terminüberschreitungen Zuschussgelder in Höhe von rund 13 000 Mark zu verlieren. Deshalb zog Lehmann den Vergleich zu einem Hürdenläufer, der am letzten Hindernis kurz vor dem Ziel zu straucheln droht, und appellierte noch einmal, alle Anstrengungen zu unternehmen. Schließlich hatte der SVR in den letzten zehn Jahren rund 200 000 DM ins Vereinsheim und die Sportanlagen investiert (davon allein 90 000 DM Materialkosten). Wenn man noch die geleisteten Arbeitsstunden hinzurechne, so Lehmann, komme man auf 400 000 bis 500 000 DM. Allein beim letzten Bauabschnitt waren 5000 Arbeitsstunden zusammengekommen. Nun wollte man die Fahnenstange der baulichen Tätigkeiten erreicht haben, nachdem nebenbei auch noch der Teerplatz errichtet worden war. Der Ausschuss stoppte daher die Erweiterung des Gerätehäuschens. Eine Art Würdigung der Arbeit des SVR war auch die Tatsache, dass der Verein von der Stadt den Grund und Boden kaufen konnte, auf dem das Vereinsheim steht. Damit ist der SVR auch Grundbesitzer geworden. Gewählt wurde auch an jenem 26. März 1983, an dem sich Fußballabteilungsleiter Hermann Kurz jun. noch immer über den Aufstieg der ersten Mannschaft freute. Kurt Lehmann war amtsmüde geworden, aber da sich kein Nachfolger fand (daran änderte sich auch das Versprechen einer Lokalrunde nichts), erklärte er sich bereit, weiter zu machen, allerdings nur noch ein Jahr. Gesamtjugendleiter Roland Hiller wurde ebenfalls wiedergewählt. Für Schriftführer Gerhard Roos wählte die Versammlung Franz-Martin Kindermann. Bei der Abteilungsversammlung am 16. Juni 1983 gab es keine Probleme. Abteilungsleiter Hermann Kurz konnte weiter auf die bewährten Mitstreiter wie Spielleiter Uli Henzler und Kassier Martin Preinesberger bauen. Neu in den Ausschuss gewählt wurden AH-Leiter Walter Schnepf (löste Roland Hiller ab) und Jugendleiter Bernd Unzeitig (für Hermann Krappel). 1983/84 - Abstieg, Gründung einer Frauenmannschaft: Kreisliga A, Staffel 2 Auch das "schwache" Geschlecht machte seit geraumer Zeit erste Gehversuche mit dem runden Leder. Training und Freundschaftsspiele standen zunächst auf dem Programm, bis man für die Saison 1983/84 erstmals eine Frauenmannschaft für den Spielbetrieb meldete. Trainer war Manfred Oßwald. Im Bezirkspokal umschiffte der SVR die erste Klippe, als man bei der TG Böhmenkirch einen mühevollen 3:2-Sieg landete. Dann aber unterlag man daheim der SGEH nach Verlängerung mit 3:4. Den Sennerpokal-Urknall gab's 1983 in Raidwangen. Weil sich soviele Mannschaften wie noch nie gemeldet hatten, entschieden sich Zeitung und Ausrichter, das Turnier erstmals über eine ganze Woche auszutragen (27. Juni bis 3. Juli). Der SVR war aber nicht mit von der Partie. Am 17. März 1984 war wieder einmal die Zeit gekommen, um Rückblick und Ausschau zu halten. 142 000 DM hatte der Anbau bis dato verschlungen, 95 Prozent der Arbeiten waren fertig. Außerdem war 1983 eine neue Drainage in den alten Platz eingebaut worden, jetzt hatte man Ballfanggitter am Hartplatz beantragt, musste aber wieder selbst tätig werden. Besonders am Herzen lag Kurt Lehmann aber die Jugendarbeit. "Ein Verein, der die Jugendarbeit vernachlässigt, drückt sich um die Verantwortung", schrieb er den Mitgliedern ins Stammbuch, "und gibt sich letzten Endes selber auf." Lehmann sorgte auch für Konitinuität, weil er sich noch einmal für ein Jahr zum Vorsitzenden wählen ließ. Kurt Stephan löste Bernhard Heidenreich als Zweiten Vorsitzenden ab, Kassier Hermann Kurz sen. wurde in seinem Amt bestätigt. Im September allerdings sollte das Ganze eine schnelle und unerwartete Wendung nehmen. Die elektronische Datenverarbeitung hielt Einzug beim SVR. Kurt Stephan erläuterte die Umstellung auf EDV bei einer extra dafür einberufenen Versammlung am 21. Mai 1984. Am 1. Januar 1985 wurde dann umgestellt. Bei der Abteilungsversammlung am 16. Juli 1984 wählten die Fußballer mit Hans Steinbrenner einen neuen Mann an die Spitze. Er löste Hermann Kurz jun. ab. Stühlerücken auch bei der Jugendleitung: Armin Haußmann folgte Bernd Unzeitig nach. Spielleiter Uli Henzler und AH-Leiter Walter Schnepf wurden wiedergewählt. Die Meistermannschaft der Saison 84/85 (hintere Reihe von links): Trainer Helmut Lichner, Bernd Schietinger, Heinz Schietinger, Jürgen Fuchs, Klaus Müller, Bernd Müller, Jörg Bauer, Jochen Stoll, Gerhard Schäfer, Spielleiter Uli Henzler, Abteilungsleiter Hans Steinbrenner. Vordere Reihe von links: Uwe Bauer, Gunter Lauser, Günter Zepf, Kapitän Manfred Bründl, Heinz Groß, Modesto Russo, Axel Schorradt, Bernd Unzeitig. 1984/85 - vierter Aufstieg, Wechsel an der Spitze, Stadionheft: Kreisliga B, Staffel 2 Im Bezirkspokal ereilte den SVR das schnelle Aus. Gegen den TSV Jesingen setzte es zu Hause eine 0:3-Schlappe, die die Mannschaft aber erstaunlich schnell wegsteckte. Vom 23. bis 29. Juli 1984 spielte der SVR beim Sennerpokal in Linsenhofen. Man hatte eine Hammergruppe erwischt, schlug sich aber prächtig. Der Kreisliga-A-Absteiger servierte den Bezirksliga-Vierten VfB Neuffen mit 2:0 ab und sorgte für die erste dicke Überraschung, gegen den Landesligisten FV 09 Nürtingen schnupperte man lange an einem Teilerfolg, unterlag letztlich aber doch klar mit 0:3 und schied aus, obwohl alle drei Teams punktgleich waren. Am 14. September 1984 fand im Sportheim eine außerordentliche Generalversammlung statt. Eine Satzungsänderung stand auf Drängen des Finanzamtes (Erkennbarkeit der Gemeinnützigkeit) an, die Neugründung der Tischtennisabteilung (mit Horst Nusser als erstem Abteilungsleiter) und unter anderem die Wahl des Ersten Vorsitzenden. Kurt Lehmann zog es aus beruflichen Gründen weg aus Reudern, so dass er sein Amt nach 13 Jahren zur Verfügung stellen musste. Zu seinem Nachfolger wurde Roland Hiller gewählt und dessen Amt als Gesamtjugendleiter übernahm Uwe Bauer. Mit Fritz Schweizer wurde erstmals ein Sportheimverwalter inthronisiert und Hans Steinbrenner, der bereits bei der Abteilungsversammlung am 16. Juli gewählt worden war, wurde als neuer Fußballabteilungsleiter bestätigt (er löste Hermann Kurz jun. ab). Am 16. März 1985 gab Roland Hiller bei der Hauptversammlung im Sportheim seinen ersten Rechenschaftsbericht ab. Unter seiner Regie fand die Jahresfeier erstmals an zwei Tagen statt (Samstagabend für Erwachsene und Sonntagnachmittag für die Jugend). Die Skiabteilung des Vereins, der mittlerweile auf knapp 600 Mitglieder angewachsen war, machte sich einen Namen als Ausrichter der alpinen Baden-Württembergischen Jugendmeisterschaften am Hochhädrich. Nachdem Roland Hiller, Uwe Bauer (Gesamtjugendleiter) und Franz-Martin Kindermann (Schriftführer) gewählt worden waren, konnte der Erste SVR-Vorsitzende die Rennsitzung nach nur 45 Minuten schon wieder beenden. Die Abteilungsversammlung fand am 28. Juni 1985 statt. Einzige Neuerung: Helmut Unzeitig und Heinz Besemer übernahmen die AH, die seither Walter Schnepf geleitet hatte. 1985/86 - Bezirkspokalendspiel, WFV führt den Vertragsamateur ein: Kreisliga A, Staffel 2 Nichts zu erben gab es für die "Hirsche" beim Sennerpokal in Altdorf (1. - 7. Juli 1985). Gegen Gastgeber TSV Altdorf zog man mit 0:1 den Kürzeren, gegen den TSGV Großbettlingen erkämpfte man immerhin ein 1:1. Große Sprünge machte der SVR endlich einmal im Bezirkspokal. Erstmals drang eine Reuderner Mannschaft bis ins große Finale vor. In Köngen hieß der Endspielgegner am Freitag, 13. Juni 1986, TSV Berkheim, der grade in die Landesliga aufgestiegen war. Ein glattes 0:4 handelte sich der SVR ein, doch das Resultat täuscht über den wahren Spielverlauf gewaltig hinweg. Klarste Möglichkeiten wurden gleich zuhauf vergeben und der abgebrühte Bezirksliga-Meister nutzte seine wenigen Gelegenheiten eiskalt. Selbst nach dem 0:3 hätte man das Spiel jederzeit noch wenden können, wenn man nur das Tor getroffen hätte. Viel Wirbel hatte es in der Vorschlussrunde am Donnerstag, 15. Mai 1986, gegeben, denn Halbfinalgegner VfL Kirchheim II, ein A2-Klassenkamerad, trat im Aspach mit Stammspielern aus der Verbandsliga-Meistermannschaft an und gewann mit 3:2, obwohl der SVR schon mit 2:0 geführt hatte. Am "grünen Tisch" wurde dem SVR aber der Sieg zugesprochen (3:0) und damit war das Finale erreicht - und die erstmalige Qualifikation für den WFV-Pokal perfekt. Auf dem Weg ins Endspiel wäre der SVR schon in der ersten Runde am 18. August 1985 fast gestrauchelt, denn gegen den Ex-Bezirksligisten TSGV Albershausen musste man nach 120 Minuten ins Elfmeterschießen und Uwe Bauer, der das Team auf die Pokalspiele vorbereitet hatte (weil Trainer Helmut Lichner jeweils verhindert war), schoss gleich den ersten Elfer übers Tor. Am Ende aber behielten die "Hirsche" doch mit 9:7 die Oberhand. Jürgen Fuchs verwandelte den entscheidenden Elfer. In der zweiten Runde am 25. August 1985 gelang bei den SF Dettingen II ein müheloser 3:0-Erfolg. Die dritte Runde wurde am Samstag vor dem Totensonntag (21. November 1985) ausgespielt, der SVR hatte Heimrecht gegen den TSV Ohmden und gewann mit 2:0. Bevor die Partie aber angepfiffen werden konnte, griffen die Reuderner Fußballer zur Schaufel, um die Strafräume und den Anstoßkreis von 15 Zentimeter Schnee zu befreien. Am Sonntag, 9. Februar 1986, lag wieder Schnee, als der SVR im Achtelfinale beim B2-Spitzenreiter TSV Wolfschlugen eiskalt im Ausnutzen seiner Chancen war und nach einem vermeintlich sicheren 4:1-Vorsprung grade noch mit 4:3 gewann. Am Ostersamstag, 27. März 1986, schossen sich die "Hirsche" durch einen 3:1-Heimerfolg über B3-Spitzenreiter TSV Holzmaden ins Halbfinale, wo der VfL Kirchheim II wartete. Bei der Hauptversammlung am 22. März 1986 hatte der SVR 635 Mitglieder. Kurt Stephan (Zweiter Vorsitzender), Hermann Kurz sen. (Kassier), Uwe Bauer (Gesamtjugendleiter), Rainer Teichert (Leichtathletik) und Horst Nusser (Tischtennis) wurden in kürzester Zeit gewählt. Am 8. September wurde in einer Hauptausschusssitzung beschlossen, für das 75-jährige Vereinsjubiläum im Jahr 1988 ein Festzelt anzuschaffen. Kostenpunkt: zirka 16 000 Mark netto. Bei seiner Pfingsttagung im Haus Waltersbühl in Wangen beschloss der WFV mit sofortiger Wirkung den Vertragsamateur zu schaffen. Damit sollten laut WFV-Präsident Stuemper "Unsauberkeiten" begegnet werden. Am 26. Juni 1986 tagte die Abteilungsversammlung und musste einige Positionen neu besetzen. Kein leichtes Unterfangen, aber es gelang. Neuer Chef wurde Roland Müller, er löste den aus Reudern weggezogenen Hans Steinbrenner ab. Für Armin Haußmann wurde Heinz Groß zum Jugendleiter bestimmt, Uli Henzler wurde als Spielleiter bestätigt und Gert Besemer übernahm von Helmut Unzeitig und Heinz Besemer die AH-Leitung. 1986/87 - Abstieg und erstmalige Teilnahme am WFV-Pokal, Zeltkauf: Kreisliga A, Staffel 2 Ein Sieg und ein Spielabbruch, das war's im Bezirkspokal 86/87. In der ersten Runde gewann der SVR beim klassentieferen FV 09 Nürtingen II knapp mit 3:2, in der zweiten Runde kam dann das unfreiwillige Aus, als man bei der ebenfalls klassentieferen SPV 05 Nürtingen bereits mit 1:3 zurücklag und SVR-Keeper Heinz Groß 20 Minuten vor Schluss ziemlich hart angegangen wurde, aber nicht behandelt werden durfte. Als SVR-Funktionäre und -Fans aufs Feld liefen brach der Unparteiische die Partie ab. Vom 30. Juni bis 6. Juli 1986 trafen sich die Kicker des Raumes Nürtingen in Neckartailfingen, um den Sennerpokalsieger zu ermitteln. Die bunt gemischte Truppe der "Hirsche" zahlte gegen die SPV 05 Nürtingen (0:2) und die SpVgg Germania Schlaitdorf (1:5) Lehrgeld, das 1:1 gegen den TSV Neckartenzlingen war zu wenig, um weiterzukommen. Bei der Hauptversammlung am 28. März 1987 im Vereinsheim standen die Wiederwahl des Vorsitzenden Roland Hiller und eine Beitragserhöhung im Mittelpunkt. Veränderungen im Hauptausschuss gab es nicht, alle zur Wahl stehenden Funktionäre wurden in ihren Ämtern bestätigt. Im Hinblick auf das anstehende 75-jährige Jubiläum hatte sich der Verein wie angekündigt in Unkosten gestürzt und ein großes Zelt angeschafft, das seither hervorragende Dienste geleistet und so manches Fest gerettet hat, das sonst ins Wasser gefallen wäre. Noch heute ist man froh über diese Investition, die sich längst amortisiert hat. Bei der Abteilungsversammlung am 27. Juni 1987 gab es wieder einen Wechsel an der Spitze: Michael Kroschke wurde zum Nachfolger von Roland Müller gewählt und Uwe Bauer übernahm die Position des Spielleiters von Uli Henzler. Gert Besemer wurde als AH-Leiter bestätigt. 1987/88 - 75-jähriges Vereinsjubiläum, Frauen stellen Spielbetrieb ein: Kreisliga B, Staffel 2 Bei den Frauen dezimierte sich der Kader im Lauf der Zeit nach und nach und so entschloss man sich, die Mannschaft nach der Saison abzumelden. Die A-Jugend stieg derweil in die Leistungsstaffel auf, obwohl sie nur Zweiter geworden war. Die D-Jugend wurde Staffelmeister. Erstmals nahm eine F-Jugend am Spielbetrieb teil. Die erste Hürde im Bezirkspokal übersprang der SVR beim GSV Dürnau knapp (1:0) und auch die zweite wurde ungestreift genommen (2:1 gegen A-Kreisligist TB Ruit). Bezirksligist ASV Eislingen war in der dritten Runde allerdings zu stark, die Truppe von Rainer Laur unterlag mit 1:4. Beim Sennerpokal 1987 in Wolfschlugen (29. Juni bis 5. Juli) gab es gegen den TSV Raidwangen ein 3:3 und gegen den TSV Kohlberg eine 1:4-Pleite. Das war's. Die Hauptversammlung am 19. März 1988 im Sportheim ging in die SVR-Annalen ein, denn mit Gudrun Preinesberger wurde erstmals eine Frau in die Vorstandschaft gewählt. Sie trat an die Stelle von Uwe Bauer, der nach dem Abstieg die Position des Spielleiters bei den Aktiven übernahm. Fußballabteilungsleiter Michael Kroschke wurde im Amt bestätigt. Doch es brachen schwere Zeiten an, denn bei der Abteilungsversammlung am 4. Juni 1988 im Sportheim taten sich neben einem finanziellen Minus existenzgefährdende Lücken in den Reihen der Funktionäre auf. Gleich fünf Ausschussmitglieder waren amtsmüde, darunter auch der Abteilungschef, der ins zweite Glied rückte. Da man schon seit einem Jahr ohne stellvertretenden Abteilungsleiter war, konnte niemand nachrücken. Für Kassier Martin Preinesberger und dessen Stellvertreterin Ute Vollmer konnte ebenfalls kein Nachfolger gefunden werden. Bei einer außerordentlichen Abteilungsversammlung sollten sowohl der verwaiste Chefsessel, als auch der "Finanzminister" wieder besetzt werden. Immerhin: Für Jugendleiter Heinz Groß, der nur noch Stellvertreter machte, rückte dessen seitheriger zweiter Mann Willi Hybl ins erste Glied. Die Spielleitung oblag Uwe Bauer, die AH nahm Hermann Kurz jun. unter seine Fittiche und Edmund Mayer übernahm den Job von Schriftführer Herbert Opferkuch, der 16 Jahre lang ehrenamtlich tätig war. Offen war auch noch, ob es weiterhin eine Frauenmannschaft geben würde. Spielleiter Emil Schmohl machte jedenfalls nicht mehr weiter. Eine angedachte Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein zerschlug sich aber, so dass das Frauenteam abgemeldet werden musste. Am 30. September 1988 hellte sich der Himmel über den SVR-Fußballern wieder auf. Bei der außerordentlichen Abteilungsversammlung erklärte sich Jugendleiter Willi Hybl nach langen, zum Teil heftigen Diskussionen bereit, zusätzlich noch die Chefrolle zu übernehmen. Das dringlichste Problem war damit gelöst, der Bankrott und der drohende Verlust der Selbständigkeit abgewendet. Im Soge dieser Personalie konnten auch alle anderen vakanten Positionen bestückt werden. Michael Kroschke wurde zum stellvertretenden Abteilungsleiter gewählt, Manfred Bründl zum Kassier, Manfred Hornung zu dessen Stellvertreter. Damit war die Führungsriege der Abteilung erstmals nach über einem Jahr wieder komplett. Zum 75-jährigen Vereinsjubiläum (23. Juni bis 3. Juli 1988) hatte man sich um den Sennerpokal beworben, vergeblich freilich, da der TSV Neckartenzlingen runde 100 Jahre alt wurde und den Zuschlag erhielt. Die Verantwortlichen bewiesen allerdings Weitblick und hatten frühzeitig die Stuttgarter Kickers fürs Festspiel verpflichtet. Ein Glücksgriff war's, denn die Kicker vom Fernsehturm waren erstmals in die Bundesliga aufgestiegen. Bei der 3:13-Niederlage am Mittwoch, 29. Juni (Anpfiff 18.30 Uhr), vor der damaligen Rekordkulisse von 1000 Zuschauern verkaufte sich der SVR klasse, besonders der junge Dani Ladhari, der einen Treffer erzielte. Jochen Stoll traf zweimal gegen die Schützlinge von Trainer Manfred Krafft. Ari Haan, seinerzeit Coach beim Kickers-Erzrivalen VfB Stuttgart, war als echter "Zaungast" vor Ort, denn er beobachtete den Lokalrivalen von außerhalb des eingezäunten Sportgeländes. Die Autogrammjäger machten nach dem Spiel nicht nur Jagd auf die Kickers-Spieler, nein, auch die SVR-Kicker mussten eifrig ihren Namenszug auf alle möglichen Gegenstände kritzeln. Diese Partie hatte für die SVR-Spieler noch ein Nachspiel, denn Kickers-Stürmer Demir Hotic wurde wegen des Verdachts der Tuberkulose behandelt und die SVR-Recken und alle, die mit den Stuttgartern in Kontakt geraten waren, mussten Monate später zur Untersuchung ins Gesundheitsamt nach Nürtingen. Im Rahmen des Jubiläums spielte der SVR am Donnerstag, 23. Juni, um 19.15 Uhr auch gegen eine Auswahl der Kreisliga B2. Es war ein tolles Spiel, das die "Hirsche" gegen die besten Kicker der Staffel aber mit 3:5 verloren. Die SVR-Tore erzielten Jochen Stoll zum 1:3, Julius Gulyas zum 2:4 und Dani Ladhari zum 3:5. Schade, dass nur 100 Zahlrende dieses tolle Match beäugten. Am Sonntag, 26. Juni, trafen sich Oberligist VfL Kirchheim, Landesligist FV 09 Nürtingen sowie die Bezirksligisten TB Neckarhausen und TSV Wendlingen zu einem Blitzturnier im Aspach. Der VfL schlug den FV 09 im Finale vor 350 Zuschauern knapp mit 2:1 und sicherte sich 1000 Mark Siegprämie. Beim Festabend am Freitag, 24. Juni, in der Gemeindehalle wurden mit SVR-Vorsitzendem Richard Mayer und Ernst Hiller zwei Männer geehrt, die nach dem Krieg als Sportpioniere galten, die Geschicke des Vereins maßgeblich beeinflussten und das Vereinsleben prägten. Sie wurden von Nürtingens Oberbürgermeister Alfred Bachofer mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnet. 1988/89 - Geschäftsstelle wird eingerichtet: Kreisliga B, Staffel 2 Wie im Vorjahr konnte keine B-Jugend gemeldet werden, dafür aber kam die C-Jugend als Staffelzweiter nachträglich in den Genuss des Aufstiegs in die Leistungsstaffel, weil Meister TSV Oberlenningen verzichtete. Zu einem Kurzgastspiel für den SVR wurde der Bezirkspokalwettbewerb, denn in der ersten Runde flog man gegen den späteren Bezirksliga-Meister und Landesliga-Aufsteiger FV Plochingen hochkant raus (1:6). Am Sennerpokal 1988 in Neckartenzlingen (27. Juni bis 3. Juli) nahm der SVR nicht teil. Der 17. März 1989 markiert einen weiteren Eckstein in der SVR-Geschichte, denn die Hauptversammlung beschloss die Einrichtung einer Geschäftsstelle. Es war die längste Tagung unter der Regie von Roland Hiller, der hernach aber zufrieden feststellte: "Es hat sich gelohnt." Neu geschaffen wurde auch die Position des Veranstaltungsleiters, der anstelle der Schriftführerin (diesen Part erfüllte von nun an die erste, aber nicht stimmberechtigte Geschäftsstellenleiterin Gabi Schlotterer) im Ausschuss saß. Eine Sorge trieb die Verantwortlichen freilich um: Wer wird Nachfolger für den nach 18-jähriger Amtszeit in den Ruhestand gehenden Kassier Hermann Kurz sen. (er war zuvor schon 22 Jahre lang Schriftführer)? Weil die Versammlung dem einzigen Kandidaten eine herbe Abfuhr erteilte, musste eine außerordentliche Mitgliederversammlung Klarheit bringen. Roland Hiller (Erster Vorsitzender), Willi Hybl (Fußball), Werner Kotz (Ski), Fritz Schweizer (Sportheimverwalter) und Franz-Martin Kindermann (Veranstaltungsleiter) wurden dagegen gewählt. Wegen Haftungsfragen musste die Satzung abermals geändert und ergänzt werden. Am 2. Juni 1989 fand die Außerordentliche Hauptversammlung im Sportheim statt. Gerd Krause wurde dabei zum neuen Kassier gewählt. Obendrein folgte die Runde dem Vorschlag von Uwe Bauer, sich für den Sennerpokal 1990 zu bewerben, einstimmig. Auch die Fußballer steuerten wieder in ruhigerem Fahrwasser. Die Abteilungsversammlung am 30. Juni 1989 dauerte zwar fast drei Stunden, aber die Problembewältigung war von Erfolg gekrönt, die Kommandobrücke wieder komplett. Der Abteilungsausschuss hatte nun folgendes Aussehen: Willi Hybl (Abteilungsleiter), Bernd Besemer (stellvertretender Abteilungsleiter), Manfred Hornung (Kassier), Martin Preinesberger (stellvertretender Kassier), Edmund Mayer (Schriftführer), Heinz Groß (Jugendleiter), Uwe Bauer und Klaus Besemer (Spielleitung), Hermann Kurz (AH-Leiter) und Andrea Bayer (Spielleiterin Damen).
Nur eine Saison lang ruhte das Leder bei den Frauen, dann meldete der SVR wieder eine Mannschaft. Profitiert hatten die "Hirsche" dabei von der Auflösung der Damenmannschaft der SPV 05 Nürtingen, die aus der Verbandsliga abgestiegen war. Einige Spielerinnen schlossen sich dem SVR an und prompt wurde die Mannschaft, die von Karl-Heinz "Bubi" Mrohs und Günter Zepf trainiert wurde, mit 15:5 Punkten und 23:4 Toren Meister der Kreisliga und stieg in die Bezirksliga auf. Die C-Jugend wurde zwar "nur" Vizemeister, stieg aber ebenfaalls auf. Im Bezirkspokal überraschten die "Hirsche" gewaltig. Direkt aus dem knochenharten Trainingslager in Sibratzhofen gekommen, nahmen sie in der Qualifikation den A-Kreisligisten TSV Neckartenzlingen mit 5:0 aufs Geweih (erst später wurde festgelegt, dass nur "Sicherheitsligisten in die Quali müssen). In der ersten Runde schien man bereits auf der Verliererstraße, lag gegen den TB Holzheim nach einer halben Stunde schon mit 0:2 zurück, kassierte eine Rote Karte und gewann dennoch mit 3:2. Die zweite Runde war dann das Ende der Fahnenstange, denn der TSV Altenriet gewann im Aspach durch einen Foulelfmeter kurz vor Schluss mit 1:0. Vom 19. bis 25. Juni 1989 kämpften 26 Mannschaften beim FV 09 Nürtingen um den Sennerpokal. Landesligist FV 09 war eine Nummer zu groß (1:4), gegen den TSV Raidwangen ging man gar mit 0:5 unter. Aus und vorbei. Vom 8. bis 28. Januar 1990 quartierte sich eine Spezialeinheit der US-Army, die 10. Mountain Division, im Zuge des Manövers "Reforger 90" im Sportheim ein. 84 Soldaten zählte das Kontingent, 30 Fahrzeuge hatten sie mit im Schlepp. Fort Drum, 26 Meilen südlich der kanadischen Grenze im US-Bundesstaat New York gelegen, war ihre militärische Heimat. Brigadekommandeur Colonel Michael Connor und seine Jungs fühlten sich pudelwohl in Reudern: "Die Menschen hier sind sehr freundlich und hilfsbereit, Land und Leute gefallen uns." Auf ein besonderes Ereignis freuten sich die Reuderner Fußballer am 18. Februar 1990, denn der elffache tschechoslowakische Meister Dukla Prag, in dessen Reihen fünf WM-Teilnehmer von Italien 1990 standen, sollte im Aspach gastieren. Spielleiter Uwe Bauer hatte alle Formalitäten mit dem DFB, der UEFA und dem tschechischen Verband geklärt, die Werbung und der Vorverkauf für diesen Leckerbissen lief auf Hochtouren und das Spiel war über Sponsoren auch schon finanziell abgesichert, da spuckte Petrus dem SVR in die Suppe. Nach sintflutartigen Regenfällen sagten Vorsitzender Roland Hiller und Ortsvorsteher Herbert Benker das Spiel ab und verärgerten damit die SVR-Kicker gewaltig, denn am Spieltag hätte man durchaus spielen können. Am 16. März 1990 tagte die Hauptversammlung im Vereinsheim. Wiedergewählt wurden der Zweite Vorsitzende Kurt Stephan, Gesamtjugendleiterin Gudrun Preinesberger, Horst Nusser (Tischtennis) und Dieter Bleher (Leichtathletik), darüberhinaus die Kassenprüfer Ernst Besemer und Werner Scherrer. Die Erweiterung des Gerätehauses wurde wieder ein Thema und bei der Stadt vorgefühlt. Bei der Ausschusssitzung am 28. Mai 1990 wurde die Baumaßnahme beschlossen.Voraussichtliche Kosten: 76 000 Mark. SVR-Vorsitzender Hiller freute sich, dass sich die Geschäftsstelle "absolut bewährt hat", und dass der Verein inzwischen 770 Mitglieder zählte, aber er mahnte auch größeres Engagement an. Eine im Hinblick auf den Sennerpokal angekündigte stationäre Lautsprecheranlage wurde allerdings nie realisiert. Die Fußballabteilung schaffte sich später in Eigenregie eine mobile Anlage an. Am Ostersamstag, 14. April 1990, wurde Frank Guth vom SVR in eine Auswahl berufen, die in Wolfschlugen gegen den mehrfachen isländischen Meister FC Vikingur Reykjavik spielte. Die Nordmänner gewannen mit 7:1, Guth erzielte den Ehrentreffer zum 1:4. Die turbulenten Jahre waren vorbei, die Abteilungsversammlung am 4. Mai 1990 verlief reibungslos und harmonisch wie selten. An der Spitze gab es keinerlei Veränderungen, alle Funktionsträger um Chef Willi Hybl wurden in ihren Ämtern bestätigt. In Rekordzeit war alles abgehandelt und man freute sich auf den bevorstehenden Sennerpokal, der auch diese Versammlung bestimmt hatte. 1990/91 - Sennerpokal in Reudern: Kreisliga B, Staffel 2 Im Bezirkspokal überstand der SVR nur eine Runde, dann folgte wiederum das Aus. Beim TSV Neuenhaus gelang ein 2:1-Sieg, ehe es gegen den A-Kreisligisten TSV Oberensingen eine 1:2-Heimpleite setzte. Das beherrschende Thema des Sommers 1990 war natürlich der Sennerpokal, der auch zu einem absoluten Höhepunkt geriet. Der SVR war der erste Verein, der dieses seit 1983 über sieben Tage gehende sportliche Großereignis vom Saisonende bewusst in die Vorbereitungsphase zur neuen Spielzeit verlagerte - und damit offene Türen einrannte. 24 Mannschaften kämpften vom 16. bis 22. Juli in acht Dreier-Gruppen um die begehrten Trophäen und Preisgelder. Es war eine traumhafte Woche, in der sich kein Wölkchen am azurblauen Himmel zeigte. Die ganze Nacht über lief der Zapfhahn, erstmals lag ein Sennerpokalheft aus und das Fest schweißte die SVR-Familie bei einer phantastischen Stimmung mehr und mehr zusammen. Jeden Tag einen neuen Sonnenbrand und die Akteure auf dem Rasen lechzten bei den tropischen Temperaturen nach Wasser, bestanden diesen Härtetest aber problemlos. Der SVR spielte gegen den TV Unterboihingen und die TSV Oberensingen jeweils 0:0 und schied aus, konnte sich also ganz auf die Bewirtung der in Scharen strömenden Zuschauer konzentrieren - über 5000 Besucher wurden gezählt. Rekordsieger FC Frickenhausen setzte sich in einer wahren Hitzeschlacht im Endspiel vor 500 Fans gegen Titelverteidiger TB Neckarhausen mit 5:3 nach Elfmeterschießen durch, zuvor waren keine Tore gefallen. Dritter wurde der TSV Wendlingen durch einen 2:1-Erfolg über die TSV Oberensingen. Abteilungsleiter Willi Hybl, SVR-Vorsitzender Roland Hiller und die vielen, vielen Helfer aus allen Abteilungen hatten mit dem 31. Sennerpokal ein echtes Highlight gesetzt. Die Nürtinger Zeitung titelte seinerzeit: "Ein Meilenstein in der Geschichte des Sennerpokals - SV Reudern zauberte ein Fest der Superlative." Der Sennerpokal hatte die Vereinsfamilie zusammengeschweißt, wie man es sich vorher nie hätte träumen lassen. Bei der Hauptversammlung am 22. März 1991 vermeldete Roland Hiller einen Mitgliederstand von knapp 850, was vielleicht auch darauf zurückzuführen war. Der Erste Vorsitzende wurde erneut für zwei Jahre gewählt, ebenso wie Kassier Gerd Krause, Willi Hybl (Fußball), Werner Kotz (Ski), Veranstaltungsleiter Franz-Martin Kindermann und Sportheimverwalter Fritz Schweizer. Ohne Murren wurde auch die von der Vorstandschaft beantragte Erhöhung der Mitgliedsbeiträge genehmigt. Ein möglicher Umbau der Gasträume des Vereinsheims und eine überarbeitete Gesamtkonzeption des kompletten Sportgeländes wurde mit zahlreichen Anregungen intensiv diskutiert, ebenso eine Vereinsgeschäftsstelle im Untergeschoss der Gemeindehalle, für die der SVR, der Tennisclub und der Handels- und Gewerbeverein Interesse bekundeten. Erstmals wurde dabei eine mögliche Aufstockung des Vereinsheims ins Gespräch gebracht, um der permanenten Raumknappheit in der Halle zu begegnen. Die Abteilungsversammlung am 21. Juni 1991 wäre um ein Haar ins Wasser gefallen. Der Grund: Beim eigentlichen Beginn war nur der Ausschuss im Vereinsheim vertreten, ehe sich doch noch ein paar Interessierte in den Aspach verirrten und alles regulär abgewickelt werden konnte. Obwohl man auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken konnte, tat man sich bei der Besetzung von Ämtern schwer. Wiedergewählt wurden Jugendleiter Heinz Groß, die Spielleiter Uwe Bauer und Klaus Besemer, AH-Leiter Hermann Kurz jun. sowie Damen-Spielleiterin Andrea Bayer. Stellvertreter für Abteilungsleiter Willi Hybl und den Kassier Manfred Hornung wurden dagegen nicht gefunden. 1991/92 - Mädchen A feiern die Meisterschaft auf dem Feld und werden Hallen-Bezirksmeister: Kreisliga B, Staffel 2 Ein toller Erfolg gelang der Mädchen-A-Mannschaft des SVR, die ungeschlagen Meister der Staffel 4 wurde. Alle 14 Spiele (28:0 Punkte) gewann die Mannschaft von Trainer Henrik Guth und den Betreuern Heiderose Schweizer und Klaus Besemer und hatte dabei ein Torverhältnis von 89:9. Im Winter schon hatten die SVR-Mädchen auf sich aufmerksam gemacht, als sie Hallen-Bezirksmeister geworden waren. Die guten Leistungen blieben auch den Verantwortlichen des Verbandes nicht verborgen, mit Tanja Oßwald und Suzanna Gawran wurden gleich zwei SVR-Mädchen in die WFV-Auswahl berufen. Frühe Bezirkspokalpleite: In der Qualifikation holte sich der SVR bei der TSG Esslingen eine blutige Nase, ging mit 2:7 unter. Vom 1. bis 7. Juli 1991 spielte sich das lokale fußballerische Geschehen in Oberboihingen ab. Beim Sennerpokal gab es ein Novum, denn erstmals zog mit dem TSB eine Mannschaft zurück. Ausgerechnet in dieser Gruppe war der SVR und die kampflos ergatterten Punkte waren auch fast die einzigen für die "Hirsche", die ansonsten nur noch beim 1:1 gegen den TSV Linsenhofen punkteten. Gegen den FC Frickenhausen (2:3) und den TB Neckarhausen (0:4) setzte es Niederlagen. Der 20. März 1992 war der Termin der Hauptversammlung, der Mitgliederstand hatte sich auf über 870 erhöht. Bei den Neuwahlen gab es eine Veränderung auf der Position des Zweiten Vorsitzenden: Für den nicht mehr kandidierenden Kurt Stephan wurde Erich Rüb gewählt. Heute führt er den Verein. Gesamtjugendleiterin Gudrun Preinesberger wurde ebenfalls im Amt bestätigt, für den Veranstaltungsleiter konnte dagegen niemand gefunden werden. Der seitherige Amtsinhaber Franz-Martin Kindermann übernahm nach der Abdankung von Dieter Bleher die Leichtathleten kommissarisch, da keiner bereit war, die Abteilung zu führen. Bernhard Lingner wurde neuer Tischtennis-Abteilungschef. Richtung weisende Entscheidungen wurden aber erst bei einer außerordentlichen Hauptversammlung am 10. Mai 1992 gefällt. Nämlich die, dass man den Verein NK Bratstvo Jedinstvo Nürtingen mit Fußballern aus dem ehemaligen Jugoslawien aufnimmt, nachdem die ausländischen Ligen aufgelöst worden waren. Heftige Debatten entbrannten, letztendlich aber war die Mehrheit für eine Integration. Und zwar nicht als separate Mannschaft, sondern eingebaut in die bestehenden Teams - darin war man sich einig. Ohne die Kicker aus dem ehemaligen Jugoslawien hätte die Abteilung den Laden bei den Aktiven wohl dicht machen müssen, so personell ausgeblutet war die Mannschaft. Dass die technisch sehr versierten Spieler eine große Verstärkung waren, wurde bei einem Probetraining im Sommer schnell klar. Die Hauptversammlung der SVR-Kicker ging am Donnerstag, 11. Juni 1992, über die Bühne und die Runde baute weiter auf die bewährte Spitze: Abteilungsleiter Willi Hybl wurde im Amt bestätigt. Andrea Bayer, eine Expertin in Sachen Vereinssteuerrecht, wurde für Manfred Hornung, der auch Kassier war, als Stellvertretende Abteilungsleiterin in den Ausschuss gewählt und Peter Krumpholz löste Edmund Mayer als Schriftführer ab. Uli Gentner wurde zum Spielleiter gewählt. Bevor die Saison 92/93 angepfiffen wurde, schickte die SVR-Fußballabteilung ein Fossil in den sportlichen Ruhestand. Am Dienstag, 23. Juli 1992, gastierte Oberligist SSV Reutlingen zum "offiziellen" Abschiedsspiel von Uwe Bauer im Aspach. Die Achalmstädter schossen sich beim 19:1-Sieg vor 250 Guckern warm für die Runde und wurden Oberliga-Meister, der Ehrentreffer gelang ausgerechnet "uba" Bauer. 1992/93 - 25-jähriges Bestehen der AH, Mädchen A feiern Meisterschaft, Jugendordnung eingeführt, Relegation wird eingeführt, Auflösung der Ausländerligen: Kreisliga B, Staffel 2 Wie in der Saison zuvor wurden die Mädchen A Staffelmeister mit 21:3 Punkten und 71:16 Toren, wobei über 50 Treffer auf das Konto von WFV-Auswahlspielerin Suzanna Gawran gingen. Der Damenmannschaft war in der Bezirksliga zu Beginn wenig Glück beschieden. Es lief überhaupt nicht rund und Trainer Manfred Oßwald sah im Oktober keine Perspektiven mehr und gab auf. Nachfolger wurde Jürgen Nouvel, unter dem sich die Mannschaft wieder fing und respektable Ergebnisse ablieferte. Am Ende war's Platz 6 unter 9 Teams (6 Siege, 3 Unentschieden, 7 Niederlagen, 18:27 Tore, 15:17 Punkte). Souveräner Meister mit 28:4 Punkten wurde der ASV Aichwald. Nicht so gut lief es für die A-Jugend, die nach glänzendem Start und Tabellenführung aus der Leistungsstaffel kurz vor Saisonende abgemeldet werden und absteigen musste. Die Mannschaft wurde mit 5:35 Punkten (16:62 Tore) Letzter unter 11 Teams. Dagegen wurden die jüngsten SVR-Kicker Staffelmeister: Die F-Jugend setzte sich mit 10:0 Punkten und 31:4 Toren durch. Trainer waren Heinz Groß, Frank Schiller und Tobias Tscharntke. Die Alten Herren feierten im Juli 1992 ihr 25-jähriges Bestehen mit einem Kleinfeldturnier, an dem 10 Mannschaften teilnahmen und das der TB Neckarhausen im Endspiel gegen den TV Neidlingen durch einen 5:4-Sieg nach Neunmeterschießen gewann. Bei herrlichstem Wetter war auch der Jubilar im Einsatz, das Einlagespiel gegen den mit ehemaligen Landesligakickern gespickten SV Zainingen verloren die "Hirsche" mit 2:6. Nicht einmal den Sprung in den offiziellen Wettbewerb des Bezirkspokals schaffte der SVR, denn die 2:5-Pleite beim TB Ruit II bedeutete bereits in der Qualifikation das Ende aller Träume. Beim Sennerpokal in Unterboihingen (20. bis 26. Juli) überstand der SVR nach langer Zeit wieder einmal die Gruppenphase. Nach dem 1:1 gegen die späteren Finalisten SGEH und dem überraschenden 2:1-Erfolg gegen den TSV Wolfschlugen war allerdings im Achtelfinale Endstation. Die TSV Oberensingen überrannte die "Hirsche" mit 5:0. Am Freitag, 19. März 1993, fand im Vereinsheim die SVR-Jahreshauptversammlung statt. Erstmals seit 1984 wurde eine Satzungsänderung nötig und eine darin verankerte Jugendordnung bei neun Gegenstimmen verabschiedet. Damit waren bei Generalversammlungen auch Mitglieder mit 16 Jahren stimmberechtigt (bis dahin erst ab 18 Jahren). Vorsitzender Roland Hiller wurde ebenso wiedergewählt wie Fußballabteilungsleiter Willi Hybl. Der SVR-Fußballboss löste aber am Freitag, 11. Juni 1993, eine schwere Führungskrise in der Abteilung aus, denn er trat bei der Abteilungsversammlung nach fünfjähriger Amtszeit zurück. Seine Stellvertreterin Andrea Bayer war nicht geneigt, aufzurücken. Bei einer außergewöhnlichen Abteilungsversammlung zwei Wochen später am Freitag, 25. Juni, konnte das drohende Aus der SVR-Kicker aber gerade noch abgewendet werden: Markus Wiesenberg wurde zum Abteilungsleiter gewählt und Hermann Krappel übernahm den verwaisten Posten des Spielleiters. Zwei Wochen zuvor waren Hermann Kurz (AH-Leiter), Tanja Günther (Spielleiterin Damen) und Armin Haußmann (Jugendleiter) gewählt worden. Andrea Bayer und Hans-Dieter Czech als Stellvertretende Abteilungsvorsitzende wurden auch bei der Außerordentlichen gewählt. Die Abteilungsspitze war also wieder komplett und funktionsfähig. Seit 1993 findet jedes Jahr auf dem SVR-Sportgelände im Aspach eine praktische dezentrale Trainerschulung statt, die immer sehr gut besucht ist. Viele Größen des WFV-Lehrstabs waren bereits in Reudern. Bevor es in die neue Serie 93/94 ging, wurde ein Torhüter der Extraklasse, der dem SVR jahrelang eine zuverlässige Stütze war, würdig verabschiedet (er half danach freilich immer wieder bis Mitte des ersten Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts kräftig aus, spielte sogar mehrere Spielzeiten durch - von einem richtigen Abschied konnte daher gar keine Rede sein): Günter Zepf. Am Freitag, 9. Juli 1993, gastierte wieder der SSV Reutlingen im Aspach, der Dritte der Oberliga Baden-Württemberg, und gewann mit 11:1. Kemal Islamovic erzielte in der 80. Spielminute vor 300 Zuschauern den Ehrentreffer. Und Ginne Zepf? Der hielt, was zu halten war, wieder einmal wie ein Weltmeister eben. Gerhard Bausch saß dabei erstmals auf der Trainerbank. 1993/94 - SVR-Frauen als Ausrichter der Hallen-Bezirksmeisterschaft, Frauenmannschaft abgemeldet, Seniorentreff eingerichtet, "Ampelkarte" löst Zeitstrafe ab: Kreisliga B, Staffel 2 Die Frauen des SVR übernahm in der Saison 93/94 Henrik Guth. Mit eher mäßigem Erfolg, denn die Mannschaft belegte Platz 7 unter 9 Teams (4 Siege, 3 Unentschieden, 9 Niederlagen, 17:36 Tore, 11:21 Punkte). Meister wurde der TSV Boll mit einem Punkt Vorsprung vor dem ASV Aichwald. Erstmals traten die Kickerinnen als Ausrichter der Hallen-Bezirksmeisterschaft in Erscheinung. In der Nürtinger Theodor-Eisenlohr-Halle sicherte sich der ASV Aichwald seinen ersten Hallentitel vor dem großen Favoriten FV Faurndau. Der SVR belegte in der Vorrundengruppe A bloß Platz 3 und war auf Grund des schlechteren Torverhältnisses draußen, erntete aber allenthalben Lob für die ausgezeichnete Organisation. Das dicke Ende sollte allerdings noch folgen, denn nach der Saison fiel die Mannschaft auseinander. Nach 11-jährigem Frauenspielbetrieb ging nichts mehr, Heide Schweizer teilte dies bei der Abteilungsversammlung Anfang Juni mit. Alle Anstrengungen waren umsonst, auch die angestrebte Fusion mit dem TSV Grötzingen klappte nicht. Kurz vor Saisonbeginn hatte die Gelb-Rote Karte die Zeitstrafe abgelöst. Spieler, Trainer und Unparteiische mussten sich also umstellen. Die D-Jugend des SVR mischte im August 1993 beim vom damaligen Bundestrainer Berti Vogts initiierten Wettbewerb "Fußball macht Freude" mit und belegte beim Finale in Ruit Platz 13. Immerhin die zweite Bezirkspokalrunde erreichten die "Hirsche". Nach dem mühsamen 2:1-Sieg bei den SSF Kappishäusern zog man zu Hause gegen den FK Celik Göppingen mit 5:7 nach Elfmeterschießen den Kürzeren. In Köngen machte die Sennerpokal-Karawane im Jahr 1993 halt (19. bis 25. Juli). 30 Teams waren am Start. Dem SVR wurde schnell der Zahn gezogen (0:4 gegen den späteren Gewinner FV 09 Nürtingen), dann rehabilitierte man sich mit einem 3:2-Erfolg gegen den TSV Wolfschlugen, war aber trotzdem ausgeschieden. Bei der Generalversammlung am Freitag, 25. März 1994, wurde Abteilungsboss Markus Wiesenberg in seinem Amt bestätigt und bei der Abteilungsversammlung am Freitag, 3. Juni 1994, wiedergewählt. Ebenso wie Heinz Groß (Jugendleiter), Manfred Hornung (Kassier), Peter Krumpholz (Schriftführer), Hermann Kurz jun. (AH-Leiter) und die Spielleiter Manfred Oßwald und Willi Hybl (Aktive) und Dieter Czech (Stellvertretender Abteilungsleiter). Im Oktober 1993 realisierte der SVR ein Vorhaben, das den Verantwortlichen schon lange wichtig war: Eine Seniorengruppe wurde gebildet, die sich einmal im Monat im Sportheim trifft. Bis heute wird diese beliebte Einrichtung von den älteren Mitgliedern gerne angenommen und ist nicht mehr wegzudenken. 1994/95 - Dreigestirn an der Abteilungsspitze, entscheidendes Relegationsspiel in Reudern, Württembergische Waldlaufmeisterschaften: Kreisliga B, Staffel 2 Besser als auf dem grünen Rasen präsentierten sich die Reuderner als Organisator des entscheidenden Relegationsspiels an der Schnittstelle Kreisliga A/Kreisliga B. A2-Vertreter TSV Kohlberg besiegte am Sonntag, 18. Juni 1995, vor 800 restlos begeisterten Zuschauern den B3-Zweiten TSV Ötlingen mit 4:3. Der VfR Süßen war zu stark für den SVR, die Filstäler gewannen in der ersten Bezirkspokalrunde im Aspach mit 6:3. Die SPV 05 Nürtingen war 1994 Ausrichter des Sennerpokals (25. bis 31. Juli). Gegen den Gastgeber erreichte der SVR trotz zweimaliger Führung nur ein 2:2, gegen Kreisliga-A-Vizemeister FC Frickenhausen gab es eine 0:8-Packung und schon war's wieder vorbei. Bei der Hauptversammlung am 17. März 1995 im Vereinsheim war Vorsitzender Roland Hiller zehn Jahre im Amt. Er wurde erneut an die Spitze des mittlerweile auf 888 Mitglieder angewachsenen Vereins gewählt. Im Schnellverfahren wurde die Tagesordnung abgehandelt und Hiller überbrachte die freudige Nachricht, dass ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gehen könnte, denn die Pläne zur Gerätehauserweiterung waren genehmigungsreif und von der Stadt kamen auch positive Signale. Gesamtjugendleiterin Gudrun Preinesberger forderte, im Vereinsheim entsprechende Angebote zu schaffen, damit sich die Jugend dort treffen kann. Und sie plante für den 7. Juli erstmals ein Kinderfest. Außer Hiller wurden Gerd Krause (Kassier), Fritz Schweizer (Sportheimverwalter), Franz-Martin Kindermann (Leichtathletik), Werner Kotz (Ski) und Dieter Stephan (Rad) gewählt. Außerdem machte die Verabschiedung einer Jugendordnung eine Satzungsänderung nötig. Der SVR war am 19. März 1995 Ausrichter der Württembergischen Waldlaufmeisterschaften. Große Teilnehmerfelder machten sich auf die vom Dauerregen ausgesprochen tief gewordenen Strecken und so manche Hoffnung blieb im Morast regelrecht stecken. Der SVR erntete trotz der widrigen Wetterverhältnisse großes Lob für die glänzende Organisation dieser Großveranstaltung. Im Rahmen der Vatertagshocketse am Donnerstag, 25. Mai, fungierte der SVR als Ausrichter der vier Kreispokalendspiele der D- und E-Jugend. Besonders erfreulich war, dass auch die D7-Mannschaft der "Hirsche" im Finale war und den Pott mit einem 3:1-Erfolg gegen den TSV Scharnhausen sogar holte. Obendrein machten die D-Jugendlichen das Double perfekt, denn sie wurden mit 24:4 Punkten und 52:19 Toren auch Staffelmeister. Weitere Erfolge der SVR-Jugendkicker: Die E-Jugend wurde mit 23:1 Punkten und 92:23 Toren Staffelmeister (Trainer waren Rudi Fritz, Serhat Ilica und Robert Sprich), die F-Jugend mit 12:2 Punkten und 25:6 Toren ebenfalls. Eine ausgesprochen erfolgreiche Saison also. Der Mittwoch, 14. Juni 1995, war wieder einmal ein ganz wichtiges Datum für die Fußballer, denn bei der Abteilungsversammlung musste ein neuer Abteilungsleiter gefunden werden. Markus Wiesenberg, eigentlich noch für ein Jahr gewählt, konnte aus beruflichen Gründen nicht mehr weitermachen und stellte sein Amt überraschend zur Verfügung. Doch das Interesse war gering wie selten, bloß 14 Mitglieder waren erschienen, so dass Schlimmstes zu befürchten war. Das kleine Häuflein machte allerdings Nägel mit Köpfen und wählte erstmals ein Dreier-Gremium an die Abteilungsspitze: Dieter Czech, Uli Henzler und Uwe Bauer, die sich die wichtigsten Aufgaben teilten. Spielleiter Manne Oßwald und sein Stellvertreter Willi Hybl wurden ebenfalls gewählt, genauso wie Jugendleiter Heinz Groß, AH-Leiter Bernd Unzeitig und Beisitzerin Andrea Bayer. 1995/96 - Umbau des Gerätehauses, Einführung der Drei-Punkte-Regelung und von drei Auswechselspielern: Kreisliga B, Staffel 2 Nur ein Kurzauftritt wurde der Bezirkspokalwettbewerb für den SVR: Nach einem kampflosen 3:0 gegen den AC Ciro Club Esslingen unterlagen die "Hirsche" in der zweiten Runde dem Bezirksligisten FTSV Kuchen mit 1:4. Nicht nur beim Sennerpokal in Wendlingen (31. Juli bis 6. August 1995), als der SVR nach Niederlagen gegen den TV Tischardt (0:1) und den A-Kreisligisten TSV Kohlberg (3:8) wieder früh ausschied, sondern auch beim Teckpotenpokal in Weilheim nahmen die "Hirsche" in der Saisonvorbereitung 95/96 teil. Mit mäßigem Erfolg, man belegte in Gruppe A aber immerhin Platz drei unter fünf Teams. Nur eine Niederlage setzte es (1:4 gegen den TV Neidlingen), gegen den AC Catania Kirchheim gab es ein kampfloses 3:0 und noch zwei Unentschieden gegen den TSV Ötlingen (2:2) und den TSV Oberlenningen (1:1). Bei der Hauptversammlung am Freitag, 22. März 1996, wurde Kurt Lehmann zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Sein Nachfolger Roland Hiller verkündete zur Freude aller, dass nach sechsjähriger Wartezeit die Genehmigung für den Umbau des Gerätehauses endlich erteilt wurde. Zahlreiche Arbeitsstunden leisteten die SVR-Mitglieder. Am 25. Mai wurde bereits Richtfest gefeiert, die Fußballer hatten bis dahin schon 350 Arbeitsstunden auf dem Buckel. Eine Blamage sondergleichen leisteten sich die Mitglieder der Fußballabteilung allerdings am Freitag, 28. Juni 1996, bei der Abteilungsversammlung im Vereinsheim: Ganze neun Interessierte saßen den neun Ausschussmitgliedern gegenüber. Eine Farce. Das im Vorjahr gewählt Dreier-Gremium Czech/Henzler/Bauer wurde im Amt bestätigt. Spielleiter Manfred Oßwald wurde ebenfalls im Amt bestätigt und Jürgen Fuchs löste Bernd Unzeitig als AH-Leiter ab. Kassier Manfred Hornung wurde enorm entlastet, denn Andrea Bayer übernahm die komplette Buchführung auf elektronischem Wege. 1996/97 - Tag des Kinderfußballs und Bezirkspokalendspiel in Reudern: Kreisliga B, Staffel 2 Als ausgezeichneter Gastgeber präsentierten sich die "Hirsche" wieder einmal am Sonntag, 15. Juni 1997, als das Bezirkspokalendspiel erneut im Aspach über die Bühne ging. Um 15 Uhr trafen Bezirksliga-Vizemeister TSV Köngen und A-Kreisligist TSV Linsenhofen vor 600 Zuschauern aufeinander, zuvor duellierten sich die beiden Frauenteams des TSV Denkendorf und des TSV Deizisau, das die Denkendorferinnen mit 6:2 für sich entschieden. Bei den Herren hatte der Außenseiter vom Egart nach langer Gegenwehr am Ende keine Chance und unterlag mit 0:4. Dabei erlebte das neue Gerätehaus, das am Freitag, 27. Juni, offiziell eingeweiht wurde, seine Feuertaufe. Die D7-Jugend des SVR wurde Staffelmeister. 73:18 Tore und 43 Punkte aus 16 Spielen mit nur einer Niederlage und einem Remis lautete die stolze Bilanz. Trainer waren Robert Sprich und Christian Maiwald, Rudi Fritz stand als Betreuer zur Seite. Wieder kein Glück im Bezirkspokal: In der ersten Runde unterlag der SVR dem A-Kreisligisten TSV Denkendorf mit 0:2. Beim Sennerpokal 1996 in Oberensingen (22. bis 28. Juli) flog der SVR wieder früh raus. Nach einer 0:3-Pleite gegen die SSF Kappishäusern rehabilitierte man sich aber im zweiten Gruppenspiel mit einem 2:1-Erfolg über den TSV Altdorf. Die Nürtinger Zeitung und die Kreissparkasse Nürtingen hoben vor der Saison die Fair-Play-Aktion aus der Taufe. Die "Hirsche" belegten allerdings nur Platz 28 unter 36 geführten Teams. Beim Tag des Kinderfußballs tummelten sich am Samstag, 7. Juni 1997, fast 200 Nachwuchskicker der E- und F-Jugend auf dem Sportgelände Aspach. Die SVR-Jugendfußballverantwortlichen hatten eine tolle Spielstraße und einen ansprechenden Parcour für die fußballerischen Aufgaben aufgebaut. Am Ende erhielt jeder junge Spieler ein Präsent aus Schokolade. Trotz einer riesigen Tagesordnung ging die Hauptversammlung am Freitag, 21. März 1997, im Sportheim zügig über die Bühne. Der befürchtete große Hauskrach, weil der Umbau des Gerätehauses mangels Engagement einiger Abteilungen nicht wie geplant umgesetzt werden konnte, blieb aus. Vorsitzender Roland Hiller wurde für zwei weitere Jahre gewählt. Am Freitag, 20. Juni 1997, ging beim SVR eine lange Ära zu Ende, denn Jugendleiter Heinz Groß kandidierte bei der Abteilungsversammlung im Sportheim nicht mehr. Für ihn wurde Thomas Albrecht gewählt. Außerdem gewählt wurden Kassier Manfred Hornung, die Aktiven-Spielleiter Manfred Oßwald und Klaus Besemer und AH-Leiter Jürgen Fuchs. Ute Stoll löste Peter Krumpholz, der weg zog, als Schriftführerin ab. Bei der Fair-Play-Aktion belegte der SVR nur Rang 28 unter 36 gelisteten Teams. 1997/98 - Relegation zur Bezirksliga eingeführt, Stichtag im Jugendfußball geändert, neue Geschäftsstelle: Kreisliga B, Staffel 2 Die D7-Jugend des SV Reudern sicherte sich erneut souverän die Staffelmeisterschaft. 50 Punkte und 102:17 Tore holten die Jungs der Trainer Christian Maiwald und Bernd Eschhold aus den 18 Spielen ohne Niederlage (bloß 2 Unentschieden). Im Kreispokalendspiel unterlag die Mannschaft allerdings dem FV 09 Nürtingen II mit 1:2. Auch die F-Jugend wurde Staffelmeister mit 7 Siegen in 7 Spielen (61:6 Tore). Trainer waren Bernd Nadler, Günter Wache und Thomas Albrecht. Eine Änderung erfuhr vor der Spielzeit der Jugendfußball. Für die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Altersklasse war fortan das Kalenderjahr maßgeblich, der Stichtag 31. Juli wurde aufgehoben. Der WFV und der DFB mussten sich diesbezüglich dem Diktat der FIFA beugen. Für viele Kinder, die zwei verschiedenen Jahrgängen, aber einer Schulklasse angehörten, war dies jedoch nicht gerade angenehm. Immerhin die zweite Runde erreichte der SVR im Wettbewerb um den Bezirkspokal. In der ersten Runde bezwang man den TV Bempflingen mit 3:2, dann unterlag man daheim dem A-Kreisligisten TSV Linsenhofen mit 1:2. Der Sennerpokal fand im Juli 1997 beim TSV Raidwangen statt (28. Juli bis 3. August). Für den SVR war die Vorrunde nach Niederlagen gegen den TSB Nürtingen (2:3) und TSV Wolfschlugen (0:2) Endstation. Eine besondere Aktion initiiert hatte SVR-Jugendleiter Thomas Albrecht am Sonntag, 19. Oktober 1997: Vor dem Punktspiel gegen den TSV Grafenberg gastierten zwei Nachwuchsteams des VfB Stuttgart im Aspach, um gegen die SVR-Alterskameraden Benefizspiele zu Gunsten eines 6-jährigen an Leukämie erkrankten Mädchens aus Wendlingen zu bestreiten. Alle Einnahmen an diesem Tag, auch die Eintrittsgelder der Aktiven und der gesamte Bewirtungsumsatz, flossen auf ein Sonderkonto der Deutschen Knochenmarkspenderdatei. 6233 Mark kamen zusammen. Die F-Jugend des SVR verlor mit 2:8, die D-Jugend mit 5:26, doch als Verlierer musste sich niemand fühlen, denn die Eltern der VfB-Spieler spendeten pro geschossenes Tor 5 Mark. Die Generalversammlung am Freitag, 20. März 1998, im Sportheim war geprägt von langen und bisweilen hitzigen Diskussionen, denn die Vorstandschaft wollte das Problem der Sportheimbewirtschaftung endlich lösen. Über Jahre hinweg gab es immer wieder Unstimmigkeiten und die meisten Abteilungen sahen sich nicht mehr in der Lage, die Sonntagsbewirtung zu übernehmen. Eine Regelung wurde auch gefunden: Else und Manfred Hornung übernahmen die Bewirtung am 1. April. Der SVR hatte in der Steigstraße in der ehemaligen Molkerei eine Geschäftsstelle bezogen, die anderen Vereine in Reudern lehnten es ab, die Räume gemeinsam zu nutzen. Dieter Czech, offizieller Sprecher der Fußballabteilung und Verbindungsglied zum Hauptverein, wurde (stellvertretend für das Dreier-Gremium) für zwei weitere Jahre gewählt. Wiedergewählt wurden auch Erich Rüb (Zweiter Vorsitzender), Gudrun Preinesberger (Gesamtjugendleiterin), Thomas Pfeiffer (Tischtennis) und die Kassenprüfer Werner Scherrer und Ute Stoll. Czech mahnte dabei an, sich Gedanken zu machen, wie Jugendarbeit künftig zu finanzieren sei. Beim SVR tummelten sich seinerzeit etwa 120 Nachwuchskicker. "Ehrenamtliche Tätigkeit in den Vereinen und ständig steigende Gebühren passen nicht zusammen", gab Czech zu bedenken. Die Abteilungsversammlung 1998 ging sehr bald, nämlich schon am Freitag, 8. Mai, im Sportheim über die Bühne. Dieter Czech, Uli Henzler und Uwe Bauer wurden als Führungsgremium bestätigt. Nachdem Trainer Werner Achtzehner seinen Abschied nach nur einem halben Jahr im Aspach recht spät angekündigt hatte, wurde es bei der Suche nach einem neuen Coach recht eng. Schließlich fand man mit Uli Schott aber doch noch einen sehr guten Übungsleiter. Bei der Fair-Play-Aktion belegten die SVR-Kicker Platz 21 unter 36 Teams. 1998/99 - Neues Vereinswechselrecht, Fertigstellung Gerätehaus sowie Wasser- und Abwassermaßnahmen: Kreisliga B, Staffel 2 Die zweite E7-Jugendmannschaft wurde souveräner Staffelmeister mit der Maximalpunktzahl 36 aus 12 Spielen und 125:17 Toren. Trainer waren Thomas Albrecht und Günter Wache. Aus in Runde eins hieß es im Bezirkspokal nach der 0:3-Heimniederlage gegen den Bezirksligisten SF Dettingen. Beim Sennerpokal, der vom 27. Juli bis 2. August 1998 beim TB Neckarhausen im Beutwang stattfand, flog der SVR einmal mehr in der Vorrunde raus. Gegen die TSV Oberensingen (0:3) und den TSV Oberboihingen (1:2) gab es Niederlagen. Am 1. Mai 1999 trat ein neues Vereinswechselrecht in Kraft, mit dem der Vereinswechsel bundesweit vereinheitlicht wurde. Die WFV-Klubs mussten sich ganz schön umstellen, zumal auch die Ablösesummen zwischen den einzelnen Spielklassen festgeschrieben wurden. Bei der Hauptversammlung am 26. März 1999 im SVR-Sportheim wurde Vorsitzender Roland Hiller für zwei weitere Jahre gewählt. Die Fertigstellung des Gerätehauses lag in den letzten Zügen und eine neue Wasser- und Abwasserversorgung wurde ebenfalls fertiggestellt.Obendrein wurde die neue Geschäftsstelle eingeweiht. Nach 25-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit als Abteilungsleiter Ski/Rad wurde Werner Kotz verabschiedet (Rainer Daginnus wurde zu seinem Nachfolger gewählt), ebenso wie Gerd Krause, der zehn Jahre lang Kassier und drei Jahre Tischtennisabteilungsleiter war. Bei den Wahlen konnte kein Kassier gefunden werden, deshalb übernahm Krause das Amt weiterhin kommissarisch. Außer Hiller und Daginnus wurde noch Uwe Müller als Abteilungsleiter Leichtathletik gewählt. Die Abteilungsversammlung fand am 28. Mai 1999 statt. An der Spitze gab es keinerlei Veränderungen. In der Fair-Play-Wertung der Nürtinger Zeitung belegte der SVR Platz 14 unter 35 Mannschaften. 1999/2000 - entscheidendes Relegationsspiel zur Bezirksliga mit Rekordbesuch im Aspach, Strukturreform abgeschmettert, Orientierungsrunde bei der E-Jugend eingeführt: Kreisliga B, Staffel 2 Im Bezirkspokal erreichte der SVR nicht einmal die 1. Runde. In der Qualifikation blieb man bereits hängen, unterlag in heimischer Umgebung dem TSV Beuren mit 0:1. Beim Staffeltag der Jugend-Kreisstaffeln Anfang Juli '99 in Notzingen wurde den Vereinen mitgeteilt, dass ab der Saison 1999/2000 bei den E-Jugendlichen ein neues Spielsystem eingeführt wird. Im Herbst wird seither eine Orientierungsrunde und im Frühjahr eine Meisterschaftsrunde gespielt. Nach diesem Modus spielten später auch D- und C-Jugend. Im Juli 1999 war der FV 09 Nürtingen wieder Gastgeber des Sennerpokalturniers (19. bis 25.). Der SVR verlor zwar sein zweites Match gegen den TSB Nürtingen mit 1:3, schaffte aber dank eines 2:1-Erfolges über den TSV Neckartenzlingen nach langer Zeit wieder einmal das Achtelfinale des siebentägigen Spektakels. In der Runde der letzten 16 folgte aber beim 1:4 gegen den Bezirksligisten TSV Wolfschlugen das Aus. Der Schlussakkord der Saison 1999/2000 erklang auf dem Reuderner Sportgelände im Aspach am Sonntag, 25. Juni, um 16 Uhr und es wurde der absolute Höhepunkt der Serie. Die "Hirsche" erwiesen sich darüberhinaus einmal mehr als glänzende Gastgeber eines rauschenden Fußballfestes. Das entscheidende Relegationsspiel zwischen A2-Vizemeister TSV Jesingen und dessen Lokalrivalen, Bezirksligist TSV Weilheim, lockte sensationelle 1200 Zuschauer an - das ist bis heute Stadionrekord. Die Partie begann wegen des großen Andrangs eine Viertelstunde später. Die Jesinger erzielten in der Nachspielzeit den 2:1-Siegtreffer und stiegen erstmals ins Oberhaus auf. Bei der Fair-Play-Aktion der NZ landete der SVR auf Rang 13 unter 37 Teams. Beim Bezirkstag am Freitag, 26. Mai 2000, in Jesingen sprachen sich die Vereinsdelegierten zwischen Neckar und Fils zwar klar für die vom WFV geplante Strukturreform aus (Reduzierung der Bezirke von 16 auf 12 und Deckungsgleichheit der politischen Landkreise mit den Sportkreisen), aber beim Verbandstag am 8. Juli in Sindelfingen begehrten die kleinen Bezirke auf und ließen die Reform scheitern. Bei der Hauptversammlung am 31. März 2000 im Sportheim waren den Berichten der einzelnen Abteilungen positive Trends zu entnehmen. 822 Mitglieder wurden geführt. Nach Jahren mit erheblichen Investitionen entwickelte sich die Kassenlage erfreulicherweise wieder nach oben. Erich Rüb (Zweiter Vorsitzender), Joachim Daube (als neuer Kassier), Dieter Czech (Fußball) und Thomas Pfeiffer (Tischtennis) wurden in führende Positionen gewählt oder in ihren Ämtern bestätigt. Die Abteilungsversammlung im Jahr 2000 brachte einige Veränderungen. Am Mittwoch, 21. Juni, wurde im Vereinsheim getagt und es hatten sich weitaus mehr Interessierte eingefunden als noch in den Jahren zuvor. Das Dreigestirn an der Spitze wurde gesprengt, denn Dieter Czech zog sich aus beruflichen Gründen zurück und Uli Henzler rückte als Stellvertreter ins zweite Glied. Übrig blieb Uwe Bauer, den die Versammlung auch zum Abteilungsleiter wählte. Nun brauchte man aber noch einen Kassier, denn im seitherigen Führungsgremium oblagen Bauer die Finanzen. Nach langem Hin und Her brach ein junger Bursche das Eis: Christian Gude wurde zum Kassier gewählt und auf einmal ging ein Ruck durch die Versammelten. Jochen Stoll füllte nun die vakante Position des Spielleiters und kündigte frischen Wind an. Er folgte dem aus gesundheitlichen Gründen kürzer tretenden Klaus Besemer. Ute Stoll wurde als Schriftführerin bestätigt und Jürgen Fuchs als AH-Leiter. 2000/2001 - Wechsel an der Spitze, A-Jugend spielt samstags: Kreisliga B, Staffel 2 Im Bezirkspokal verlor der SVR gegen den späteren A2-Meister NK Marsonia Frickenhausen mit 1:6 und war erwartungsgemäß weg vom Fenster. Nachträglich wurde diese Niederlage zwar in einen 3:0-Sieg umgewandelt, weil Marsonia einen nicht spielberechtigten Akteur eingesetzt hatte, doch dieses Urteil fiel zu spät und verpuffte ohne Wirkung. Völlig von der Rolle waren die "Hirsche" beim Sennerpokal vom 24. bis 30. Juli 2000 beim TSV Altdorf. Eine Klatsche gegen die SPV 05 Nürtingen (0:4) und ein 0:2 gegen den FV 09 Nürtingen bedeuteten das frühe Ausscheiden. Platz 17 unter 36 geführten Mannschaften: Der SVR schaffte wieder nicht den Sprung an die Fleischtöpfe der Fair-Play-Aktion. Um den kleinen Vereinen die Möglichkeit zu bieten, ihre ältesten Jugendspieler auch in den aktiven Mannschaften einzusetzen, beschlossen die Vereine bei den Jugendstaffeltagen, dass die A-Jugend nicht mehr Sonntagvormittags, sondern ab der Saison 2000/2001 samstagnachmittags spielt. Die Generalversammlung am 23. März 2001 im Gymnastikraum der Gemeindehalle markierte das Ende einer Ära und läutete eine neue Zeitrechnung ein: Roland Hiller, der den Verein über 16 Jahre lang führte, kandidierte nicht mehr und wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt, sein seitheriger Stellvertreter Erich Rüb wurde zu seinem Nachfolger gewählt. Rund 100 Mitglieder waren gekommen und unterstrichen die Wichtigkeit dieses Abends, der auch zu zahlreichen Ehrungen genutzt wurde. Weil alle Berichte schriftlich auslagen, konnte die umfangreiche Tagesordnung rasch abgearbeitet werden. Unter anderem standen Satzungsänderungen an: Der Vorsitzende hieß nun Vorstandssprecher, die Abteilungsleiter wurden zu Abteilungsvorsitzenden. Außerdem wurde bei 2 Gegenstimmen und 9 Enthaltungen eine Beitragserhöhung abgesegnet und ein Abteilungsbeitrag eingeführt. Neben Rüb wurden gewählt: Gudrun Preinesberger (Stellvertretende Vorstandssprecherin), Joachim Daube (Finanzvorstand), Uwe Bauer (Fußball), Rainer Daginnus (Ski/Rad), Herbert Mathis (Leichtathletik/Jedermann), Thomas Pfeiffer (Tischtennis), Sonja Weckenmann (Jugendvorstand) sowie die Kassenprüfer Werner Scherrer und Ute Stoll. Die Abteilungsversammlung 2001 fand am 17. Mai statt. Und es grollte über dem Aspach. Spielleiter Jochen Stoll war wenige Tage vor der Versammlung zurückgetreten und erhob gegen die Abteilungsspitze schwere Vorwürfe. Uwe Bauer wollte die ein Jahr zuvor eingeschlagene Richtung aber unbedingt fortführen (weil sich ein klarer Aufwärtstrend abzeichnete), entkräftete alle Anschuldigungen und bot trotzdem seinen Rücktritt an, um nicht im Wege zu stehen. Stoll war allerdings nicht bereit, weiterzumachen und so stand man zwar mit einem Abteilungsboss, aber wieder ohne Spielleiter da. Klaus Besemer übernahm schließlich erneut diese Position. Hubert Tischer wurde zum AH-Leiter gewählt, leitete die Geschicke der Senioren bereits seit Januar. Im Jahr 2001 veranstaltete der SVR sein letztes Kleinfeldjugendturnier. Über viele Jahre hinweg war dieses Turnier nach der Saison stets ein Anziehungspunkt für den Nachwuchs. Über 60 Mannschaften beteiligten sich in den Boom-Zeiten, doch nun bröckelte es immer weiter ab und letztendlich war nichts mehr verdient. Ähnlich verhielt es sich mit dem Jugend-Hallenturnier, das die "Hirsche" viele Jahre im Januar veranstalteten. Da die Hallenmiete für die zweitägige Kickerei immer höher wurde, blieb unterm Strich nichts mehr hängen und man entschloss sich, kein Turnier mehr auszurichten. 2001/2002: Kreisliga B, Staffel 2 Der 11. September 2001 wird wohl ewig im Gedächtnis vieler Menschen haften bleiben. Die Terroranschläge von New York und Washington lähmten auch den Sport für kurze Zeit. Der WFV sagte alle Spiele ab, die auf 12. und 13. September angesetzt waren. Zwei Nullnummern gegen den TSV Grötzingen und den TV Bempflingen bescherten dem SVR beim Sennerpokal 2001 in Linsenhofen (23. bis 29. Juli 2001) einmal mehr das vorzeitige Ende. Im Bezirkspokal flog man ebenfalls in Runde eins raus. Bezirksligist TSGV Großbettlingen dominierte im Aspach beim 6:1 klar. Bei der Fair-Play-Aktion belegte der SVR Platz 8 unter 35 Teams, mit 5 Gelb-Roten und 1 Roten Karte belastet. Bei der Hauptversammlung am Freitag, 22. März 2002, im Vereinsheim mahnte der neue Erste Vorsitzende Erich Rüb in seinem ersten Rechenschaftsbericht mehr Toleranz an. Die Ehrenamtsmüdigkeit der meisten Mitglieder machte dem SVR nach wie vor schwer zu schaffen (es wurde beispielsweise kein neuer Finanzvorstand für den scheidenden Joachim Daube gefunden). Dabei galt es wichtige Themen in Angriff zu nehmen, etwa die Neugestaltung des Vereinsheims und der kompletten Sportanlagen. Außerdem wurde angemahnt, dass das Sportheim trotz gewährter Sonderkonditionen nicht wie gewünscht genutzt wird. Bei der Abteilungsversammlung am 21. Juni 2002 im Sportheim gab es ein Stühlerücken. Uli Henzler wurde nach über 20-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit in vielerlei Bereichen verabschiedet. Für ihn wurde Markus Hiller zum Stellvertretenden Abteilungsvorsitzenden gewählt. Kassier Christian Gude machte Platz für Thomas Hiller und Schriftführerin Ute Stoll stand ebenfalls nicht mehr zur Verfügung, sie wurde von Isabel Meister-Hahn abgelöst. Sorgen bereitete vor allem der einbrechende Nachwuchsbereich. Klaus Besemer blieb Spielleiter, Hubert Tischer stand weiter der AH vor. 2002/2003 - entscheidendes Relegationsspiel zur Kreisliga A2 in Reudern - Neues Vereinswechselrecht, durchgängige Relegation bis zur Landesliga: Kreisliga B, Staffel 2 Im Bezirkspokal platzten die Träume schon in der Qualifikation. Auf eigenem Terrain unterlag der SVR dem TV Bempflingen mit 2:4 nach Elfmeterschießen. Hochsommer war's, doch die kühlere Luft der Schwäbischen Alb nutzte im Juli 2002 (22. bis 28.) nichts, als der SVR bei der SG Erkenbrechtsweiler/Hochwang sein erstes Sennerpokal-Gruppenspiel gegen den TSV Grafenberg mit 1:5 verlor. Das 3:4 gegen Bezirksligist TSV Wolfschlugen war zwar achtbar, bedeutete aber wieder das frühe Scheitern. Am 1. November 2002 trat ein neues Vereinswechselrecht in Kraft. Seither gibt es zwei Wechselperioden. In der ersten vom 1. Juli bis 31. August können Sperren mittels festgelegten Ablösesummen umgangen werden, in der zweiten vom 1. bis 31. Januar sind Ablösesummen frei auszuhandeln, ein Spieler benötigt jedoch die Freigabe des abgebenden Vereins. Den guten Ruf der Reuderner als hervorragende Organisatoren und Gastgeber machte sich der Bezirk erneut zunutze und vergab das entscheidende Relegationsspiel zur Kreisliga A, Staffel 2 in den Aspach. Am Mittwoch, 16. Juni 2003 (Anpfiff 18 Uhr), besiegte B3-Vize TASV Kirchheim den A-Kreisligisten NK Marsonia Frickenhausen vor 450 Zuschauern klar mit 5:1 und das türkische Freudenfest war perfekt. Bei der Hauptversammlung am Freitag, 21. März 2003, im SVR-Sportheim wurde das in die Jahre gekommene Klubheim thematisiert. Umbau oder Neubau lautete die Frage. Aus finanziellen Gründen wurde eine großzügig angelegte Planung aber wieder verworfen und eine schrittweise Vorgehensweise in den Folgejahren ins Auge gefasst. Giuseppe Fiore wurde zum Finanzvorstand gewählt, nachdem Joachim Daube aus beruflichen Gründen aufgehört hatte und die Geschäfte vorübergehend von den Abteilungskassieren geleitet werden mussten. Vorstandssprecher Erich Rüb wurde im Amt bestätigt und ging in seine zweite Periode. Ein Jugendvorstand konnte dagegen nicht gefunden werden, weshalb sich die Abteilungsjugendleiter dieses Postens gemeinsam annehmen mussten. Am Freitag, 16. Mai 2003, wurde Uwe Bauer bei der Abteilungsversammlung wieder zum Abteilungsvorsitzenden gewählt. Auch Jugendleiter Thomas Albrecht wurde in seinem Amt bestätigt und AH-Chef Peter Bayer, der im Herbst die Geschäfte der Alten Herren übernommen hatte, wurde einstimmig gewählt. Mit ihm kehrte wieder Ruhe bei den Senioren ein, das Kompetenzgerangel hatte endlich ein Ende. Klaus Besemer kümmerte sich als Spielleiter weiter um die Belange der Aktiven. Beim WFV-Verbandstag in Sindelfingen beschlossen die Delegierten am Samstag, 5. Juli 2003, die durchgängige Relegation. Was im Bezirk Neckar-Fils klein angefangen hatte, entwickelte sich nicht nur im Verbandsgebiet zu einer Erfolgsgeschichte. Von der Kreisliga C bis zur Landesliga hatte nun der Vizemeister die Möglichkeit, ebenfalls aufzusteigen. Herbert Rösch löste Dr. Alfred Sengle als WFV-Präsident ab. Die Begriffe Jugend und Mädchen in den Spielklassenbezeichnungen wurden durch Junioren und Juniorinnen ersetzt. In der Fair-Play-Wertung landeten die "Hirsche" unter 38 geführten Teams abgeschlagen auf Platz 34. 2003/2004: Kreisliga B, Staffel 2 Die F-Junioren wurden Staffelmeister. Das Team von Trainer Gerhard Bausch gewann alle zehn Spiele und kam auf ein Torverhältnis von 75:7. Das obligatorische frühe Aus im Bezirkspokal ereilte den SVR einmal mehr. In der ersten Runde zog man gegen den A2-Aufsteiger TTSB Nürtingen mit 2:6 den Kürzeren. Im Juli 2003 (21. bis 27.) fand der Sennerpokal erstmals beim TSGV Großbettlingen statt, aber auf dem Staufenbühl war dem SVR kein Glück beschieden. Einem 2:2 gegen die TSV Oberensingen folgte ein 1:3 gegen Bezirksligist TSV Neckartailfingen und das Aus war perfekt. In der Fair-Play-Wertung belegte der SVR Platz 13 unter 40 gelisteten Mannschaften. "Wir werden dieses Projekt nicht aus den Augen verlieren", versprach Vorstandssprecher Erich Rüb bei der Generalversammlung am Freitag, 19. März 2004, im Vereinsheim. Anlass waren die leeren Kassen der öffentlichen Hand und der Verbände. Sparmaßnahmen und Zuschusskürzungen waren allenthalben an der Tagesordnung und der SVR musste von seinen ehrgeizigen Umbau- und Renovierungsplänen Abstand nehmen. Sorgen bereitete den Verantwortlichen, dass erneut kein Gesamtjugendleiter gefunden werden konnte. Diese Aufgaben wurden auf die Jugendleiter der Abteilungen verteilt. Immense Probleme mit der Bestückung der Nachwuchsmannschaften durch adäquate Trainer aus dem Aktiven- und AH-Bereich bemängelte Abteilungsboss Uwe Bauer bei der Abteilungsversammlung am Mittwoch, 9. Juni 2004, im Sportheim. Enttäuschung herrschte vor allem auch wegen des schwachen Besuchs. In ihren Ämtern bestätigt wurden Thomas Hiller (Kassier), Isabel Meister-Hahn (Schriftführerin) und Markus Hiller (Stellvertretender Abteilungsleiter). Neu geschaffen wurde die Position des zweiten Abteilungsleiter-Stellvertreters, in die Jürgen Fuchs gewählt wurde. Für den scheidenden Stellvertretenden Jugendleiter Rudi Fritz wurde Beate Bauer gewählt. Die Spielleitung hatte bereits mit Beginn des Jahres 2004 Nicole Ungerer vom gesundheitlich angeschlagenen Klaus Besemer übernommen. 2004/2005 - erster Wintertraum, Strukturreform der Kreisliga B, Württembergs Fußballer streiken: Für ein Novum in der langen Geschichte der deutschen Fußballverbände sorgte der WFV. Aus Protest gegen die Sparpolitik der Landesregierung fand Anfang Dezember in Württemberg kein einziges Fußballspiel statt. Eine Aktion, die ihre Wirkung nicht verfehlte, denn die Übungsleiterpauschalen wurden nicht gestrichen. Im Bezirkspokal musste der SVR wieder mal durch die Mühlen der Qualifikation, schaffte den Einzug in die erste Runde aber mit einem glatten 6:0 gegen den TSV Owen. Dort folgte aber erneut das Aus, als man dem TASV Kirchheim (A2) mit 1:4 unterlag. Die unendliche Geschichte des vorzeitigen Sennerpokal-Scheiterns wurde im Juli 2004 (19. bis 25.) beim VfB Neuffen fortgeschrieben. Bezirksligist SGEH (0:5) und der TSV Altdorf (0:3) waren einfach besser. Bei der Fair-Play-Aktion landete der SVR auf Rang 14 unter 44 Mannschaften. Im Januar 2005 hob die SVR-Fußballabteilung eine Art Winter-Hocketse aus der Taufe, um eine weitere Geldquelle zu erschließen - den Wintertraum, der am Hirschbrunnen stattfand und ebenfalls zu einer ständigen Einrichtung werden soll. Schwedenfeuer und brennende Fässer sorgten für ein tolles Ambiente. Bei der Hauptversammlung des SVR am Freitag, 28. März 2005, im Vereinsheim wurde Erich Rüb erneut an die Spitze des Sportvereins gewählt. Die Mitgliederzahl erreichte fast die magische Marke von 1000, aber die massiven Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand machten auch dem SVR einen Strich durch die geplanten baulichen Maßnahmen. "Ohne Zuschüsse können wir den Umbau nicht schultern", machte Rüb unmissverständlich klar. Erfreulich: Mit Dietmar Mangold konnte nach zweijähriger Vakanz wieder die Position des Gesamtjugendleiters besetzt werden. Am Mittwoch, 1. Juni 2005, wurde bei den SVR-Kickern ein neues Kapitel aufgeschlagen: Für Uwe Bauer wurde bei der Abteilungsversammlung im Sportheim Jürgen Fuchs zum neuen Abteilungsvorsitzenden gewählt. Sorgen bereitete vor allem der Umstand, dass sich kaum aktive oder AH-Spieler als Trainer beim Nachwuchs einbringen. Dies bemängelte auch der wiedergewählte Jugendleiter Thomas Albrecht. Nicole Ungerer (Spielleiterin) und Peter Bayer (AH-Leiter) wurden ebenfalls bestätigt. 2005/2006 - Bezirkspokalfinale und entscheidendes Relegationsspiel zur A2, Tischtennismannschaften aufgelöst: Kreisliga B, Staffel 5 Endlich einmal größere Sprünge machten die "Hirsche" beim Sennerpokalturnier vom 25. bis 31. Juli 2005 beim FC Frickenhausen und damit Neu-Trainer Steffen Oßwald an seiner ehemaligen Wirkungsstätte eine besondere Freude. In den Gruppenspielen wurde der TSV Raidwangen (2:1) und der TV Bempflingen (2:0) geschlagen, im Achtelfinale setzte sich der SVR gegen die SPV 05 Nürtingen mit 2:0 durch, ehe dann im Viertelfinale ein 1:0-Vorsprung gegen den VfB Neuffen nicht reichte (1:2), um in die Vorschlussrunde einzuziehen. Unterm Strich stand aber der hervorragende 5. Platz unter 31 Mannschaften. Im Bezirkspokal fegten die "Hirsche" in der Qualifikation durch den Bergwald und fertigten Gastgeber TSV Ohmden mit 7:1 ab. In der ersten Runde war freilich wieder Endstation, Bezirksliga-Aufsteiger TSV Grafenberg gewann im Aspach mit 5:1. Platz 10 erreichte der SVR in der Fair-Play-Wertung. 46 Teams waren mit dabei. Dass die SVR-Fußballabteilung bei den Verantwortlichen des Bezirks als zuverlässiger und kompetenter Partner geschätzt wird, zeigte einmal mehr die Tatsache, dass die Blauweißen gleich mit zwei "Endspielen" betraut wurden. Am Donnerstag, 18. Mai 2006 (Anstoß 18.30 Uhr), standen sich im Finale des Bezirkspokals die beiden Bezirksligisten TSGV Großbettlingen und TSV Jesingen gegenüber. Im Dauerregen waren bloß 300 Zugucker gekommen und das Sportgelände "Im Aspach" erwies sich wieder als gutes Pflaster für die "Gerstenklopfer" von den Lehenäckern. Die Jesinger sicherten sich erstmals den Pott, gewannen verdientermaßen mit 3:2. 500 Fans pilgerten am Mittwoch, 7. Juni (Anpfiff 18 Uhr), in den Nürtinger Teilort, um das entscheidende Relegationsspiel zwischen A2-Vertreter SF Dettingen und Herausforderer TG Kirchheim zu erleben. Der B6-Zweite konnte die letzte Hürde auf dem Weg in die Kreisliga A aber nicht nehmen, die SFD gewannen verdient mit 2:0 und blieben oben. Kein Ruhmesblatt für Gemeinde, Verein und örtliche Gruppierungen war die Entwicklung in der Tischtennisabteilung. Nach jahrelangen Versuchen, den stetigen sportlichen Aufstieg in Form von mehr Trainingszeiten weiterhin zu gewährleisten, sahen sich die Verantwortlichen um den Abteilungsvorsitzenden Thomas Pfeiffer gezwungen, ihr Glück beim Nachbarverein TSV Oberboihingen zu suchen. Die Abteilung wurde zwar nicht aufgelöst, aber alle Mannschaften wechselten komplett zum TSVO. Ein herber Verlust für den SVR, nach 22 Jahren gab es kein Tischtennis mehr in Reudern. Bei der Generalversammlung am 17. März 2006 im vereinseigenen Heim verkündete Vorstandssprecher Erich Rüb voller Stolz, dass der Verein mehr als 1000 Mitglieder hat. Fehlende Fördermittel rissen ein Loch von rund 4000 Euro in die Vereinskasse, so dass die Sportheimrenovierung erneut nicht richtig voran kam. Die defekte Heizung war im Jahr zuvor ersetzt worden, im Spätsommer machten sich die Fußballer daran, das Dach zu erneuern. Weil man keine finanziellen Abenteuer eingehen wollte, hielt man an der schrittweisen Sanierung fest. Die Abteilungsversammlung fand am Mittwoch, 19. Juli 2006, im Vereinsheim statt. Jürgen Fuchs forderte in seinem ersten Rechenschaftsbericht vor allem mehr Engagement der Mitglieder ein. Einmal mehr wurden dringend Jugendtrainer gesucht. Wiedergewählt wurden Thomas Hiller (Kassier), Isabel Meister-Hahn (Schriftführerin) und die Stellvertretende Jugendleiterin Beate Bauer. Der Posten des Stellvertretenden Abteilungsleiters blieb jedoch unbesetzt. Klaus Besemer stieg wieder voll mit ein und bekleidet seither die Position des Spielleiters zusammen mit Nicole Ungerer. Peter Bayer ging in seine letzte Amtszeit. 2006/2007 - Erstmals eine zweite Mannschaft in Konkurrenz, 75-jähriges Abteilungsjubiläum: Kreisliga B, Staffel 5 u. 6 Sieben Nachwuchsmannschaften stellte der SVR im Jubiläumsjahr, lediglich die B-Junioren konnten nicht besetzt werden. Im Juli 2006 lockte der Sennerpokal hinauf aufs Waldheim zur SPV 05 Nürtingen (24. bis 30.). Für den SVR war's wieder einmal ein kurzer Abstecher, denn nach dem 0:0 gegen den TSV Neuenhaus flog man nach einer 0:4-Niederlage gegen Landesliga-Aufsteiger TSGV Großbettlingen raus. Wieder in der Qualifikation, doch der SVR nahm diese Pokalhürde mit einem 3:1-Heimsieg gegen den TSV Weilheim II. Es war der Grundstein, um endlich mal wieder etwas größere Sprünge zu machen. In der ersten Runde boxten Oßwald & Co. den A-Kreisligisten AC Catania Kirchheim raus (2:1 nach Verlängerung), in der 2. Runde setzte man sich bei der SG Eintracht Sirnau II knapp mit 2:1 durch. Die 3. Runde war dann aber doch gleichbedeutend mit dem Aus, dem A2-Vertreter TV Neidlingen unterlag man trotz guter Leistung mit 2:4. Im elften Jahr der Fair-play-Aktion wurde der SVR endlich belohnt. Mit nur einer Ampelkarte belastet belegten die "Hirsche" Platz 2 unter 47 Teams und durften sich über ein Preisgeld von 750 Euro freuen. Bei der Hauptversammlung am Freitag, 23. März 2007, im Vereinsheim wurde Erich Rüb als Vorstandssprecher wiedergewählt. Doch insgesamt konnte er kein farbenfrohes Bild zeichnen, denn beim inzwischen 977 Mitglieder starken SVR machte sich zunehmend Amtsmüdigkeit breit. Weder ein Finanzvorstand (für Giuseppe Fiore, der nach vier Jahren nicht mehr kandidierte), noch ein Gesamtjugendleiter (für Dietmar Mangold, der nach zwei Jahren wieder ausstieg) wurde gefunden, der Vorstandsposten für Mobilien und Immobilien war ja schon seit Jahren verwaist. Die Renovierung des Vereinsheims machte dagegen Fortschritte, dank der Fußballabteilung. Doch auch hier waren nur wenige Personen im Einsatz. Das Dach wurde im Sommer 2006 saniert und die alte Umkleidekabine sowie die Schiedsrichterkabine wurden im März 2007 in Angriff genommen. Die Fußballabteilung feiert im Jahr 2007 ihr 75-jähriges Jubiläum. Unter anderem mit einem AH-Turnier am 12. Mai, das gleichzeitig ein Qualifikationsturnier zur ersten WFV-Ü30-Kleinfeldmeisterschaft war und vom FV 09 Nürtingen durch einen 1:0-Endspielsieg über den TB Neckarhausen gewonnen wurde. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr aber kämpften die Alten Herren damit, Verantwortliche zu finden. AH-Leiter Peter Bayer hatte schon Jahre zuvor angekündigt aussteigen zu wollen, jetzt, nachdem auch eine außerordentliche AH-Versammlung am 29. November 2006 keine wesentlichen Fortschritte gebracht hatte, war Schluss: Am 26. Januar 2007 legte er nach insgesamt über fünfjähriger Tätigkeit als erster und zweiter AH-Leiter endgültig die Akten zur Seite. Seither ist die SVR-AH ohne reguläre Führung und dementsprechend auch schlecht im Ausschuss vertreten. Klaus Besemer und Nicole Ungerer kümmerten sich kommissarisch um den "Papierkrieg", um wenigstens den Fortbestand zu gewährleisten. Begonnen hatten die Feierlichkeiten allerdings schon am 6. Januar mit dem 19. AH-Hallenfußballturnier des SVR in der Nürtinger Neckarsporthalle. Der TSV Raidwangen setzte sich im Endspiel des mit zwölf Teams besetzten Turniers mit 1:0 gegen die SG Tischardt/FV 09 Nürtingen durch. Auch der 3. Wintertraum am 13. Januar stand unter dem Motto "75 Jahre Fußball beim SVR". Am 21. und 22. Juli soll nun noch das Ortsturnier und ein Sporttag für den gesamten Ort stattfinden. Am 6. Oktober steht der offizielle Festakt in der Gemeindehalle an, bei dem auch eine umfangreiche Bildergalerie zu sehen sein soll. Zum Abschluss der Festlichkeiten des Jahres 2007 präsentiert die SVR-Fußballabteilung schließlich am 3. November "Die Kleine Tierschau" in der Gemeindehalle - musikalische Comedy in Vollendung. Das Trio von der Ostalb feiert heuer ebenfalls ein Jubiläum, tourt seit nunmehr 25 Jahren durchs Land. Ausgerechnet im Jubiläumsjahr überschlugen sich aber die Ereignisse und beschworen eine der schwersten Krisen der Abteilungsgeschichte herauf. Als eine erstmals erarbeitete Festschrift der Abteilung Ende Juni veröffentlicht wurde, war sie bereits überholt. Zum Zeitpunkt der Drucklegung hatten sich schon entscheidende Veränderungen ergeben. Die Situation in der Abteilung eskalierte nämlich zunehmend, so dass Vorsitzender Jürgen Fuchs nach zweijähriger Amtszeit am 12. Juni zurücktrat. Da kein Stellvertreter gewählt war, übernahm Vorstandssprecher Erich Rüb das Amt kommissarisch. Auch Spielleiterin Nicole Ungerer nahm am 23. Juni ihren Hut und Klaus Besemer musste die Amtsgeschäfte in Alleinregie weiterführen. Bei der Abteilungsversammlung am Mittwoch, 11. Juli 2007, im Vereinsheim wurde bewusst darauf verzichtet, dreckige Wäsche zu waschen. Es ging um Wichtigeres, denn die Existenz der Abteilung stand wieder einmal auf dem Spiel. Uli Henzler und Uwe Bauer kehrten in die Funktionärsriege des SVR zurück, die Versammlung wählte beide für ein Jahr an die Spitze der Abteilung. Voraussetzung war, dass junge Leute mit ins Boot stiegen. Mit René Feuchter (Stellvertretender Abteilungsvorsitzender), Marc Wagner und Sven Kurz (Beisitzer) wurde dies auch erfüllt. Jugendleiter Thomas Albrecht wurde ebenfalls für zwei weitere Jahre gewählt. Henrik Guth übernahm die Geschicke der Alten Herren. Probleme gab es freilich noch in der Form, dass viele Jugendtrainer aufhörten und trotz intensiven Bemühungen keine Nachfolger gefunden werden konnten. Die Hoffnungen setzte man auf einen erstmals anberaumten Elternabend einen Tag später im Klubheim. 2007/2008 - Tischtennisabteilung wird wieder munter:Kreisliga B, Staffel 5 und 6 Beim Sennerpokal, der vom 23. bis 29. Juli auf dem Staufenbühl beim TSGV Großbettlingen stattfand, ging der SVR völlig leer aus - null Punkte, null Tore. Gegen die Kreisliga-A-Aufsteiger SPV 05 Nürtingen (0:1) und TFC Köngen (0:2) unterlag man ebenso wie der TSV Oberensingen (0:2) und war draußen. Immerhin in Runde 2 schaffte es der SVR im Bezirkspokal. Erstmals hatten die "Hirsche" zwei Teams im Wettbewerb, die Erste scheiterte allerdings schon in der Qualifikation am VfL Kirchheim II mit 2:4 nach Verlängerung. Dabei hatte man bis zur 89. Spielminute mit 2:1 geführt. Es war allerdings ganz gut so, denn zwei Teams hätten eine Woche später unmöglich spielen können (Urlaub und Verletzte). Die eigentliche Zweite spielte also in der fast identischen Besetzung wie eine Woche zuvor und schlug den A-Kreisligisten TV Neidlingen mit 2:1. In der 2. Runde war allerdings Endstation gegen den A1-Vertreter TSV Wernau (1:6). Bei der Fair-play-Aktion verpassten die SVR-Teams den Sprung auf die Prämienränge. Die Zweite landete mit 5 Strafpunkten auf Platz 14 (1 Rote Karte, 1 Gelb-Rote Karte), die Erste weit abgeschlagen auf Position 36 (2 Rote Karten, 3 gelb-Rote Karten). In der Tischtennisabteilung regte sich wieder was. Treibende Kraft war Timo Berger. Eine aktive Mannschaft wurde wieder gemeldet und stieg in den Spielbetrieb ein. Rund 250 Gäste waren am Samstag, 6. Oktober 2007, der Einladung des SVR gefolgt, um das 75-jährige Bestehen der Fußballabteilung zu feiern. Beim Festakt in der Gemeindehalle, dem der Swingchor des Liederkranzes und die Trachtenkapelle des Musikvereins einen würdigen feierlichen Rahmen verliehen, war die Zahl der Gratulanten groß. Nürtingens Oberbürgermeister Otmar Heirich, Ortsvorsteher Matthias Ruckh, der Vorsitzende des Liederkranzes, Helmut Haußmann (stellvertretend für die Reuderner Vereine) und Bezirksvorsitzender Karl Wieland überbrachten die besten Wünsche, Geschenke und Erinnerungstafeln von DFB und WFV. Wieland ehrte überdies Fußballjugendleiter Thomas Albrecht für zehnjährige Tätigkeit mit der bronzenen Jugendleiter-Ehrennadel des WFV. Die Fußballabteilung zeichnete stellvertretend für alle Ehrenamtlichen, die sich in den 75 Jahren für die SVR-Kicker eingesetzt haben, Helmut Unzeitig, Walter Schnepf, Hermann Kurz jun. und Klaus Besemer mit der silbernen SVR-Ehrennadel aus. Beim Treffen ehemaliger Mannschaftskameraden - geladen waren alle Trainer und Spieler der aktiven Meistermannschaften - wurden viele Anekdoten ausgetauscht, die Vergangenheit wieder wachgerufen und bis in die frühen Morgenstunden bei Preisen wie zu grauer Vorzeit gefeiert. Besonderer Aufmerksamkeit erfreute sich auch eine umfangreiche Bildergalerie. Am Samstag, 3. November 2007, klang das Jubiläumsjahr der SVR-Kicker offiziell aus, mit dem Gastspiel der Kleinen Tierschau. Die musikalischen Comedians von der Ostalb füllten die Reuderner Gemeindehalle bis auf den letzten Platz und begeisterten mit ihrem Jubiläumsprogramm, denn auch sie feierten einen Geburtstag, das 25-jährige Bühnenjubiläum. Es war ein überaus gelungener Abend, den die Fußballer trotz des großen Aufwands bei Auf- und Abbau glänzend bewältigten. Premiere im Aspach: Am Samstag, 24. November 2007, wurden erstmals bewegte Bilder vom SVR produziert, die tags darauf im Internet heruntergeladen werden konnten. Und zwar auf der Seite der Nürtinger Zeitung. Das Spitzenspiel gegen den TV Unterboihingen ging allerdings mit 0:3 in die Hosen. Am Freitag, 14. März 2008, fand im SVR-Sportheim die Hauptversammlung statt, die mit 60 Personen sehr gut besucht war. Es war eine eminent wichtige Weichenstellung, denn der Verein musste sich für die Zukunft wappnen. Da immer weniger Mitglieder bereit waren, ins Ehrenamt zu gehen (obwohl Vorstandssprecher Erich Rüb ein Jahr lang gebetsmühlenartig versucht hatte, die Situation zu verbessern), bereitete die Vorstandschaft erstmals nach 2001 wieder eine Satzungsänderung vor, die es den Verantwortlichen ermöglichte, Tätigkeiten für den Verein zu vergüten. Dafür musste natürlich auch der finanzielle Rahmen erweitert werden. Außerdem wurde beschlossen, dass die SVR-Funktionäre Doppelfunktionen übernehmen können. Die Versammlung segnete sowohl die neue Satzung, als auch die Beitragserhöhung mit großer Mehrheit und ohne große Diskussionen ab. Erfreuliches auch bei den Neuwahlen, denn fast alle Positionen konnten problemlos besetzt werden. Für die Stellvertretende Vorstandssprecherin Gudrun Preinesberger, die nach über 20 Jahren im Ehrenamt nicht mehr kandidierte, wurde Henrik Guth, der auch die Geschicke der AH-Fußballer lenkt, gewählt. Auch für die jahrelang verwaiste Position eines Vorstandes für Mobilien und Immobilien wurde eine Lösung gefunden: Der Gewerbe- und Handelsverein Reudern wurde mit ins Boot genommen und wird sich künftig um diese Belange kümmern. Ferner wurden gewählt oder in ihren Ämtern bestätigt: Rainer Daginnus (Jugendleiter), Tobias Kotz (Jugendsprecher), Heinz Höterkes (Tischtennis), Uli Henzler und Uwe Bauer (Fußball), Andreas Braun (Ski/Rad) sowie die Kassenprüfer Werner Scherrer und Ute Stoll. Weiterhin vakant ist die Position des Veranstaltungsleiters. Da auch kein Kassier gefunden werden konnte, griff gleich der neue Satzungsparagraf der Doppelfunktion: Erich Rüb übernahm die Verantwortung für die Finanzen für ein Jahr. Die 28. Vatertagshocketse der SVR-Fußballer ging nach drei witterungsbedingt schwierigen Jahren endlich wieder bei herrlichstem Sonnenschein über die Bühne. Es war eine extrem seltene Konstellation, denn der Vatertag fiel ausgerechnet auf den 1. Mai. Eingebettet in dieses voll besetzte Fest waren die Bezirkspokalendspiele der B- und C-Junioren. Das Spiel der A-Junioren zwischen der TG Böhmenkirch und dem FTSV Kuchen musste abgesetzt werden, da ein Sportgerichtsverfahren aus dem Halbfinale anhängig war. Bei den C-Junioren bezwang der TV Nellingen vor 200 Zuschauern den TSV Köngen klar mit 11:0, bei den B-Junioren war der TV Nellingen unter sich. Die TVN-Zweite bezwang dabei überraschend die erste Garnitur mit 2:0. Am Dienstag, 20. Mai 2008, war der Besuch der Abteilungsversammlung ausgesprochen dürftig. Sowohl von den Aktiven, als auch von der AH oder der Jugend war das Interesse wenig berauschend. Ganze 30 Personen hatten sich alles in allem im Vereinsheim eingefunden. Es konnten auch nicht alle Positionen besetzt werden. Es waren eminent wichtige Posten, die vakant blieben, denn Spielleiter Klaus Besemer (nach weit mehr als 20 Jahren im Ehrenamt) und Kassier Thomas Hiller (nach 6 Jahren) stellten sich nicht mehr zur Wahl. Wie 20 Jahre zuvor trat damit eine gefährliche Situation ein, die die Verantwortlichen in den nächsten Wochen beschäftigte. Immerhin stellte sich das Duo Uli Henzler/Uwe Bauer wieder als Abteilungsspitze zur Wahl und auch Schriftführerin Isabel Meister-Hahn und die stellvertretende Jugendleiterin Beate Bauer wurden einstimmig gewählt. Bereits im Februar hatte die AH mit Henrik Guth nach über einem Jahr ohne offizielle Führung wieder einen Chef und mit Günter Zepf einen Stellvertreter gewählt. Erfreulich: Die Renovierung der alten Umkleidekabine war im April abgeschlossen worden, nun stand die Auswechslung der Umrandung des alten Platzes an, was allerdings die Stadt Nürtingen nach der Saison in Angriff nahm. Die Maßnahme wurde rechtzeitig vor dem Beginn der neuen Spielzeit vollendet. 2008/2009:Kreisliga B, Staffel 5 und 6 Erfolgserlebnis beim Sennerpokal 2008 beim TSV Raidwangen (21. bis 27. Juli): Der SVR erreichte nach einem 0:0 gegen den A-Kreisligisten TSV Oberboihingen und einem 1:0 über die TSV Oberensingen das Achtelfinale. Dort war dann aber gegen den großen Turnierfavoriten, Rekordsieger und Titelverteidiger FC Frickenhausen, Endstation. Der Verbandsligist gewann mit 4:1, wobei Markus Hiller nach dem 0:4 vom Anstoßpunkt weg ein Traumtor gelang. Der SVR hatte sich sehr gut präsentiert. Im Bezirkspokal hatte der SVR wieder zwei Teams am Start, doch für die Erste war schon in der Qualifikation Endstation (0:2 gegen den TSV Kohlberg). Die Zweite, die eine Woche später auf Grund vieler Urlauber fast identisch mit dem Team der Vorwoche war, überraschte in der ersten Runde gegen den A-Kreisligisten FC Unterensingen und gewann mit 4:3. Beim TSV Wolfschlugen war aber in der zweiten Runde ebenfalls Schluss (1:4). Bei der Fair-Play-Aktion schnitt der SVR erneut hervorragend ab. Bloß eine Gelb-Rote Karte stand für die erste Mannschaft zu Buche, so dass man hinter dem TSV Neckartenzlingen, der als einziger ohne Strafpunkt blieb, Platz 2 belegte. Das Preisgeld musste man allerdings mit 4 weiteren punktgleichen Teams teilen. die SVR-Zweite landete mit einer Roten Karte belastet auf Rang 24 unter 58 Mannschaften. Am Samstag, 7. Februar, starteten die SVR-Fußballer einen neuen Versuchsballon. Zusammen mit dem Verein zur Förderung der Volksmusik, dem Aspach-Buam-Verein, wurde an der Kelter in Reudern der 1. Hüttenzauber veranstaltet. Den Wintertraum gab es damit nicht mehr. Guggenmusik und die Aspach Buam sorgten für Unterhaltung in der Hoffnung, dass diese Veranstaltung zu einer festen Größe im gesellschaftlichen Leben Reuderns werden wird. Bei der Hauptversammlung am Freitag, 21. März 2009, im Vereinsheim wurde Erich Rüb einstimmig im Amt des Vorstandssprechers bestätigt und (in Ermangelung eines Kandidaten) gleichzeitig für ein Jahr zum Finanzvorstand bestimmt. Ebenfalls einstimmig gewählt wurden Timo Berger (Veranstaltungsleiter) und Tobias Kotz (Jugendsprecher). Ulrich Henzler und Uwe Bauer (Fußball) sowie Jürgen Rokenbauch und Peter Dannhäuser (Tischtennis) wurden an der Spitze ihrer Abteilungen bestätigt. Neben dem Auftrag an die Vorstandschaft, Energieeinsparmöglichkeiten und Sanierungsmaßnahmen am Sportheim zu prüfen und umzusetzen beschloss die Versammlung, der rund 50 Mitglieder beiwohnten, eine Geschäftsordnung für die Vorstandschaft. Ein Antrag der Abteilung Ski/Rad wurde ebenfalls positiv beschieden, beide Sparten gehen jetzt als eigenständige Abteilungen eigene Wege. Noch beschämender als ein Jahr zuvor war die Resonanz bei der Abteilungsversammlung am Dienstag, 12. Mai 2009, im Vereinsheim. Ganze 25 Hansel verirrten sich in den Aspach und so gab es bei den Verantwortlichen natürlich lange Gesichter. Denn die Probleme, die aufgezeigt wurden, stellten die Abteilung vor große Herausforderungen. Vor allem im Nachwuchsbereich drückte der Schuh, denn es fehlten Jugendtrainer an allen Ecken und Enden. Beate Bauer, die an diesem Abend für den nach 12 Jahren nicht mehr kandidierenden Thomas Albrecht zur Jugendleiterin gewählt wurde, malte ein Horrorszenario an die Wand, nämlich bloß zwei Jugendteams melden zu können, wenn sich nichts ändere. Nicht besetzt werden konnten auch die Position des Kassiers und des Spielleiters der Aktiven (mit Beginn der Spielzeit konnte dieses wichtige Amt aber mit Dietmar Mangold und Manfred Oßwald besetzt werden). Eine Abteilungsordnung wurde verabschiedet, die den Verantwortlichen mehr Gestaltungsspielraum gewährt. Neben der neuen Jugendleiterin wurden gewählt: René Feuchter (Stellvertretender Abteilungsleiter), Heinz Naves (AH-Leiter) und die beiden Beisitzer Michael Hanninger und Patrick Leim, die Sven Kurz und Marc Wagner ablösten. Alle Beschlüsse und Wahlen erfolgten einstimmig. 2009/2010:Kreisliga B, Staffel 5 und 6 Beim 50. Sennerpokal, der vom 26. Juli bis 2. August im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums des FV 09 Nürtingen mit der Rekordteilnehmerzahl von 32 Vereinen erstmals über acht Tage ausgetragen wurde, blieb der SVR in der Gruppenphase hängen. Nach einer 0:2-Pleite gegen die TSV Oberensingen und einem 3:0-Sieg über den TFC Köngen fehlte nur ein Treffer zum Einzug ins Achtelfinale. Im Bezirkspokal war für die Erste bereits Endstation, noch bevor der Wettbewerb überhaupt begonnen hatte. Am Donnerstag, 6. August, geriet der SVR in der Qualifikation beim TSV Wolfschlugen mit 0:8 unter die Räder und war damit sogar noch gut bedient. Am Sonntag, 16. August, war das Pokalabenteuer für den SVR einmal mehr sehr früh komplett beendet, denn auch die Zweite zog gegen Bezirksliga-Absteiger TSV Notzingen mit 0:4 den Kürzeren. Kein Preisgeld verdienten sich die Reuderner Fußballer bei der 14. Auflage der Fair-Play-Aktion von Nürtinger Zeitung und KSK Nürtingen. Die SVR-Erste belegte mit 4 Strafpunkten (4 Gelb-Rote Karten) Rang 14, die Zweite folgte mit einer Roten Karte und 3 Ampelkarten (5 Strafpunkte) dicht dahinter auf Platz 18. Die E-Junioren des SVR feierten nach langer Zeit wieder eine Meisterschaft. In der Kreisstaffel 18 waren die Jungs nach der regulären Runde punktgleich mit der SPV 05 Nürtingen (je 25 Zähler aus 10 Spielen), gewannen dann aber das Entscheidungsspiel in Neckartailfingen mit 4:3 und jubelten ausgelassen. Trainer waren Bernd Lamminger und Nico Czech, Heinz Groß fungierte als Betreuer. Bei der Hauptversammlung im SVR-Vereinsheim, die am Freitag, 19. März 2010, stattfand, standen Umbau- und Renovierungspläne des Sportheims im Mittelpunkt. Vorstandssprecher Erich Rüb stellte die Pläne vor, die noch im März zur Genehmigung eingereicht werden sollten. Mit dem ersten Bauabschnitt, so war's geplant, sollte noch im Jahr 2010 begonnen werden. Die ganze Maßnahme, so die Planungen, wurde auf drei Jahre angelegt, sollte ohne große Verschuldung über die Bühne gehen und bis zum 100-jährigen Jubiläum 2013 abgeschlossen sein. Einstimmig gewählt wurden Henrik Guth (Stellvertretender Vorstandssprecher), Rainer Daginnus (Jugendleiter), Thorsten Wriske und Jens Bommel (Vorsitzende Abteilung Leichtathletik/Jedermann), Jochen Schwab (Vorsitzender Abteilung Rad), Andreas Braun (Vorsitzender Abteilung Ski), Gert Besemer (Mobilien/Immobilien) und die Kassenprüfer Werner Scherrer und Ute Stoll. Da erneut kein Kassier gefunden werden konnte, führte Erich Rüb die finanziellen Geschäfte weiterhin kommissarisch. Karl Stradinger, Vorsitzender des Fußballbezirks Neckar-Fils, überraschte die Versammlung mit einer Ehrung, er zeichnete Uwe Bauer mit der Silbernen WFV-Ehrennadel aus. Am Mittwoch, 2. Juni 2010, fand im Vereinsheim im Aspach die Abteilungsversammlung statt. Gut 30 Anwesende sorgten für einen besseren Besuch als ein Jahr zuvor und verliehen der Verabschiedung von Abteilungsleiter Uli Henzler und Schriftführerin Isabel Meister-Hahn einen würdigen Rahmen. Allerdings gab es aus Sicht der Verantwortlichen auch einen Wermutstropfen, denn für die anstehende Verbandsrunde konnte erstmals seit den 1970er-Jahren nur eine aktive Mannschaft gemeldet werden. Die immer dünner werdende Personaldecke hatte diesen Schritt unumgänglich gemacht. Spielertrainer Steffen Oßwald verlängerte um ein Jahr, Spielleiter Dietmar Mangold und Betreuer Manfred Oßwald wurden bestätigt. Mit Hermann Kurz zog sich dagegen ein Urgestein des SVR nach Jahrzehnten im Ehrenamt zurück. Zuletzt war er Co-Trainer bei den Aktiven, er erklärte sich aber bereit, als Torwarttrainer immer wieder Mal mitzumachen. Neu in die Abteilungsspitze gewählt wurde mit Martin Weiler ein ganz junger Mann, der zusammen mit Uwe Bauer die Geschicke in die Hand nahm. Als Kassier wurde Bettina Fuchs gewählt, die die vakante Position endlich ausfüllte, und Julian Fischer zum Beisitzer bestimmt. Alle Wahlen erfolgten einstimmig. Die Position des Schriftführers übernahm ebenfalls Bettina Fuchs. 2010/2011 - Final Four: Kreisliga B, Staffel 5 In der ersten Runde des Bezirkspokals war bereits Endstation für den SVR. Nachdem man einmal mehr in die Qualifikation gelost wurde und beim TSV Linsenhofen im zweiten Anlauf am Donnerstag, 12. August, mit 6:2 gewann (am ursprünglichen Termin am Sonntag, 8. August, fiel die Partie regelrecht ins Wasser), zogen die "Hirsche" am Sonntag, 15. August, gegen Bezirksliga-Aufsteiger VfL Kirchheim II mit 0:8 den Kürzeren. Am Ende der Saison wurde der Bezirkspokalsieger erstmals nach dem Final-Four-Modus ermittelt. Dem Bezirk Neckar-Fils wurde dieses Pilotprojekt genehmigt. Beim TSV Weilheim fanden von Himmelfahrt, 2. Juni, bis Sonntag, 5. Juni, die Halbfinalspiele der Herren und alle Endspiele im Aktiven- und Jugendbereich statt. Knapp am Preisgeld vorbei schrammte der SVR bei der 15. Fair-Play-Aktion von Nürtinger Zeitung und KSK Nürtingen. Zwei Gelb-Rote Karten waren eine zuviel, sonst wäre man wenigstens Dritter gewesen. So aber landete man mit zwei Strafpunkten auf dem achtbaren sechsten Platz, den man mit weiteren Mannschaften teilen musste.Beim 51. Sennerpokal schied der SVR früh aus. Obwohl das erste Spiel gegen den TFC Köngen mit 5:1 gewonnen wurde, reichte es nicht ins Achtelfinale. Die 0:4-Niederlage gegen den TSV Wendlingen fiel um 2 Tore zu hoch aus. Gastgeber war der TSV Altdorf vom 26. Juli bis zum 1. August 2010, der Verein feierte sein 100-jähriges Bestehen. 34 Mannschaften bildeten ein neues Rekord-Teilnehmerfeld.Die E-Junioren schafften auch in dieser Saison wieder sich den Titel des Staffelmeisters zu sichern. Bereits ein Spieltag vor Saisonende sicherten sie sich den Titel. Von 10 Spielen konnten sie 8 gewinnen. Trainiert wurde die erfolgreiche Mannschaft von Oliver Schilling, Tobias Kotz und Doris Richter-Andres. Am Freitag, 18. März 2011, zog der SVR wieder einmal Bilanz. Bei der Hauptversammlung im SVR-Vereinsheim wurde Vorstandssprecher erich Rüb wiedergewählt, er ging damit in seine sechste Amtsperiode. Zwei Jahre vor dem 100-jährigen Vereinsjubiläum verlieh er seiner Hoffnung Ausdruck, dass die Vereinsfamilie mit ihren über 950 Mitgliedern enger zusammenwachse und der Funke der Begeisterung überspringe, damit die Feierlichkeiten zum 100. SVR-Geburtstag ein Erfolg werden. Die geplanten Umbaumaßnahmen am Vereinsheim hatten sich weiter verzögert, da die baurechtliche Genehmigung erst im Herbst erteilt worden war. Von der Idee, das Dach anzuheben, wurde vorerst einmal Abstand genommen, eine mögliche Verpachtung in absehbarer Zeit nicht mehr angestrebt. Ein Bezuschussungsantrag im Rahmen eines Energiesparprogrammes musste ebenfalls noch abgewartet werden. Bei den Neuwahlen wurde Rüb nicht nur im Amt des Vereinsbosses bestätigt, sondern in Ermangelung eines Kassiers auch als "Finanzminister" wiedergewählt. Thorsten Wriske, Jens Bommel (beide Leichtathletik), Jochen Schwab (Rad), Jürgen Rokenbauch, Heinz Gmeinder (beide Tischtennis) sowie Martin Weiler und Uwe Bauer (beide Fußball) wurden als Abteilungsvorstände bestätigt. Jugendsprecher Tobias Kotz schied aus Altersgründen aus, die Nachfolge wurde erst später geklärt. Am Freitag, 10. Juni 2011, fand die Fußballabteilungsversammlung im Sportheim statt. Es war ein beschämender Besuch, bloß 17 von fast 300 Mitgliedern zeigten Interesse daran, was sich in der Abteilung tat. Dabei fand doch ein Umbruch statt, einige Positionen wurden neu besetzt. Uwe Bauer schied aus dem Amt des Abteilungsvorsitzenden aus, für ihn wählte die kleine Runde René Feuchter, der zusammen mit Martin Weiler die Abteilungsspitze bildet. Jugendleiterin Beate Bauer kandidierte ebenfalls nicht mehr, zu ihren Nachfolgern wurden mit Julian Fischer und Bernd Lamminger zwei junge Männer gewählt, die von Heinz Groß (wurde noch als Beisitzer für den ausscheidenden Patrick Leim gewählt) und Jürgen Fuchs unterstützt werden. Als neuer Trainer wurde der ehemalige Oberliga-Spieler Isidro Garcia vorgestellt, er weilte allerdings im Urlaub. Für die ebenfalls ausgeschiedenen Dietmar Mangold (Spielleiter) und Manfred Oßwald (Betreuer) wurde Tobias Kotz als Spielleiter gewählt. Die Betreuerfrage war noch nicht abschließend geklärt. 2011/2012 - Kreisliga B, Staffel 5: Noch bevor es richtig losgegangen war, war der Bezirkspokal für den SVR auch schon beendet. Gegen den als Topfavorit in die B5-Saison startenden TSV Linsenhofen zogen die "Hirsche" am Sonntag, 7. August, in der Qualifikation mit 1:2 den Kürzeren. Tobias Kotz hatte den SVR in Führung gebracht (68.), kurz nach dem 1:2 aber die Gelb-Rote Karte gesehen (80.). Beim 52. Sennerpokal, der vom 25. bis 31. Juli 2011 im neuen Sportpark im Speck beim TSV Wendlingen stattfand, gab es für den SVR nichts zu erben. Gegen den FC International Nürtingen (0:5) und den TSV Wolfschlugen (0:6) ging man sang- und klanglos baden und flog raus. In beiden Partien hielt die Mannschaft eine Halbzeit lang mit, ehe alle Dämme brachen.
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